Premieren, Wiederaufnahmen und Konzerte im Dezember am Staatstheater Wiesbaden

Staatstheater Wiesbaden ~ Foyer Großes Haus (© Sven Helge Czichy)


Der Fall Medea

Kaum eine Frauengestalt der Antike ist zugleich unheimlicher und faszinierender als sie: Medea. Eine Frau, die sich nicht stumm ihrem Schicksal ergibt, sondern vor Wut tobt und, von tiefem Schmerz geleitet, sich an ihren Peinigern rächt – auch wenn dies bedeutet, die eigenen Kinder zu töten.
Doch kann ein Schmerz groß genug sein, um als Mutter die eigenen Kinder zu töten? Alles nur ein alter Mythos? Die Kriminologie sagt: Nein. Es gibt Geschichten wie die von Helga, die über Jahre derart tiefe Verletzungen und Schmerzen erlitten hat, dass sie sich nach langem Abwägen dafür entschieden hat, sich selbst und ihre Kinder zu töten. Vor der Tat schrieb sie einen Abschiedsbrief.

Die junge Regisseurin Sophia Aurich verbindet den antiken Medea-Mythos mit einem wahren Kriminalfall zu dem schonungslosen Psychogramm einer Frau.

Der Fall Medea

Mit Musik von: Moritz Fasbender
Eine Truecrime-Tragödie nach: Grillparzer

Premiere: Freitag, 2. Dezember 22 (Wartburg)
Die nächsten Vorstellungen finden statt am 4. & 5. Dezember 2022

Inszenierung: Sophia Aurich
Ausstattung: Kim Zumstein
Musik: Friederike Bernhardt
Dramaturgie: Marie Johannsen
Theaterpädagogik: Laura zur Nieden

Mit: Christina Tzatzaraki, Marie Kerkhoff, Ipek Özgen, Lukas Schrenk, Martin Plass


Premiere: Die lustige Witwe

Mit der Uraufführung von Franz Lehárs »Die lustige Witwe« am 30. Dezember 1905 erlebte die Ära der sogenannten »silbernen Operette« ihren Glanz- und Höhepunkt und bescherte dem Genre in der Folge eine unvergleichliche Blüte. Bis heute zählt das Werk zu den meistgespielten Operetten überhaupt und zahlreiche Musiknummern, so etwa Hannas Vilja-Lied oder Danilos und Hannas finales Liebesbekenntnis »Lippen schweigen«, zählen noch immer zu den unsterblichen Evergreens des musikalischen Unterhaltungstheaters.

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten
Von: Franz Lehár (1870-1948)
Libretto: Victor Léon und Leo Stein nach dem Lustspiel ¯»L’attaché d‘ambassade« von Henri Meilhac
Uraufführung: 1905 in Wien

Premiere: Samstag, 3. Dezember 22 (Großes Haus)
Die nächsten Vorstellungen finden statt am 08./ 10./ 16./ 18./ 21./ 25. & 31.12.2022

Musikalische Leitung: Johannes Klumpp / Holger Reinhardt
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Julius Theodor Semmelmann
Kostüme: Jessica Karge
Licht: Andreas Frank
Chor: Albert Horne
Choreografie: Myriam Lifka
Dramaturgie: Bjarne Gedrath

Besetzung:

Hanna Glawari: Elissa Huber
Graf Danilo Danilowitsch: Thomas Blondelle, Alexandre Beuchat
Camille de Rosillon: Ioan Hotea, Gustavo Quaresma
Baron Mirko Zeta: Ralf Lukas
Valencienne: Elisabeth Breuer, Anastasiya Taratorkina
Vicomte Cascada: Darcy Carroll
Raoul de St. Brioche: Ralf Rachbauer
Njegus, Kanzlist: Hans-Joachim Heist
Grisetten: Carla Peters, Maria Dehler, Jasmin Herrera, Anna Heldmaier, Anna Dekker, Tamara Kurti
Junge Hanna: Jasmin Herrera
Junger Danilo: Joel Spinello

Chor & Chorsolist:innen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Mord auf Schloss Haversham (The Play That Goes Wrong)

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden hat sich entschlossen, unter der Leitung von Tom Gerber ein Werk in Angriff zu nehmen, das bisher als nicht aufführbar galt. »Mord auf Schloss Haversham« mag auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher whodunit Krimi aus der Feder von Agatha Christie daherkommen, doch birgt es schauspieltechnische Tücken, die selbst das erfahrenste Ensemble schaudern lässt. Überzeugen Sie sich also am 10. Dezember selbst, ob unsere Bühnenprofis die Herausforderung meistern, oder alles in sich zusammenfallen wird.

