Programm der Spielzeit 2020/21 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

Außenansicht der Staatsoper Unter den Linden, Berlin (© Staatsoper Unter den Linden / Marcus Ebener)

Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchte die Staatsoper Unter den Linden den Blick nach vorne richten und wir freuen uns, Ihnen heute das Programm der Saison 2020/21 vorstellen zu können. Ruhelosigkeit ist das Schlagwort, das über der Saison 2020/21 steht: Sie treibt die Menschen an und lässt sie nicht stillstehen. Durch Ruhelosigkeit entsteht Dynamik. Auch Ruhe ist von Bewegung nicht losgelöst. In-sich-Ruhen ist nicht mit Stillstand zu verwechseln. Ohne Bewegung ist keine Ruhe denkbar und umgekehrt. Verzögerung oder Langsamkeit können ebenso zu Fortschritt und Veränderung führen. Wer hätte gedacht, dass dieser Ausgangspunkt in der heutigen Situation aktueller ist denn je?

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Entwicklungen nach Druckschluss der Programmvorschau müssen im Spielplan der Saison 2020/21 der Staatsoper Unter den Linden Anpassungen vorgenommen werden. Das betrifft:

CHOWANSCHTSCHINA: Die Produktion kommt 2020/21 noch nicht, an den geplanten Terminen wird nun eine Wiederaufnahme von Verdis MACBETH stattfinden.

IDOMENEO: Die geplante Wiederaufnahme wird zur Premiere. Es wird dabei leichte Terminänderungen geben.

COSÌ FAN TUTTE: Ob die Produktion in 2020/21 zu den geplanten Wiederaufnahmeterminen als Premiere stattfinden kann, wird derzeit noch geprüft. Diese Information wird rechtzeitig vor dem vorgezogenen Vorverkaufsbeginn für Abonnements und FESTTAGE-Zyklen am 25. April 2020 bekannt gegeben.

Über die genauen (Termin-)Änderungen informieren wird auf staatsoper-berlin.de informiert.

Besondere Akzente setzen in der neuen Saison sieben Premieren im Großen Haus, das Format LINDEN 21 (mit vier Produktionen, darunter eine Uraufführung), die dritten BAROCKTAGE (13. bis 22. November 2020) sowie die FESTTAGE (26. März bis 5. April 2021). Ebenso gehören 26 wiederaufgenommene Musiktheaterwerke sowie mehr als 90 Konzerte zum Kern des Spielplans. Insgesamt präsentiert die Staatsoper Unter den Linden 2020/21 rund 360 Veranstaltungen, zudem zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir zudem dem Jubiläum der Staatskapelle Berlin, die ihr 450-jähriges Bestehen feiert: Eine Festwoche vom 5. bis 12. September 2020 wird hierbei den Höhepunkt bilden.

PREMIEREN

Mit dem Engagement von Barbara Wysocka, Satoshi Miyagi, Calixto Bieito, Damiano Michieletto, Lydia Steier und Vincent Huguet werden alle Premieren der Spielzeit 2020/21 im Großen Haus von Regisseurinnen und Regisseuren inszeniert, die erstmals an der Staatsoper Unter den Linden arbeiten. Als siebte Premiere wird die ursprünglich für die aktuelle Spielzeit 2019/20 geplante Neuproduktion von Mozarts IDOMENEO in der Regie von David McVicar nachgeholt.Bei LINDEN 21 werden zudem Simon Steen-Andersen, Swaantje Lena Kleff und Barbora Horáková Joly ihr Hausdebüt geben.

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit wird am 3. Oktober 2020 Luca Francesconis QUARTETT sein, in der Regie von Barbara Wysocka, dirigiert von Daniel Barenboim. Die Zweipersonen-Oper nach Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel, das auf dem berühmten Briefroman »Gefährliche Liebschaften« von Choderlos de Laclos basiert, wurde 2011 in englischer Sprache uraufgeführt und wird nun erstmals in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht. Es singen Mojca Erdmann (Marquise de Merteuil, Rollendebüt) und Thomas Oliemans (Vicomte de Valmont, Haus- und Rollendebüt).

