Premiere von Carl Maria von Webers »Der Freischütz« am Anhaltischen Theater Dessau

Carl Maria von Webers »Der Freischütz« feiert am 26. Oktober 2018 Premiere am Anhaltischen Theater Dessau (© Anhaltisches Theater Dessau)

Am Freitag, den 26. Oktober lädt das Anhaltische Theater Dessau zur Premiere „Der Freischütz“ um 19.30 Uhr ins Große Haus ein. Die Oper von Carl Maria von Weber inszeniert Saskia Kuhlmann. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Markus L. Frank.

„Der Freischütz ist die erste psychoanalytische Oper. Sie handelt von Menschen, die sich in ihren Phantasien oder unter Zuhilfenahme düsterer Mächte aus der geistigen Enge der sie umklammernden Gesellschaft zu befreien suchen,“ so Regisseurin Saskia Kuhlmann über Webers berühmte Oper. Ein dichter Wald und eine isolierte Siedlung sind die Szenerie einer Geschichte über drei junge Menschen. Während Kaspar vor dem Druck der Gemeinschaft in die Magie flüchtet, hadern Max und Agathe bis zum Ende mit den ihnen zugedachten Rollen. Aus dem 1810 erschienenen Gespensterbuch von Johann August Apel nahm Friedrich Kind die Idee für sein Opernbuch. Und Carl Maria von Weber gelang mit seiner drängend-dramatischen, sehnsüchtig schwelgenden oder volksliedhaft ohrwurmenden Vertonung 1821 in Berlin ein Sensationserfolg, so dass er an seinen Textdichter schreiben konnte: »Der Freyschütze hat ins Schwarze getroffen!«

Der Freischütz
Romantische Oper in drei Akten
Musik von Carl Maria von Weber, Libretto von Johann Friedrich Kind
Premiere am Anhaltischen Theater Dessau: 26. Oktober 18
Soirée „Der Freischütz“ ~ Werkeinführung mit Probenbesuch: 17. Oktober um 18.30 Uhr
Theaterpredigt „Der Freischütz“: 28.10.2018 (um 14.30 Uhr in der Kirche St. Johannis)
Die Produktion wird großzügig unterstützt durch die AHLSA GmbH.

Musikalische Leitung: Markus L. Frank
Inszenierung: Saskia Kuhlmann
Bühne: Dietrich Von Grebmer
Kostüme: Katja Schröpfer
Video: Angela Zumpe
Dramaturgie: Felix Losert

Mit: David Ameln, Kostadin Argirov, KS Iordanka Derilova, Don Lee, Cornelia Marschall/Ines Lex, KS Ulf Paulsen, Cezary Rotkiewicz, Ray M. Wade, Jr./Alexander Geller u.a.

Opernchor des Anhaltischen Theaters Dessau
Extrachor des Anhaltischen Theaters Dessau
Anhaltische Philharmonie Dessau

Saskia Kuhlmann, geboren in Friedberg/Hessen, wuchs in Berlin auf und spielte Kinderrollen an den Staatstheatern. Sie studierte an der Hochschule für Musik Berlin und in London Gesang und Querflöte und bewarb sich daraufhin als Assistentin am Staatstheater Saarbrücken, der Deutschen Oper Berlin, beim Glyndebourne-Festival und bei den Salzburger Festspielen, um sich auf ihre Regie-Tätigkeit vorzubereiten. Mehr als 80 Inszenierungen führten Saskia Kuhlmann u.a. an die Deutsche Oper Berlin und die Wiener Staatsoper, die Staatstheater Braunschweig, Darmstadt, Oldenburg und Meiningen, die Theater Innsbruck, Regensburg und Osnabrück, die Festspiele in Eutin, Rheinsberg und Heidelberg. Für ihre Inszenierung von Bergs Lulu am Theater Erfurt wurde sie 2011 im Jahrbuch der Opernwelt als beste Regisseurin nominiert. Sie inszenierte an der New National Opera in Tokyo Bartóks Herzog Blaubarts Burg, an der Tulsa-Opera Oklahoma Puccinis Tosca, beim Reykjavik-Festival Wagners Der fliegende Holländer und dem Enescu-Festival in Bukarest Enescus Oedipe. Ihre letzte Inszenierung war Henzes Pollicino an der Oper Köln. Saskia Kuhlmann lehrte als Gastprofessorin an den Hochschulen für Musik und Theater in Hamburg und München sowie an der Universität der Künste Berlin. Regelmäßig gibt sie Meisterkurse bei der Internationalen Lotte Lehmann Akademie. Sie war Geschäftsführerin der Götz Friedrich Stiftung und Jurymitglied beim Bundeswettbewerb Gesang und bei Young Euro Classics in Berlin.

Weitere Vorstellungen: 26.10.18, 19.30 Uhr | 3.11.18, 17 Uhr | 18.11.18, 17 Uhr | 2.12.18, 16 Uhr | 26.12.18, 17 Uhr | 20.1.19, 16 Uhr | 10.2.19, 17 Uhr | 24.3.19, 16 Uhr | 10.5.19, 19.30 Uhr | 22.6.19, 16 Uhr

www.anhaltisches-theater.de