Gerhild Steinbuchs »In letzter Zeit Wut« ab 12. November am Schauspiel Frankfurt

»In letzter Zeit Wut« und »Wickie und die starken Männer«

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

Bilder. Kopien von Bildern. Kopien von Kopien von Bildern. Wie eine Nachtschicht von Facebook-Contentmoderator:innen arbeitet sich ein Chor durch eine Flut von Bildern aus Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft und Fiktion. Die Frauen kopieren die Rückseiten der Bilder, sortieren Orte und Szenen eines Widerstands gegen die intakten Heldengeschichten der Sieger heraus, speisen das raubkopierte Material wieder in den Stream ein – Material, das sich im Kopierprozess verformt, bis es lebendig wird. Um 392 v. Chr. schrieb der griechische Dichter Aristophanes seine Komödie »Frauenvolksversammlung«, in der als Männer verkleidete Frauen im Parlament das Patriarchat abschaffen.

Die mehrfach ausgezeichnete österreichische Autorin Gerhild Steinbuch begibt sich mit ihrer modernen Überschreibung der antiken Komödie auf Spurensuche nach einer Welt vor oder zwischen den herrschaftlichen, gewalttätigen Bildern. Sie lässt ihre Protagonistinnen suchen nach der Idee einer eigenen Frauenvolksversammlung als Möglichkeit einer Heterotopie.


In letzter Zeit Wut

Von: Gerhild Steinbuch

Premiere/Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: 12. November 21 (Kammerspiele)

Regie: Christina Tscharyiski
Bühne: Sarah Sassen
Kostüme: Svenja Gassen
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Licht: Frank Kraus

Mit: Isaak Dentler, Sarah Grunert, Tanja Merlin Graf, Katharina Linder, Melanie Straub, Uwe Zerwer

Die nächste Vorstellung: 28. November um 18.00 Uhr

schauspielfrankfurt.de