Der Mozart-Da-Ponte-Zyklus, der ursprünglich bei den diesjährigen FESTTAGEN 2020 mit COSÌ FAN TUTTE beginnen sollte, startet nun im kommenden Jahr bei den FESTTAGEN 2021 mit der Premiere von LE NOZZE DI FIGARO (Premiere: 27. März), in der Regie von Vincent Huguet und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Zum Ensemble zählen u. a. Elsa Dreisig (Gräfin Almaviva, Rollendebüt), Nadine Sierra (Susanna), Marianne Crebassa (Cherubino), Waltraud Meier (Marcellina), Gyula Orendt (Graf Almaviva, Rollendebüt), Riccardo Fassi (Figaro), Siegfried Jerusalem (Don Curzio) und Stephan Rügamer (Basilio).

Darüber hinaus wird Daniel Barenboim während der FESTTAGE die Wiederaufnahme von Wagners PARSIFAL in der Regie von Dmitri Tcherniakov musikalisch leiten sowie bei den FESTTAGE-Konzerten in Erscheinung treten: als Dirigent der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 sowie als Solist bei einem Duo-Recital, beides gemeinsam mit Martha Argerich. In der Spielzeit 2020/21 wird der Generalmusikdirektor außerdem vier Abonnementkonzerte der Staatskapelle Berlin gestalten sowie im Rahmen der Festwoche »450 Jahre Staatskapelle Berlin« das FESTKONZERT und das Open-Air-Konzert im Rahmen von STAATSOPER FÜR ALLE auf dem Bebelplatz dirigieren. Des Weiteren steht er bei einem KONZERT FÜR BERLIN, bei den Konzerten zum Jahreswechsel und bei den Gastspielen nach Paris, Wien und Athen am Pult der Staatskapelle Berlin.

Zu den weiteren Premieren der Saison 2020/21 zählen Wagners LOHENGRIN (Premiere: 13. Dezember 2020) in der Regie von Calixto Bieito und unter der musikalischen Leitung von Matthias Pintscher, mit Roberto Alagna in der Titelrolle und Sonya Yoncheva als Elsa von Brabant, die beide hiermit ihr Rollendebüt geben. Zum weiteren Ensemble zählen René Pape (Heinrich der Vogler), Martin Gantner (Friedrich von Telramund) und Ekaterina Gubanova (Ortrud). Zusammen mit TANNHÄUSER und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER als Wiederaufnahmen sind die drei romantischen Opern Wagners in der kommenden Spielzeit vertreten.

Mit der Premiere von JENŮFA (Premiere: 14. Februar 2021) setzt Simon Rattle seine Auseinandersetzung mit zentralen Werken von Janáček an der Staatsoper Berlin fort. Inszeniert wird die Neuproduktion von Damiano Michieletto. Mit der Staatsoper Unter den Linden verbindet JENŮFA eine besondere Beziehung, da die Berliner Erstaufführung 1924 unter Erich Kleiber, bei der auch Janáček selbst anwesend war, dem Werk den endgültigen Durchbruch auf deutschen Bühnen brachte und die Berliner Janáček-Tradition begründete. Zu erleben sind u. a. Camilla Nylund, die ihr Debüt in der Titelrolle gibt, Evelyn Herlitzius (Die Küsterin Buryjovka), Stuart Skelton (Laca Klemeň) und Ladislav Elgr (Števa Buryja). Flankierend zu dieser Neuproduktion wird Musik von Janáček auch bei den Kammerkonzerten mit Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle Berlin im Fokus stehen.

Giacomo Puccinis LA FANCIULLA DEL WEST (Premiere: 13. Juni 2021), inszeniert von Lydia Steier und dirigiert von Antonio Pappano, wird erstmals an der Berliner Staatsoper zu erleben sein. Puccinis »Wild-West-Oper«, die zu Hochzeiten des Goldrauschs in der kalifornischen Einöde spielt, zeichnet ein treffendes Porträt einer Welt voller Entbehrungen und geplatzter Träume. Es singen u. a. Anja Kampe (Minnie), Yusif Eyvazov (Dick Johnson) und Michael Volle (Jack Rance, Rollendebüt). Ergänzt wird diese Neuproduktion im Repertoire durch eine Trias der bekannten Puccini-Opern LA BOHÈME, TOSCA und MADAMA BUTTERFLY.

