Premieren und Wiederaufnahmen am Staatstheater Wiesbaden im Januar

Hessisches Staatstheater Wiesbaden ~ Kolonnaden Großes Haus (Foto: Sven-Helge Czichy)


Premiere: Komödie der Worte

Eine Frau verlässt ihren Mann nach Jahren des lieb- und freudlosen Nebeneinanderlebens. Eine andere Frau verzagt bei dem Versuch, mit einem neuen Mann das Glück zu finden, und bleibt bei ihrem verhassten Ehemann. Eine dritte kehrt zu ihrem Mann zurück, wohl wissend, dass es ein gemeinsames Glück nicht mehr geben kann.

So kurz ließen die drei Einakter »Stunde des Erkennens«, »Das Bacchusfest « und »Große Szene« sich zwar auf den Punkt bringen, erzählt waren sie damit längst nicht. Denn Arthur Schnitzler ist der Meister des Ungesagten: Zwischen zwei Repliken seiner Feder kann sich ein gewaltiges Schicksal Bahn brechen. Schnitzlers nur selten aufgeführte Einakterfolge, die er unter dem Titel »Komödie der Worte« zusammengefasst hat, handelt in kurzen, höchst unterhaltsamen Dialogen von Wahrheit und Lüge in Ehe und Partnerschaften.

Noah L. Perktold, Schauspieler, Regisseur und ehemaliges Ensemblemitglied des Hessischen Staatstheaters, gibt mit »Komödie der Worte« sein Regiedebüt in Wiesbaden.

Komödie der Worte

Drei Einakter: Stunde des ErkennensDas BacchusfestGroße Szene

Von: Arthur Schnitzler (1862 – 1931)
Uraufführungen: 12. Oktober 1915 (Wien, Burgtheater; Darmstadt, Hoftheater; Frankfurt/M, Neues Theater)
Premiere: Januar 24 (Kleines Haus)

Inszenierung: Noah L. Perktold
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Nina Samadi
Licht: Andreas Frank
Dramaturgie: Anika Bárdos

I. Stunde des Erkennens

Klara Eckold: Evelyn M. Faber
Dr. Karl Eckold: Martin Plass
Prof. Dr. Rudolf: Ormin Uwe Kraus

II. Das Bacchusfest

Agnes Staufner: Klara Wördemann
Felix Staufner: Tobias Lutze
Guido Wernig: Philipp Steinheuser
Gustl: Christoph Kohlbacher
Bene: Martin Plass
Ein mysteriöser Fahrgast: N. N.

III. Große Szene

Sophie Herbot: Nina Völsch
Konrad Herbot: Christoph Kohlbacher
Edgar Gley: Philipp Steinheuser
Dr. Falk: Tobias Lutze
Vilma Flamm / Ein Inspizient: N. N.


Premiere: Grimm

Im dunklen bösen Wald haust der böse und grausame Wolf, so erzählt man es sich in der Dorfgemeinschaft, in der das Rotkäppchen, mit echtem Namen Dorothea, lebt. Die Angst vor dem Wald und dem Wolf sind groß, aber gleichzeitig ziehen sie Dorothea auch magisch an. Eines Tages siegt die Neugier und das junge Mädchen macht sich gegen alle Warnungen auf in den Wald. Dort begegnet sie nach kurzer Zeit tatsächlich dem Wolf Grimm, der gar nicht so böse erscheint wie alle Dorfbewohner immer sagen. Der Wolf ist ein liebenswerter Freigeist und erobert schnell das Herz des Mädchens. So beschließt Dorothea, den Wolf Grimm mit ins Dorf zu nehmen, um allen Gerüchten ein Ende zu setzen. Sie ahnt jedoch nicht, was sie damit auslöst, denn das Dorf entpuppt sich als ein ziemlich gemeiner Haufen.

Das Musical »Grimm! – Die wirklich wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf« gewann beim deutschen Musical-Theater-Preis 2015 den Preis in der Kategorie »bestes Buch«.