Mord auf Schloss Haversham (The Play That Goes Wrong)

Komödie
Von: Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields
Deutsch von: Martin Riemann

Premiere: Samstag, 10. Dezember 22 (Kleines Haus)
Die nächsten Vorstellungen finden statt am 17./ 21./ 23./ 25./ 29. & 30. Dezember 2022

Inszenierung: Tom Gerber
Bühne: Bettina Neuhaus
Kostüme: Jannik Kurz
Dramaturgie: Bjarne Gedrath

Besetzung:

Annie: Lina Habicht
Trevor: Uwe Kraus
Chris: Michael Birnbaum
Jonathan: Christoph Kohlbacher
Robert: Philipp Steinheuser
Dennis: Christian Klischat
Max: Tobias Lutze
Sandra: Sybille Weiser


Wiederaufnahme: König Midas – ich! Oder: Wie werde ich klug?

König Midas von Phrygien – den kennen wir aus der griechischen Sagenwelt als offensichtlich ein wenig dusslig. Erst greift er ein Paar Eselsohren ab. Und dann wünscht er sich auch noch die Gabe, alles zu vergolden, was er berührt – dabei kann man doch, wie allseits bekannt (oder nicht?), Gold nicht essen! Was aber, wenn Midas kein ein wenig dussliger Erwachsener wäre? Sondern ein Kind, das erkenntnisbedürftig und erkenntnisgierig hineinstolpert ins Leben? Katrin Lange schreibt für das Hessische Staatstheater Wiesbaden in ihrer unnachahmlichen Art eine ganz eigene Fassung des antiken Stoffes für Kinder.

König Midas – ich! Oder: Wie werde ich klug?

Von: Katrin Lange
Wiederaufnahme: Donnerstag, 1. Dezember 22 (10.00 Uhr; Studio)
Weitere Vorstellungen am 2./ 3./ 29.12.2022 & 26./ 27./ 28. und 31.01.2023

Inszenierung: Rainer Fiedler
Ausstattung: Cristina Suarez-Herrero,
Musik: Wolfgang Böhmer,
Dramaturgie: Daniel C. Schindler,
Theaterpädagogik: Laura zur Nieden

Mit: Julia Elfert, Guido Schikore, Sophie Pompe


Wiederaufnahme: Hänsel und Gretel

Die Oper nach dem berühmten Märchen wird von der jungen Regisseurin Beka Savić in einer Inszenierung für Jung und Alt liebevoll neu erzählt.

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern
Von: Engelbert Humperdinck (1854 – 1921)
Libretto: Adelheid Wette, nach dem Märchen aus den »Kinder- und Hausmärchen« der Brüder Grimm
Uraufführung: 1893 in Weimar

Wiederaufnahme:
Sonntag, 4. Dezember 22 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Christoph Stiller
Inszenierung: Beka Savić
Bühne: Bettina Neuhaus
Kostüme: Susanne Füller
Licht: Andreas Frank
Jugendchor: Niklas Sikner
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Peter Besenbinder: Christopher Bolduc
Gertrud: Vera Ivanovic
Hänsel: Fleuranne Brockway
Gretel: Anastasiya Taratorkina
Knusperhexe: Ralf Rachbauer
Sandmännchen & Taumännchen: Stella An

Jugendkantorei der Ev. Singakademie Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Wiederaufnahme: Pique Dame

In seiner Kurzgeschichte »Pique Dame« erzählt Alexander Puschkin von drei verzauberten Karten, die fantastische Gewinne versprechen, jedoch auch ins Verderben stürzen können. Die alte Gräfin –früher wegen ihrer Spielleidenschaft »Pique Dame« genannt – hütet ihr Geheimnis. Der mittellose Herrmann ist besessen davon, es ihr zu entlocken, und setzt alles dafür aufs Spiel: Leben, Liebe und seine eigene Existenz. Peter Tschaikowski machte aus der Geschichte vom Willen, es nach oben zu schaffen, eine Oper. Bei ihm rückt eine weitere große Sehnsucht ins Zentrum der Geschichte: die Liebe – und damit auch die Figur der Lisa, die Herrmann bis zur Selbstzerstörung folgt. Uwe Eric Laufenberg inszenierte Tschaikowskis düstere Parabel mit Bühne und Kostümen von Rolf und Marianne Glittenberg.