MITRIDATE, RE DI PONTO, Mozarts frühe Opera seria, ist die BAROCKTAGE-Premiere am 13. November 2020. Inszeniert wird sie von Satoshi Miyagi, der in seiner Inszenierung eine Brücke zwischen der westlichen Theatertradition und der Ästhetik des japanischen Kabuki-Theaters schlägt. Die musikalische Leitung übernimmt Marc Minkowski. Zum Ensemble zählen u. a. Pene Pati, der in der Titelrolle sein Haus- und Rollendebüt gibt, sowie Julie Fuchs (Aspasia, Haus- und Rollendebüt), Elsa Dreisig (Sifare, Rollendebüt), Jakub Józef Orliński (Farnace, Rollendebüt) und Anna Prohaska (Ismene, Rollendebüt). Es spielen Les Musiciens du Louvre.

Die BAROCKTAGE finden 2020 vom 13. bis 22. November statt und richten in ihrer dritten Ausgabe den Blick auf den frühen Mozart, auf Gluck sowie auf den Orpheus-Mythos. Neben der Premiere von Mozarts MITRIDATE, RE DI PONTO sind die Wiederaufnahmen von Glucks ORFEO ED EURIDICE und Monteverdis L’ORFEO zu erleben, zudem eine konzertante Aufführung einer ORFEO-Oper von Carl Heinrich Graun, dem Berliner Hofkapellmeister Friedrichs des Großen. Im Rahmen von LINDEN 21 wird es mit NEVER LOOK BACK – EIN ORPHEUS-FESTIVAL eine Kooperation mit Studierenden von Berliner Kunsthochschulen geben. Daneben stehen ein Roundtable-Gespräch sowie 14 Konzerte auf dem Programm.

LINDEN 21 umfasst die Produktionen und Projekte des Spielplans, die den vielfältigen Formen zeitgenössischen Musiktheaters nachspüren. Neben NEVER LOOK BACK – EIN ORPHEUS-FESTIVAL in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (Premiere: 14. November 2020), wird es mit WALK THE WALK eine Uraufführung von Simon Steen-Andersen geben, der für Komposition, Konzept, Bühnenbild und Licht verantwortlich zeichnet (Uraufführung: 10. September 2020). Elementarer Ausgangspunkt der »Performance für vier Schlagzeuger, Laufbänder, Video, Objekte, Licht und Rauch« ist das »Gehen«. Der dänische Komponist und Installationskünstler Simon Steen-Andersen beschäftigt sich zusammen mit dem Schweizer Schlagzeugerquartett Ensemble This | Ensemble That mit dem Phänomen des Gehens als theatrales wie musikalisches Element und schafft so eine multimediale Performance über Tempo und Bewegung (Produktion und Kompositionsauftrag der Staatsoper Unter den Linden, Musica Strasbourg, Gare du Nord Basel und KLANG Kopenhagen).

Außerdem stehen bei LINDEN 21 die Premiere von Georg Friedrich Haas’ THOMAS in der Regie von Barbora Horáková Joly und dirigiert von Max Renne auf dem Programm (Premiere: 16. April 2021) sowie Lucia Ronchettis PINOCCHIOS ABENTEUER für Kinder ab 6 Jahren, inszeniert von Swaantje Lena Kleff, die musikalische Leitung übernimmt Adrian Heger (Premiere: 17. Januar 2021).