Grimm

Die wirklich wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf

Musik: Thomas Zaufke
Text: Peter Lund

Premiere: Samstag, 20. Januar 24 (Wartburg; Junges Staatsmusical)

Inszenierung & Choreografie: Iris Limbarth
Musikalische Leitung: Frank Bangert
Bühne: Sven Hansen
Mitarbeit Bühnenbild: Alexandra Hoh
Kostüme: Heike Korn
Musikalische Einstudierung: Ulrich Bareiss
Dance Captain: Angelina Krauß
Band: Frank Bangert, Ulrich Bareiss, Joachim Braun, Stephan Völker, Jürgen Dorn / Christian Spohn, Holger Dietz

Besetzung:

Dorothea (»Rotkäppchen«): Denia Gilberg, Elena Leitner
Grimm: Tim Speckhardt
Sultan: Nick Witmar
Rex: Daniel Windrich
Gisela Geiß: Luna Lange, Vivienne Vinçon
Die Geißlein: Nis Hansen, Lars Hofmann
Schweinchen Schlau: Jan Volpert
Schweinchen Dicklinde: Beatrice Marie Schmidt, Felicitas Reinbacher
Schweinchen Didi: Serafin Kopp, Jan Rieß
Schweinchen Wild: Angelina Krauß
Oma Eule: Katharina Hoffmann


Wiederaufnahme Otello

Neid und Eifersucht sind die zeitlosen Themen, die Verdi und seinen Textdichter Arrigo Boito an Shakespeares Drama gefesselt haben mögen. Doch es geht um mehr, Ressentiments und Rassismus – Themen, die dem Publikum damals wie heute nicht fremd sind. Unausweichlich wird Otello in die Selbstvernichtung getrieben, ein Opfer von Neid und Intrige, vor allem aber seiner eigenen Schwächen wegen, gegen die selbst Desdemonas starke, reine Liebe nichts auszurichten vermag. Verdis Oper zeichnet den unaufhaltsamen Fall des Täters / Opfers Otello aus voller Höhe des siebenten Liebeshimmels in Abgrund und Tod. Ein Drama von ungeheuerlicher Wucht, vom eröffnenden Blitzschlag bis zum finalen Todeskuss Otellos.

Uwe Eric Laufenbergs mitreißende Inszenierung steht unter der Musikalischen Leitung von Yoel Gamzou nun wieder in Wiesbaden auf dem Spielplan. In der Rolle des Otello sind Aaron Cawley und Andreas Schager zu erleben.

Otello

Dramma lirico in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Libretto von Arrigo Boito, nach »The Tragedy of Othello, the Moor of Venice« von William Shakespeare
Uraufführung 1887 in Mailand

Premiere: 17. September 15
Wiederaufnahme: Samstag, 13. Januar 24 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Spielleitung: Silvia Gatto
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Jessica Karge
Licht: Andreas Frank
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Regine Palmai
Leitung Jugendchor: Niklas Sikner

Besetzung:

Otello: Andreas Schager
Desdemona: Elena Bezgodkova
Jago: Aluda Todua
Cassio: Gustavo Quaresma
Rodrigo: Erik Biegel
Lodovico: Young Doo Park
Emilia: Karin Strobos
Montano: Darcy Carroll
Bianca: Josefine Rau

Chor, Chorsolisten & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Jugendkantorei der Ev. Singakademie Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Wiederaufnahme: Das Rheingold

Am Anfang steht die unberührte, unschuldige Natur: Aus den Tiefen des Rheins, aus einem sich langsam aufschichtenden Es-Dur-Akkord, steigt im Vorspiel zu »Das Rheingold« ein Kosmos mythischen Ausmaßes auf. Aus ihm entstehen Götter-, Menschen- und Zwergenwelt. Aber: An den Anfang seiner Nibelungen-Saga setzt Richard Wagner Gewalt und Betrug. Der Zwerg Alberich raubt den Rheintöchtern das Gold des Rheins und schmiedet es zu einem Ring, um den ein unheilvoller Machtkampf entbrennt. Alberich verliert den Ring durch eine List an den Göttervater Wotan, belegt ihn aber mit einem schrecklichen Fluch: Wer der Liebe entsagt, gewinnt durch den Ring die Weltherrschaft. Wotan muss den Ring aber an die Riesen Fasolt und Fafner abtreten, und prompt fordert der Ring sein erstes Opfer.