Pique Dame

Oper in drei Akten
Von: Peter Tschaikowski (1840 – 1893)
Uraufführung: 1890 in St. Petersburg

Premiere: 29. Januar 2022 (Großes Haus)
Wiederaufnahme: 9. Dezember 22 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Holger Reinhardt
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Chor: Albert Horne
Licht: Andreas Frank
Video: Gérard Naziri
Choreografie: Myriam Lifka
Dramaturgie: Constantin Mende

Besetzung:

Hermann: Aaron Cawley
Graf Tomski: KS Thomas de Vries
Fürst Jeletzki / Plutus: Benjamin Russell
Lisa / Chloë: Elena Bezgodkova
Polina / Daphnis: Silvia Hauer
Gräfin Romina: Boscolo
Tschekalinski: Erik Biegel
Surin: Mikhail Biryukov
Tschaplitzki: Patrick James Hurley
Mascha: Donata-Alexandra Koch
Tänzer:innen: Carla Peters, Josefine Rau, Cara Remke, Gabriele Ascani, Manuel Gaubatz
Bühnenmusik: Julia Palmova

Chor & Chorsolisten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Wiederaufnahme: Drei Schwestern

In wohl kaum einem anderen Theatertext wurde das menschliche Sehnen nach einer besseren Zukunft derart eindringlich umschrieben wie in Anton Tschechows »Drei Schwestern«. Das Stück, das seine Uraufführung am 31. Januar 1901 im Moskauer Künstlertheater erlebte, handelt von dem Streben nach Glück und der Unmöglichkeit, dieses zu erfüllen. Für die Wiesbadener Neuinszenierung zeichnet Intendant und Regisseur Uwe Eric Laufenberg verantwortlich.

Drei Schwestern

Von: Anton Tschechow
Deutsch von: Ulrike Zemme

Wiederaufnahme: 18. Dezember 22 (Kleines Haus)

Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Oliver Porst
Dramaturgie: Daniel C. Schindler

Besetzung:

Andrej Sergejewitsch Prosorow: Paul Simon
Natalja Iwanowna: Christina Tzatzaraki
Olga: Lena Hilsdorf
Mascha: Mira Benser
Irina: Lina Habicht
Fjodor Iljitsch Kulygin: Christian Klischat
Alexander Ignatjewitsch Werschinin: Matze Vogel
Nikolaj Lwowitsch Tusenbach: Christoph Kohlbacher
Wassilij Wassiljewitsch Soljonyj: Noah L. Perktold
Iwan Romanowitsch Tschebutykin: Uwe Kraus
Alexej Petrowitsch Fedotik: Felix Strüven
Wladimir Karlowitsch Rodé: Benjamin Krämer-Jenster
Ferapont: Bernd Ripken
Anfissa: KS Monika Kroll


Wiederaufnahme: Fame – Das Musical

New York. Ihrem großen Ziel ganz nah, warten die Bewerber der angesagten Highschool of Performing Arts auf die Entscheidung, wer aufgenommen wird und wer nicht! Den ganz großen Traum verwirklichen, schaffen, was man sich vorgenommen hat, das wollen sie alle, die jungen Talente. Und schon geht es los mit hartem Training, Tanz, Gesang und einem Rausch der Gefühle. Ein wunderbares Musical nach dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980, in dem sich junge Menschen verlieben, erste Erfolge feiern und die Schönheit des Lebens entdecken.

Fame – Das Musical

Junges Staatsmusical

Idee und Entwicklung: David de Silva
Buch: Jose Fernandez
Song-Texte: Jacques Levy
Musik: Steve Margoshes und dem Titel-Song »FAME« von Dean Pitchford und Michael Gore
Deutsche Fassung: Frank Thannhäuser und Iris Schumacher

Wiederaufnahme: Donnerstag, 22. Dezember 22 (Wartburg)

Inszenierung & Choreografie: Iris Limbarth
Musikalische Leitung: Frank Bangert
Bühne: Britta Lammers
Kostüme: Heike Korn
Choreografische Assistenz: Denia Gilberg

Besetzung:

Nick Piazza: Tim Morsbach, Rainer Maaß
Serena Katz: Anna Heldmaier, Viktoria Reese
Joe (José) Vegas: Christian Sattler, Leonard Linzer
Harriet Miller: Celina Wolf
Vincent Clarke: Philipp Fukazawa
Carmen Diaz: Denia Gilberg
Mabel Washington: Ilka Ludwig, Annika Netthorn
Tyrone Jackson: Levi Touankara, Tim Speckhardt
Iris Kelly: Esra Bücker, Dorentina Dalipi
Meredith McArthur: Lilli Trosien
Esteban Rodriguez: Konstantin Lohnes, Noah Ludwig
Schlomo Metzenbaum: Dwayne Gilbert Besier
Goodman (Goody) King: Camillo Guthmann, Janina Steinbach
Grace (Keule) Lamb: Coco Brell, Lisa Schaar
Doris Hershkowitz: Katharina Hoffmann
Alan P. Gilbert: Leonard Linzer, Christian Sattler, Dwayne Gilbert Besier
Mr. Myers, Schauspiel: Alexander Müßig
Miss Sherman, Direktorin: Ann-Kristin Lauber-Neu, Viviana Indraccolo
Mr. Scheinkopf, Musik: Norman Dobrovsky, Daniel Schulte
Miss Bell, Tanz: Meike Roth, Helen Graffert


Wiederaufnahme: Der Nussknacker

Mit Der Nussknacker eröffnete Hauschoreograf Tim Plegge die Spielzeit 2019/20 am Hessischen Staatsballett und landete damit bei Publikum wie Kritik gleichermaßen einen Erfolg. In einem neuen Arrangement der Musik Tschaikowskys, verschmilzt in der Choreografie Plegges der Weihnachtsalltag im Hause der Familie Silberhaus mit der Fantasiewelt der zehnjährigen Marie, die mit dem von ihrem Patenonkel Drosselmeier geschenkten und zum Leben erwachten Spielzeugnussknacker einige Abenteuer zu bestehen hat. Der Kampf gegen das Rattenheer unter der bösen Rattenkönigin und die Reise in das verheißungsvolle Zuckerland sind nur zwei Stationen auf Maries Weg der persönlichen Entwicklung. Die Ballettversion des Hessischen Staatsballetts entfernt sich vom Libretto des berühmten Handlungsballetts Marius Petipas und nimmt Bezüge zur Märchen -Vorlage „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T. A. Hoffmann. Zwischen skurrilem Spielwitz und vielerlei überraschenden Momenten besticht das Ensemble des Hessischen Staatsballetts in der mitreißenden Choreografie von Tim Plegge zur live eingespielten Musik der beiden Staatsorchester. Der großen Nachfrage folgend, wird der Weihnachtsklassiker auch in dieser Spielzeit in beiden Staatstheatern wiederaufgenommen.

Der Nussknacker

Ballett von: Tim Plegge mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski / ab 8 Jahren

Premiere/Uraufführung am Staatstheater Wiesbaden: 19. Oktober 19
Premiere am Staatstheater Darmstadt: 16. November 19
Wiederaufnahme am Staatstheater Darmstadt: 3. Dezember 22
Wiederaufnahme am Staatstheater Wiesbaden: 30. Dezember 22

Choreografie: Tim Plegge
Musikalische Leitung: Christoph Stiller
Bühne: Frank Philipp Schlößmann
Kostüm: Judith Adam
Licht: Tanja Rühl
Dramaturgie: Karin Dietrich

Hessisches Staatsballett
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Konzerte etc.

Salón Tango
Mit Sextett Nacha Daraio
Freitag, 2. Dezember 22 (22:00 Uhr, Foyer Großes Haus)

Solo-Matinée
Marimba: Edzard Locher
Werke von Peter Tschaikowski & Edzard Locher
Sonntag, 4. Dezember 22 (11:00 Uhr, Studio)

Weihnachts-Kammerkonzert »Alpenländische Weihnacht«
Weihnachtliche Kammermusik mit den Blechbläsern des Hessischen Staatsorchesters & Lesungen von Uwe Kraus
Samstag, 10. Dezember 22 (15:00, Foyer Großes Haus)
Sonntag, 11. und 18. Dezember 22 (jeweils 11:00, Foyer Großes Haus)


staatstheater-wiesbaden.de