Premieren und Konzerte im Dezember am Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas J. Etter


A Family Business

A Family Business verbindet das Globale mit dem Lokalen. In einer Welt mit so vielen Verbindungsmöglichkeiten ist es immer noch leicht zu denken, dass globale Probleme wie die Verbreitung von Atomwaffen in einem unantastbaren Raum stattfinden, der von politischen und diplomatischen Kräften regiert wird, zu denen wir keinen Zugang haben. Aber die Menschen, die diese existenziellen Bedrohungen in ihren Händen und ihrer Verantwortung haben, sind immer noch genau das – Menschen.

Das Stück untersucht, was es für eine gewöhnliche Person bedeutet, damit beauftragt zu sein, eine große Gruppe anderer gewöhnlicher Menschen zu repräsentieren. A Family Business handelt von Diplomat*innen, Aktivist*innen, der globalen Bedrohung durch Atomwaffen – aber es geht auch um das Publikum, das an einem bestimmten Abend erscheint. Es soll dabei nicht zu Anti-Atom-Aktivist*innen oder Diplomat*innen erzogen werden, sondern an deren Erfahrungen teilhaben.

In jeder Vorstellung werden die Zuschauer*innen in die Lage versetzt, andere vertreten zu müssen. Wie wirkt sich das auf unsere Einstellung zu Machtungleichheit und den lokalen Auswirkungen globaler Entscheidungen aus – und wie wollen wir ganz persönlich damit umgehen?

A Family Business

Von: Chris Thorpe

Premiere am Staatstheater Mainz: Freitag, 2. Dezember 22 (U17)

In englischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion von China Plate Theatre und dem Staatstheater Mainz.
Supported by Warwick Arts Centre and using public funding by the National Lottery through Arts Council England.

Entwickelt mit: Rachel Chavkin und Lekan Lawal
Inszenierung: Claire O’Reilly
Ausstattung: Eleanor Field
Musik: Anna Clock
Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Mit: Efè Agwele, Andrea Quirbach, Chris Thorpe, Sebastián Capitán Viveros


Peter Pan

Ein Junge, ganz in Grün gekleidet, fliegt über die Insel Nimmerland – und ist weltberühmt: Peter Pan.

Mühelos bewegt er sich zwischen realer Welt und Fantasiereich. Eines Nachts nimmt er das Mädchen Wendy und ihre beiden Brüder John und Michael mit an jenen Ort, an dem all das passiert, woran man glaubt. Dort erleben sie allerlei Aufregendes und Fantastisches und bringen schließlich Piratenkapitän Hook gemeinsam zur Strecke.

Bereits seit dem Jahr 1904 fliegt die von James M. Barrie erfundene Kunstfigur Peter Pan durch Nimmerland und seine Abenteuer wurden bereits gut zwanzigmal verfilmt.

Komponist Richard Ayres widmet dem nie erwachsen werdenden Helden eine klangintensive Oper für junge und ältere Menschen und setzt sich mit seiner furiosen Partitur und den exaltierten Gesangspartien bewusst von den verniedlichenden Musicalversionen der letzten Jahrzehnte ab. Die Figuren aus der realen Ebene werden kunstvoll-psychologisch mit denen der Traumwelt gekoppelt und so rückt die Machart in die Nähe der Erzählweise eines E.T.A. Hoffmann.

Mit viel Fantasie geht Regisseurin Nina Kühner die Herausforderung an, diese Geschichte über das Kindsein in Szene zu setzen.

Peter Pan

Oper
Von: Richard Ayres (No. 45, 2013)
Libretto: Lavinia Greenlaw
Deutsche Übersetzung: Adelheid und Jürgen Dormagen

Premiere am Staatstheater Mainz: Samstag, 17. Dezember 22 (Kleines Haus; ab 10 Jahren)

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Nina Kühner
Bühne: Hanna Zimmermann
Kostüme: Claudia Casera
Licht: Ulrich Schneider
Choreografie und Akrobatikcoach: Petra Quednau
Chor: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Sonja Westerbeck

Besetzung:

Peter Pan: Yosemeh Adjei
Wendy: Maren Schwier
Mr. Darling / Captain Hook: Stephan Bootz
Mrs. Darling: Anke Steffens / Verena Tönjes
John: Mark Watson Williams
Michael: Alexandra Samouilidou
Tinkerbell: Adriane Große
Nana / Starkey: Gregor Loebel
Smee: Myungin Lee
Slightly: Dennis Sörös
Curly: Seok-Gill Choi
Nibs: Augustin Sanchez Arellano
Tootles: Frederik Bak
Junges Ensemble: Karolina Liçi, Luisa Sagliano, Sasou Yolanda van Oordt

