Premierenfeuerwerk mit Publikum an der Volksoper Wien ab 22. Januar

Volksopre Wien: Blick in den Zuschauerraum (© Barbara Pálffy / Volksoper Wien)

Die Volksoper freut sich, im Januar 2021 endlich wieder vor Publikum zu spielen und zündet ein wahres Premierenfeuerwerk: Den Auftakt machen die Operettenrarität „Der Teufel auf Erden” am 22. Januar, gefolgt von „Disneys Dschungelbuch“ in einer halbszenischen Fassung am 24. Januar. Das Wiener Staatsballett präsentiert am 30. Januar die Premiere von „Ein Deutsches Requiem“ in der Choreographie von Ballettdirektor Martin Schläpfer. Mit Mozarts „Die Zauberflöte“ steht zudem eine bejubelte Neuproduktion dieser Spielzeit auf dem Programm. Der Vorverkauf startet bereits am 23, Dezember.

Volksopern-Upgrade

Wir haben unsere Besucherinnen und Besucher in den letzten Wochen sehr vermisst und können es kaum erwarten, Vorstellungen vor Publikum spielen zu dürfen. Wir planen im Einklang mit der abendlichen Ausgangssperre Vorstellungen für je 500 Personen und freuen uns, gleich drei Premieren zeigen zu können. Um unser Publikum für die Zeit ohne Kultur zu entschädigen, sitzen unsere Besucherinnen und Besucher bei „Der Teufel auf Erden“, „Die Zauberflöte“ und „Ein Deutsches Requiem“ jeweils eine Kategorie besser, als sie bezahlen. Wählt man zum Beispiel einen Platz in Kategorie I, bezahlt man nur den Preis von Kategorie II“, freut sich Volksoperndirektor Robert Meyer.

Der Teufel auf Erden

Als Nachtrag zu den Feierlichkeiten von Franz von Suppès 200. Geburtstag bietet die Volksoper eine reizvolle Operetten-Rarität aus der Feder des Schöpfers der Wiener Operette: „Der Teufel auf Erden”, entstanden zwischen Suppès Großerfolgen „Fatinitza” und „Boccaccio”, 1878 im Wiener Carltheater uraufgeführt. Um dem zeitkritischen Ansatz des Librettos neue Prägnanz zu verleihen, hat Alexander Kuchinka den Text pointiert und mit unübertrefflicher Reimkunst ins Heute übertragen. Von Jakob Brenner stammt die musikalische Revision auf der Basis von Suppès Partitur-Autograph.

Der mit fantasievollen Produktionen mehrfach Volksopern-bewährte Ausstatter-Regisseur Hinrich Horstkotte inszeniert, Alfred Eschwé dirigiert, Verena Scheitz gibt als Dritte-Akt-Komikerin ihr Volksoperndebüt und Robert Meyer tritt als Leibhaftiger in Erscheinung: In der Hölle geht es hoch her, bis man entdeckt: Der Satan ist verschwunden! Höllenknecht Ruprecht samt seinem treuen Hund Zerberl wird beauftragt, ihn auf Erden zu suchen. Dort gesellt sich mit dem Engel Rupert ein ungleicher Weggefährte zu ihm. Die Fahndung wird zu einer turbulenten Zeitreise durch drei Jahrhunderte und führt von einem Nonnenkloster über eine Kaserne in eine Wiener Tanzschule und schlussendlich auf den Opernball.

Premiere am 22. Januar 2021, 16:30 Uhr: volksoper.at

Disneys Dschungelbuch

Lange bevor der Dschungel zum Synonym für Reality TV wurde, war der indische Urwald der Sehnsuchtsort vieler Kinder, galt dort doch das Motto „Probier’s mal mit Gemütlichkeit!“ Diesen Ratschlag gibt der lebenslustige Bär Balu dem kleinen Mogli, der als Findelkind von Wölfen aufgezogen wurde und sich nun in einer misslichen Lage befindet. Denn mit mittlerweile zehn Jahren ist er alt genug, um zu lernen, wie man Feuer macht. Und Feuer ist wirklich das einzige, vor dem sich Tiger Shir Khan, der König des Dschungels, fürchtet … Also muss Mogli in Sicherheit gebracht werden. Ob sich Mogli aus den Ablenkungsmanövern von Schlange Kaa und Affe King Louie befreien kann?

Im Rahmen der neuen Matinee-Reihe „Junge Volksoper am Sonntag“ präsentiert die Volksoper „Disneys Dschungelbuch“ in einer halbszenischen Fassung von Florian Hurler. Lorenz C. Aichner bringt die schwungvolle, lebensfrohe Partitur aus dem Hause Disney zum Swingen und Juliette Khalil bezaubert als Mogli nicht nur den gesamten Dschungel sondern auch das Volksopernpublikum.

Premiere am 24. Januar 2021, 11:00 Uhr: volksoper.at

Ein Deutsches Requiem

Über alle Grenzen von Religionen, Konfessionen und Nationen hinweg wollte Johannes Brahms sich mit seinem Deutschen Requiem erheben und komponierte ein Werk, das nicht das Totengedenken, sondern den Menschen ins Zentrum rückt. Mit dem Tanz, jener körperlichsten und doch flüchtigsten der Bühnenkünste, begibt sich Martin Schläpfer zu Brahms’ Komposition in ein eindringliches Suchen und Forschen nach den letzten Fragen, gräbt sich „quasi in den Atem-Raum zwischen Chor und Orchester“ hinein, „um Bilder wie organische Ablagerungen zu entfesseln“, so Dorion Weickmann in der Süddeutschen Zeitung. Hin- und hergeworfen zwischen Himmel und Erde, Oben und Unten kämpfen die Tänzerinnen und Tänzer gegen ihr Sein an, rotten sich zusammen, kriechen wie Lemuren über den Boden. Immer wieder ringen sie den Widerständen aber auch eine filigrane Leichtigkeit und schwerelose Freiheit ab, scheint in größter Verletzlichkeit eine überirdische Schönheit auf, geht es auch um die Entdeckung des Göttlichen im menschlichen Gegenüber.

„Ein Deutsches Requiem“, ausgezeichnet mit dem deutschen Theaterpreis „Der Faust”, ist eines der erfolgreichsten Werke des neuen Direktors des Wiener Staatsballetts. Ein „zutiefst berührender und begeisternder Ballettabend“.

Premiere am Samstag, 30. Januar 2021 um 17:30 Uhr: volksoper.at

Die Zauberflöte

Mozarts „Die Zauberflöte“ ist kollektives Kulturerbe und die meistgespielte Oper überhaupt. Sie vereint in sich Zaubermärchen und Erziehungsroman, Freimaurersymbolik und die Tradition des Wiener Vorstadttheaters aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist rätselhaft und widersprüchlich, und genau das ist ihre Qualität. Die Neuproduktion der „Zauberflöte“ in der Regie von Henry Mason wurde im Oktober von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert: „ein opulentes Schauvergnügen, voll tiefer Symbolik, kluger Assoziationen und Späßen“ urteilte etwa Karlheinz Roschitz in der Neuen Kronen Zeitung. „Faszinierend auch der Einsatz der von Rebekah Wild entworfenen und mit ihrem Team grandios zum Leben erweckten Puppen, die einerseits die Tierweltimaginieren und andererseits Zauberflöte und Zauberglöckchen zum Leben erwecken.“, berichtet Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten und der Standard freut sich über „schillerndes Musiktheater für die ganze Familie“.

Dopperl-Vorstellungen am 23. und 31. Januar 2021, 11:00 und 16:00 Uhr: volksoper.at