Premiere von »Idomeneo« bei den Münchner Opernfestspielen am 19. Juli

Kostenloser Live-Stream am 24. Juli auf Staatsoper.TV, ab Mo, 26. Juli, 19.00 Uhr für 30 Tage als Video-on-Demand

© Sebastian Flegl auf Pixabay

Wolfgang Amadeus Mozarts Idomeneo feiert am 19. Juli 2021 um 18.00 Uhr im Prinzregententheater im Rahmen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele Premiere. Am Dirigentenpult steht Constantinos Carydis. In der Inszenierung von Antú Romero Nunes ist Matthew Polenzani in der Rolle des Idomeneo zu erleben. Emily D’Angelo (Idamante), Hanna-Elisabeth Müller (Elettra) sowie Olga Kulchynska (Ilia) und Martin Mitterrutzner (Arbace) geben ihre Rollendebüts im Rahmen dieser Neuproduktion.

Die Vorstellung am 24. Juli wird live auf STAATSOPER.TV und auf BR-Klassik übertragen.

Zum Werk

Am 29. Januar 1781 war das Münchner Cuvilliés-Theater Schauplatz einer besonderen Uraufführung: Auf dem Programm stand Idomeneo. Für das 25-jährige Salzburger Junggenie Wolfgang Amadeus Mozart war die Oper ein Meilenstein in seinem künstlerischen Schaffen. Er entwickelte eine Musiksprache, die in ihrer Klangfarbe und mit ihren musikalischen Formen hervorstach. Auch der antike Stoff um den kretischen König, der nach dem trojanischen Krieg wieder in seine Heimat zurückkehrt, war in seiner archaischen Wucht einzigartig. Mozart übersetzte die Handlung in eine aufklärerisch-humane Wendung. Der Konflikt Idomeneos, der dem Meeresgott versprochen hatte, den ersten Menschen auf Kreta zu opfern, dem er begegnet, löst Mozart die Oper auf unerwartete Weise. Idomeneo begegnet seinem Sohn Idamante, der folglich als Menschenopfer sein Leben lassen müsste. Zwischen Verzweiflung, Schmerz und der Erkenntnis der Unausweichlichkeit des Schicksals bahnt sich ein versöhnlicher Weg an: Idomeneo verzichtet auf seine Macht, der Gott wiederum auf sein Opfer. Mozarts Blick auf politische und göttliche Macht galt als bahnbrechend zur damaligen Zeit.

Zur Inszenierung

Der Regisseur Antú Romero Nunes – inzwischen Schauspieldirektor am Theater Basel – inszeniert nach Guillaume Tell (2015) und Les Vêpres siciliennes (2018) – das dritte Mal an der Bayerischen Staatsoper. Seine bildmächtige Regiesprache verlebendigt die monumentalen Skulpturen der Bühnenbildnerin Phyllida Barlows. Bildende Kunst wird zur bewegten und belebten Bühne und holt den antiken Stoff in die Gegenwart.

Spätestens seitdem sie auf der Biennale von Venedig den Britischen Pavillon gestaltete, zählt die Bildhauerin Phyllida Barlow zu den renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre monumentalen Skulpturen aus groben Alltagsmaterialien scheinen einem Zwischenraum zwischen Zivilisation und Natur entsprungen und erzählen gleichzeitig von Zerstörung wie von der Utopie des Neuanfangs.

Für Idomeneo hat sie erstmals das Bühnenbild einer Opernproduktion entworfen. Inspirieren ließ sich die an der britischen Nordküste aufgewachsene Künstlerin dazu von Objekten, in denen sich das Ringen der Küstenbewohner mit dem Meer widerspiegelt: Von Wellenbrechern, die die Gewalt der Wellen abwehren sollen und von Aussichtsposten, die gewissermaßen einen Blick in die Zukunft ermöglichen, aber auch von Felsbrocken, in denen sich die Beständigkeit von Jahrmillionen mit der Gefahr des Unglücks verbindet.

Zur Besetzung

Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht mit Constantinos Carydis ein ausgewiesener Mozartexperte, der eine pointierte neue Fassung der Oper erstellt hat. Die Titelpartie wird von Matthew Polenzani gesungen. In weiteren Rollen sind Emily D’Angelo (Idamante), Olga Kulchynska (Ilia) sowie Hanna-Elisabeth Müller (Elettra) und Martin Mitterrutzner (Arbace) zu erleben. Die vier Künstler geben Ihre Rollendebüts.


Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo

Premiere: 19. Juli 2021, 18.00 Uhr (Prinzregententheater)

LIVE-STREAM
Sa, 24. Juli 2021, 18.00 Uhr
Prinzregententheater

Ab Mo, 26. Juli, 19.00 Uhr für 30 Tage als Video-on-Demand erhältlich.
Kostenfrei
staatsoper.de/on-demand

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