Statisterie des Staatstheater Mainz
Herrenchor des Staatstheater Mainz
Mitglieder des Mainzer Domchors, Mädchenchors am Dom und St. Quintin (Einstudierung: Jutta Hörl, Michael Kaltenbach)
Philharmonisches Staatsorchester Mainz


3. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

Am 2. und 3. Dezember 22 (Großes Haus)

Zu Beginn der Weihnachtszeit nimmt das Philhar?nonische Staatsorchester Mainz sein Publikum im 3. Sinfoniekonzert am 2.+3.12. im Großen Haus mit auf eine weitläufige Klangreise von Spanien über Österreich bis nach Finnland.

Unter der Leitung von Daniel Montane‘ liegt mit der Uraufführung des 2018 komponierten Werks Cosmos von Alejandro Civilotti der musikalische Startpunkt in Spanien, zählt doch Civilotti zu den bedeutendsten Komponisten der zeitgenössischen spanischen Musikszene.

Mit dem Konzert KV 488 für Klavier und Orchester, einem der großen Wiener Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, verschlägt es das Publikum dann in die österreichische Hauptstadt. Solistische Brillanz an den Tasten verspricht der international renommierte amerikanische Pianist Robert Levin.

Den klangmächtigen Abschluss der Reise bildet der Halt in Finnland – mit der 5. Sinfonie des Komponisten Jean Sibelius. Inspiriert von der Naturerfahrung Finnlands entfaltet sich in diesem Werk ein eindrucksvoller Klangkosmos, dessen Finale von der Beobachtung und dem Gesang von 16 fliegenden Schwänen angeregt wurde. Und vermutlich mag es nur ein Zufall sein, dass das letzte Werk des 3. Sinfoniekonzerts zu Beginn der Weihnachtszeit von einem finnischen Komponisten stammt – lebt doch schließlich der Weihnachtsmann im finnischen Teil von Lappland.


Weihnachtskonzert „Musikalische Schlittenfahrt“

Weihnachtlich-winterliche Klänge, die das Herz erwärmen, gehören für viele Musikfreund*innen fest zu den Weihnachtstagen. In diesem Jahr verbindet Generalmusikdirektor Hermann Bäumer Weihnachtsklassiker mit stimmungsvollen Neuentdeckungen. Freuen Sie sich neben Musik von Pjotr I. Tschaikowskij u. a. auch auf Jean Sibelius’ Karelia-Ouvertüre und Lars-Erik Larssons En Vintersaga.

Weihnachtskonzert „Musikalische Schlittenfahrt“

Mit Werken von Engelbert Humperdinck, Jean Sibelius, Pjotr I. Tschaikowskij u.a.

Am: Sonntag, 25. Dezember 22 (1. Weihnachtsfeiertag; 18:00 Uhr; Großes Haus)
Dirigat: Hermann Bäumer
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Sam Hogarth invites … Jim Hart, Martin Gjakonowski und Silvio Morger

In der beliebten Reihe Jazz im Kakadu heißt es wieder: Sam Hogarth invites … Am Vibrafon ist dieses Mal einer der gefragtesten Musiker der Jazz- und Alternative-Szene Europas: Jim Hart. Der gebürtige Brite definiert seine kreative Persönlichkeit durch einen ausgeprägten Sinn für Harmonie, Melodie und Rhythmus. Martin Gjakonowski war sieben Jahre lang festes Mitglied im Trio der Deutschen Jazzlegende Paul Kuhn und gehört zu den gefragtesten Bassisten Deutschlands. An den Drums ist Silvio Morger zu erleben. Der Schweizer fing das Schlagzeugspielen im Alter von zehn Jahren an und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Karten sichern, bevor es zu spät ist!

Sam Hogarth invites … Jim Hart, Martin Gjakonowski und Silvio Morger

Am Freitag, 16. Dezember 22 (Kakadu Bar)
Klavier: Sam Hogarth
Vibraphon: Jim Hart
Bass: Martin Gjakonowski
Drums: Silvio Morger


Karten gibt es online unter staatstheater-mainz.com oder an der Kasse im Staatstheater.