George Bernard Shaw bezeichnete den »Ring« 1896 hellsichtig als »Drama der Gegenwart«, das erst nach der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, unter dem Eindruck von imperialen Machtkämpfen und fortschreitender Industrialisierung, hatte geschrieben werden können. Der politische und gesellschaftskritische Gehalt des Werks ist bis heute aktuell und lädt Künstler und Publikum zur Auseinandersetzung ein. Im Aufstieg der Götter, der im Bau von Wallhall gipfelt, ist ihr Sturz und Ende schon angelegt. »Das Unrecht, das sie verfolgen, haftet an ihnen selber«, so Wagner in seinem Prosaentwurf des Dramas.

Das Rheingold

Der Ring des Nibelungen | Vorabend

Von: Richard Wagner (1813 – 1883)
Libretto vom Komponisten

Uraufführung 1869 in München

Premiere: 13. November 16
Wiederaufnahme: Sonntag, 28. Januar 24 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Michael Güttler
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Antje Sternberg
Licht: Andreas Frank
Video: Falko Sternberg
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Wotan: Derrick Ballard
Donner: Birger Radde
Froh: Aaron Cawley
Loge: Thomas Blondelle
Alberich: KS Thomas de Vries
Mime: Paul Kaufmann
Fasolt: Timo Riihonen
Fafner: Young Doo Park
Fricka: Katrin Wundsam
Freia: Betsy Horne
Erda: Helena Köhne
Woglinde: Anastasiya Taratorkina
Wellgunde: Fleuranne Brockway
Floßhilde: Louise Fenbury

Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Extras & Konzerte:

Neujahrs-Kammerkonzert: Sonntag, 7. (11:00 Uhr), Samstag, 13. (15:00 Uhr) und Sonntag, 14. Januar 24 (11:00 Uhr) im Foyer Großes Haus

Lieder-Soiree Alyona Rostovskaya
Montag, 15. Januar 24 (Foyer Großes Haus)
In der Tradition der Abendgesellschaften des 19. Jahrhunderts stehen die Lieder­-Soireen, zu denen die Sängerinnen und Sänger des Opernensembles des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden monatlich montags einladen.
Für die Soiree im Januar hat die Sopranistin Alyona Rostovskaya – in Wiesbaden bekannt durch ihre Auftritte als Contessa, Hanna Glawari und Pamina – ein vielseitiges Programm zusammengestellt.
Im Ticket inbegriffen sind ein Glas Wein oder ein alkoholfreies Getränk und Canapés (vegetarisch / nicht vegetarisch), die zur Soiree serviert werden.

3. Sinfoniekonzert: Mittwoch, 17. Januar 24 (Kurhaus Wiesbaden)

Großer Kostümverkauf: Samstag, 27. Januar 24

Gastspiele Tanz:
Core (Horta): Di. 16. Januar 24 (Großes Haus)
Voodoo Waltz (van Opstal): Do. 25. januar24 (Großes Haus)
Salón Tango (mit Fuego Sur): Fr. 26. Januar 24 (22:00 Uhr; Foyer Großes Haus)

hr2-Hörgala ~ Große Kleinkunstrevue: Samstag, 27. Januar 24 (Großes Haus)
hr2-Kinderhörgala, Sonntag, 28. Januar 24 (15:00 Uhr; ab 6 Jahren; Kleines Haus)

staatstheater-wiesbaden.de