Prokofjews »Die Liebe zu drei Orangen« ab 18. Mai 19 am Staatstheater Mainz

Die Liebe zu drei Orangen ~ Staatstheater Mainz ~ Vorabfoto ~ © Andreas Etter

Drei Prinzessinnen, die Orangen entsteigen, Harlekine und Kartenspielfiguren, ein trauriger Prinz, ein lustiger Diener, der ihn wieder zum Lachen bringen soll, eine furchtbare Köchin, die drohend ihren Kochlöffel schwingt, und noch viele andere, teilweise der Commedia dell’arte entnommene Figuren: Das sind die entscheidenden Zutaten von Prokofjews ebenso beliebter wie revolutionärer Oper, die eine ins Absurde gedrehte Auseinandersetzung mit dem Opernthema schlechthin ist – der Liebe. Und um die märchenhafte Geschichte noch weiter zu treiben, greift immer wieder das interne Publikum in den Ablauf ein: Tragiker, Komiker, Sonderlinge und Hohlköpfe diskutieren über das Spiel und das Wesen des Theaters.
Die Liebe zu drei Orangen basiert auf Carlo Gozzis gleichnamigem Märchenspiel aus dem 18. Jahrhundert, das der Avantgarde-Regisseur Wsewolod Meyerhold um 1914 adaptierte. Sowohl Gozzi als auch Meyerhold und Prokofjew zielten auf ein nicht-realistisches Theater, eine Renaissance der Opera buffa aus dem Geist schneller Rhythmen und vibrierender Spontaneität. Prokofjew komponierte ein vokales wie instrumentales Meisterwerk, das eine ungeheure Bandbreite an stimmlichen Farben und Situationen bietet – mal grausam, mal grotesk und auf jeden Fall umwerfend komisch.


Die Liebe zu drei Orangen
Oper in vier Akten und einem Vorspiel
Von: Sergej Prokofjew (1921)

Premiere am Staatstheater Mainz: 18. Mai 19 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Joan Anton Rechi
Ausstattung: Moritz Junge
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez
Licht: Stefan Bauer
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny

Besetzung:

Der Kreuz-König, Herrscher eines Fantasiereichs: Ks. Hans-Otto Weiß
Der Prinz, sein Sohn: Philippe Do
Prinzessin Clarice, die Nichte des Königs: Jennifer Panara
Leander, der Premierminister: Brett Carter
Truffaldino, ein Spaßmacher: Johannes Mayer
Pantalone, Günstling des Königs: Michael Dahmen
Der Zauberer Celio, Beschützer des Königs: Peter Felix Bauer
Fata Morgana, Zauberin , Beschützerin Leanders: Linda Sommerhage
Linetta, Prinzessin in einer Orange: Catherine Garrido
Nicoletta, Prinzessin in einer Orange: Maria Dehler
Ninetta, Prinzessin in einer Orange: Alexandra Samouilidou
Die Köchin: Rainer Zaun
Der Herold/Farfarello, ein Teufel: Martin Busen
Smeraldina, eine Negerin: Martha Jordan
Der Zeremonienmeister: Daniel Tilch*

www.staatstheater-mainz.de