AUSGEWÄHLTE WIEDERAUFNAHMEN

Nicolais DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR in der Premierenbesetzung, dirigiert von Daniel Barenboim (September 2020)

Puccinis TOSCA mit Angel Blue in der Titelpartie, die damit ihr Hausdebüt gibt (Februar / März 2021)

Strauss’ DER ROSENKAVALIER, inszeniert von André Heller und dirigiert von Simone Young, mit u. a. Camilla Nylund, Günther Groissböck und Nadine Sierra (März 2021)

Puccinis LA BOHÈME, dirigiert von Rafael Payare und mit Aida Garifullina als Mimì (April / Mai 2021)

Verdis LA TRAVIATA, dirigiert von Eun Sun Kim und mit Elsa Dreisig als Violetta Valéry (Mai 2021)

Bergs WOZZECK in der Regie von Andrea Breth, dirigiert von Matthias Pintscher, mit Matthias Goerne in der Titelpartie und Eva-Maria Westbroek als Marie. Die Produktion feierte 2011 im Schiller Theater Premiere und ist erstmals in dieser Inszenierung an der Staatsoper Unter den Linden zu erleben, dem Haus, an dem das Werk 1925 seine Uraufführung erlebte (Mai 2021)

1821 wurde Webers DER FREISCHÜTZ in Berlin uraufgeführt. Zum 200-jährigen Jubiläum steht die Produktion in der Regie von Michael Thalheimer und unter der musikalischen Leitung von Alexander Soddy wieder auf dem Spielplan (Mai / Juni 2021)

Neu im ENSEMBLE ist ab der Spielzeit 2020/21 der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo.

JUBILÄUM »450 JAHRE STAATSKAPELLE BERLIN«

2020 blickt die Staatskapelle Berlin auf ihr bereits 450-jähriges Bestehen zurück – Grund genug dieses Jubiläum zu feiern! Neben dem Erscheinen einer CD-Edition bei der Deutschen Grammophon, einer Buchpublikation beim Hanser Verlag sowie einer Ausstellung im Apollosaal, findet das Jubiläum seinen Höhepunkt mit einer FESTWOCHE vom 5. bis 12. September. Im Rahmen der FESTWOCHE findet u. a. das STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert, dank BMW Berlin, statt. Auf dem Programm stehen Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 mit Lang Lang als Solist sowie Beethovens 9. Sinfonie mit Julia Kleiter, Waltraud Meier, Andreas Schager, René Pape und dem Staatsopernchor, dirigiert von Daniel Barenboim. Daneben gibt es ein Festkonzert »450 Jahre Staatskapelle Berlin« mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven sowie mit einer Uraufführung von Jörg Widmann, ebenfalls dirigiert vom Generalmusikdirektor der Staatskapelle Berlin. Außerdem wird es am 12. September ein Geburtstagsfest für die Staatskapelle Berlin geben, als Tag der Offenen Tür für Alle!

KONZERTPROGRAMM

Die Staatskapelle Berlin spielt in Berlin 16 große Sinfoniekonzerte mit acht Programmen – im Opernhaus Unter den Linden sowie in der Philharmonie. Vier Doppeltermine stehen unter der Leitung von Daniel Barenboim. Die weiteren Abonnementkonzerte werden geleitet von François-Xavier Roth, Simon Rattle, Zubin Mehta und Antonio Pappano.

Solistinnen und Solisten sind Anne-Sophie Mutter (Violine), Maurizio Pollini (Klavier), Claudius Popp (Violoncello), Martha Argerich (Klavier) und Alexandre Kantorow (Klavier) sowie Genia Kühmeier, Violeta Urmana, Klaus-Florian Vogt, René Pape, Elena Stikhina, Daniela Barcellona, Fabio Sartori und Ildar Abdrazakov, die Gesangsparts übernehmen. An zwei Programmen ist außerdem der Staatsopernchor beteiligt.

Auf dem FESTTAGE-Konzertprogramm stehen 2021 ein Duo-Recital von Martha Argerich und Daniel Barenboim sowie Sinfoniekonzerte der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin, dirigiert von Daniel Barenboim und mit ihm in der Doppelrolle als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365, zusammen mit Martha Argerich. Ebenfalls wieder während der FESTTAGE ist das Opernkinderorchester zu erleben, diesmal unter der Leitung von Giuseppe Mentuccia, dem Musikalischen Assistenten von GMD Daniel Barenboim.

