Premieren am Schauspiel Frankfurt im Januar 2022

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

»Hedda Gabler« von Henrik Ibsen

Premiere am 15. Januar 2022, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Die Frischvermählten kehren von ausgedehnten Flitterwochen zurück, das neue Heim ist teuer eingerichtet, und auch der nächste Karriereschritt scheint in greifbarer Nähe: Für den Kunsthistoriker Tesman und seine Frau Hedda, Tochter des Generals Gabler, steht vermeintlich kein Wölkchen der Sorge am Himmel. Doch in Wahrheit sind die Möbel auf Pump gekauft, Hedda langweilt sich mit ihrem biederen Gatten zu Tode und der erhofften Berufung Tesmans zum Professor könnte die Ankunft seines Rivalen Lövborg ein rasches Ende bereiten. Lövborg, über seine unerwiderte Liebe zu Hedda jahrelang dem Alkohol verfallen, hat ein Manuskript im Koffer, auf dem alle Hoffnungen ruhen. Nach einer durchzechten Nacht sind die Papiere verschwunden. Verzweifelt vertraut er sich Hedda an. Doch Hedda will Macht – über ihr eigenes Schicksal und das anderer. Als Antwort gibt sie Lövborg eine Pistole, um sich umzubringen. Nur eine Bitte hat sie dabei: »Könnten Sie nicht darauf bedacht sein, dass – dass es in Schönheit geschieht?«

Regie: Mateja Koležnik
Bühne: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Ana Savić-Gecan
Musikalische Einrichtung: Bert Wrede
Sounddesign: Christoph Mateka
Dramaturgie: Alex Leiffheidt
Licht: Marcel Heyde

Mit: Torsten Flassig, Tanja Merlin Graf, Manja Kuhl, Katharina Linder, Peter Schröder, Andreas Vögler

Die nächsten Vorstellungen: 20./ 21./ 27./ 28. Januar um 19.30 Uhr


»Liberté oh no no no« von Anja Hilling

Uraufführung am 14. Januar 2022, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt

Eine Tochter aus gutem Haus. Eine Idee vom gelungenen Leben. Die Freiheit, einen Beruf zu ergreifen, sich selbst zu erfinden. Aber ist es die eigene Idee, oder eine fremde? Wessen Vorstellungen folgen wir, wenn wir unser Selbstbild entwickeln? Welche Grenzen bestimmen unser Dasein, unser Geschlecht, unser Begehren? Inspiriert von Rimbauds »Illuminationen« entwickelt Anja Hilling ein irisierendes Stationendrama: Schlaglichter der Kindheit wechseln sich ab mit Szenen einer jungen Berufstätigen, Großstadtbilder knallen auf Momente absoluter Einsamkeit. Splitter unserer Gegenwart verdichtet Anja Hilling zu einer rasenden Suchbewegung nach – Glück? Schmerz? Liebe? Gott? Freiheit? Oh no no no …
Anja Hilling ist eine Poetin unter den zeitgenössischen Dramatikerinnen. Dicht und fordernd ist ihre Sprache, überreich an Bildern, voller Anspielungen und Referenzen, genau rhythmisiert.

Regie: Sebastian Schug
Bühne: Thea Hoffmann-Axthelm
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Thorsten Drücker
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Licht: Ellen Jaeger

Mit: Angelika Bartsch, Lotte Schubert, Mark Tumba, Uwe Zerwer

Die nächste Vorstellung: 21. Januar um 20.00 Uhr

Gefördert vom Patronatsverein


»Im Herzen tickt eine Bombe« von Wajdi Mouawad

Klassenzimmerstück ab 14 Jahren
Update: Die Premiere wurde auf den 16. Juli 2022 verlegt!

Mitten in einer stürmischen Winternacht erhält Wahab einen Anruf seines Bruders: Ihre Mutter liegt im Sterben. Auf dem Weg ins Krankenhaus, im schlimmsten Schneegestöber, kämpft Wahab mit seinen Gedanken und Erinnerungen – an seine Mutter, seine Familie, seine ferne Heimat, den Krieg, den er dort als Kind miterleben musste. Schmerz und Liebe, Wut und Zärtlichkeit ringen offen und intensiv in Wahabs innerem Monolog miteinander.
Der preisgekrönte libanesische-kanadische Autor Wajdi Mouawad erzählt von einem jungen Mann, dessen Erfahrung sich in vielen Biografien wiederholt. Flucht, Migration, Kriege – sie hinterlassen Spuren im Menschen. Doch das Erwachsenwerden auch.

Regie: Martha Kottwitz
Bühne: Olga Gromova
Kostüme: Anna Sünkel
Musik: Max Mahlert und Alex Matwijuck
Dramaturgie: Katja Herlemann

Mit: Abdul Aziz Al Khayat*, Marie Julie Bretschneider*

*Mitglieder des Studiojahr Schauspiel

Das Studiojahr Schauspiel wird ermöglicht durch die Aventis Foundation und die Crespo Foundation

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