Die 14 BAROCKTAGE-Konzerte (13. bis 22. November) widmen sich schwerpunktmäßig den Komponisten Mozart, Gluck und Graun. Zu den Gästen zählen u. a. Nicolas Altstaedt, Alexander Lonquich, Nikolaus Habjan, Ines Schüttengruber, Dorothee Oberlinger und das Ensemble 1700, Kristian Bezuidenhout, Les Musiciens du Louvre unter Francesco Corti mit Arianna Vendittelli, Anna Kissjudit, Ema Nikolovska, Valentino Buzza, Le Concert des Nations unter Jordi Savall, Fabio Biondi mit Mitgliedern von Europa Galante, Vocalconsort Berlin unter Daniel Reuss sowie die Akademie für Alte Musik unter Howard Arman mit Lucile Richardot, Sophie Karthäuser, Sunhae Im, Roberta Mameli, Mark Milhofer, Andrew Watts und Lore Binon als Solistinnen und Solisten. Für junge Menschen von 6 bis 9 Jahren wird es ein Kinderkonzert mit Mitgliedern der Akademie für Alte Musik geben. Die BAROCKTAGE-Konzerte finden im Apollosaal, im Großen Saal sowie im Pierre Boulez Saal (in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal) statt.

Gastspiele führen die Staatskapelle Berlin und ihren Generalmusikdirektor Daniel Barenboim im November 2020 mit dem Beethoven-Sinfonien-Zyklus nach Paris (Philharmonie), Athen (Megaron) und Wien (Musikverein) sowie im Januar 2021 mit Werken von Beethoven (Violinkonzert mit Lisa Batiashvili als Solistin), Wagner und Boulez’ Notations I-IV und VII zur Boulez Biennale nach Paris.

Zu den weiteren Sonderkonzerten zählen das KONZERT FÜR BERLIN am 3. Oktober 2020 zum 30-jährigen Jahrestag der Wiedervereinigung in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, dirigiert von Daniel Barenboim, mit Beethovens Sinfonie Nr. 7. Aus Anlass und zu Ehren des 85. Geburtstags von Zubin Mehta ist am 29. April 2021 ein Sonderkonzert angesetzt. Der Ehrendirigent der Staatskapelle Berlin wird Mahlers 1. Sinfonie sowie Beethovens 4. Klavierkonzert dirigieren, mit Daniel Barenboim als Solist. Zu den Konzerten zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2020 und 1. Januar 2021 erklingt Beethovens Sinfonie Nr. 9 unter der Leitung von Daniel Barenboim, mit Julia Kleiter, Marina Prudenskaya, Eric Cutler, Michael Volle und dem Staatsopernchor.

Mitsingkonzert: Zum ersten Mal laden die Chöre der Staatsoper Unter den Linden alle Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitsingen ein! Unterstützt durch den Apollo-Chor und den Jugendchor studiert das Publikum am 27. September 2020 ausgewählte Werke ein und singt diese abschließend in einem gemeinsamen Konzert mit dem Staatsopernchor, der 2021 sein 200-jähriges Bestehen feiern wird, unter der Leitung von Chordirektor Martin Wright.

Die Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin widmen sich 2020/21 dem kammermusikalischen Schaffen von Janáček und anderen tschechischen Komponisten. Ein zusätzliches Konzert widmet sich Werken von Luca Francesconi und schlägt die Brücke zur Eröffnungsproduktion QUARTETT. Zu den weiteren Konzertformaten zählen die Reihe Preußens Hofmusik, die Konzerte im Pierre Boulez Saal, die Sonntagsmatineen im Bode-Museum, das Klimakonzert des »Orchester des Wandels« (bestehend aus den Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle Berlin), ein Liedrecital mit Matthias Goerne und Jan Lisiecki im Großen Saal, Liedrecitals im Apollosaal mit Sängerinnen und Sängern des Ensembles, ein Jazzkonzert mit Thomas Quasthoff & Band, das Adventskonzert des Kinderchors der Staatsoper, weitere Chorkonzerte, ein Familienkonzert mit Lindenbrass (dem Blechbläserensemble der Staatskapelle), Kinderkonzerte für verschiedene Altersgruppen, Konzerte mit dem Internationalen Opernstudio und der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin, das Programm »Alles wieder gut« der Musicbanda Franui und Florian Boesch mit Videoinstallation von Jonas Dahlberg sowie Strawinskys »Geschichte vom Soldaten« im Apollosaal als Sonderveranstaltung für Jürgen Flimm zum 80. Geburtstag, mit ihm selbst sowie u. a. Stefan Kurt als Darsteller.

KINDER- UND JUGENDPROGRAMM

Das Opernkinderorchester tritt im Rahmen der FESTTAGE 2021 unter der musikalischen Leitung von Giuseppe Mentuccia auf. Die jungen Musikerinnen und Musiker im Alter von 7 bis 12 Jahren schlagen mit ihrem Konzert eine Brücke zum Opernprogramm 2020/21, mit Auszügen aus Mozarts LE NOZZE DI FIGARO sowie Werken von Camille Saint-Saëns, Antonín Dvořák und Johannes Brahms (3. April im Rahmen der FESTTAGE sowie 13., 14. und 25. April 2021). Das Opernkinderorchester wird gefördert von der Hilti Foundation, der Heinz und Heide Dürr Stiftung und der Karl Schlecht Stiftung.

Das Kinderopernhaus Berlin, das inzwischen in vielen Bezirken fest verankert ist, gehört ebenso wie das Opernkinderorchester zum Herzstück der Educationarbeit an der Staatsoper. Im Ursprungsbezirk Lichtenberg, wo die Initiative vor über 10 Jahren ins Leben gerufen wurde, ebenso aber auch in Marzahn und Reinickendorf existieren regionale Zentren, an insgesamt zehn Orten sind Schul-AGs initiiert worden, während in der Staatsoper Unter den Linden seit der Spielzeit 2018/19 die Fäden zusammenlaufen. Insgesamt werden Hunderte von Kindern aus allen Berliner Bezirken erreicht, die zum Teil erstmals mit der Kunstform Oper in Berührung kommen. In der Spielzeit 2020/21 beschäftigen sich die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren des Kinderopernhauses Unter den Linden unter Anleitung erfahrener Profis aus der Opernwelt mit dem Lohengrin-Stoff. Unter dem Titel LOHENGRIN! wird diese Produktion am 22. Mai 2021 im Alten Orchesterprobensaal unter der musikalischen Leitung von Uwe Sochaczewsky und in der Regie von Ulrike Schwab Premiere feiern. Das Kinderopernhaus Berlin wird gefördert von der Hilti Foundation, vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung und den beteiligten Berliner Bezirken.

Am 17. Januar 2021 feiert Lucia Ronchettis Kammeroper PINOCCHIOS ABENTEUER für Kinder ab 6 Jahren, inszeniert von Swaantje Lena Kleff und dirigiert von Adrian Heger, im Alten Orchesterprobensaal Premiere.

In ihrer Produktion SINFONIE UNSERER STADT beschäftigt sich der Jugendklub mit Berlin, dem Rhythmus dieser großen Stadt und sucht nach Momentaufnahmen im Alltagstrott, nach festen Mustern im Chaos und (verpassten) Augenblicken der Begegnung (Premiere: 11. Juni 2021).

Neben Kinderkonzerten, die auch in Festivals wie die BAROCKTAGE eingebunden sind, umfasst das weitere Angebot Workshops, Probenbesuche, die Kompositionswerkstatt, Projekte wie »Rhapsody in School« oder TUSCH – Theater und Schule, den Jugendklub sowie den Jugendchor.

Hauptpartner des Kinder- und Jugendprogramms der Staatsoper Unter den Linden ist die Hilti Foundation, Liechtenstein im Rahmen ihres Förderschwerpunkts »Community Arts & Culture«.

SERVICE

Der reguläre Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen der Saison 2020/21 beginnt am 16. Mai 2020. Der Verkauf von Abonnements und FESTTAGE-Zyklen beginnt bereits am 25. April 2020. Mitglieder des Fördervereins, Abonnentinnen und Abonnenten sowie Inhaberinnen und Inhaber einer StaatsopernCard können ab 9. Mai 2020 ihr Vorkaufsrecht für alle Vorstellungen wahrnehmen. Weitere Informationen unter: staatsoper-berlin.de.

Die Staatsoper Unter den Linden dankt dem Verein der Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden und ihren Hauptpartnern BMW und der Hilti Foundation herzlich für die Unterstützung.