Premiere von »ACHSCHAV:עכשיו:JETZT« im Frankfurt LAB

»ACHSCHAV:עכשיו:JETZT ~ Vorabbild ~ © De-Da Productions

Tanz – Gesang – Performance

Zwei Tänzerinnen, eine Sängerin und – ein Publikum. Endlich können wir uns wieder begegnen! Doch wie berühren wir uns nach der Pandemie? „Back to normal“ erscheint angesichts neuer globaler Krisen kaum denkbar. Isolation war gestern. Doch was ist JETZT?
Wie können wir durch Interdisziplinarität Brücken bauen und Grenzen überwinden, eine gemeinsame Sprache finden? Wir wollen mit und voneinander lernen, wie Begegnung JETZT möglich ist.

ACHSCHAV:עכשיו:JETZT, von Gal Fefferman, Julia Hagen und Nicolai Bernstein – in Zusammenarbeit mit den Performerinnen -, hat am 6. Mai 2022 Premiere im Frankfurt LAB.

Das Stück ist eine Fortentwicklung der Performance HINENI. Here I am – הנני– Hier bin ich, die am 9. April 2021 als Video on-Demand Premiere im studioNAXOS hatte und bei den Hessischen Theatertagen 2021 nominiert war. Dieselbe Besetzung, nämlich Magdalena Dzeco, Evie Poaros und Sophie Wenzel, die sich im Frühjahr 2021 auf die Suche nach Gemeinschaft in Zeiten der Pandemie begeben hat, untersucht in ihrem aktuellen, nun Live aufgeführten Projekt, die Begegnung in einer vermeintlich postpandemischen Zeit.

Konzept: Gal Fefferman und Julia Hagen
Choreografie: Gal Fefferman, zusammen mit den
Performerinnen: Magdalena Dzeco, Evie Poaros, Sophie Wenzel
Musikalische Leitung: Nicolai Bernstein
Dramaturgie: Julia Hagen
Produktionsleitung: Anna Bolender
Licht und Raumkonzept: Simon Möllendorf
Kostüme: Patscharaporn Distakul
Bühnenbild: James Chan-A-Sue
Bühnenbild Konstruktion: Tilman Stallknecht
Produktionsassistenz: Julia Rilling
Presse: Dörthe Krohn

Premiere: Freitag, 06.05.2022, 19:30 Uhr
Weiter Aufführungen: Sonntag, 08.05.2022 um 15:30 Uhr und um 19:30 Uhr
Ort: Frankfurt LAB – Halle 2 – Schmidtstr. 12, 60326 Frankfurt am Main
Tickets: mailto:kartenreservierung-achschav@web.de
Solidarisches Preissystem 5€ – 20€ (pay as you can)

Mehr Infos zu HINENI: galfefferman.com.


Kurzbiografien

Gal Fefferman ist eine freischaffende Choreografin und Tänzerin, geboren 1991 in Israel. Seit 2011 lebt sie in Frankfurt am Main, wo sie einen BA in zeitgenössischem Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst absolvierte. Seit 2017 arbeitet sie als Choreografin in interdisziplinären Projekten u.a. mit dem Dirigenten Nicolai Bernstein und der Kammerphilharmonie Frankfurt zusammen. Ihr choreografisches Filmprojekt HINENI, das 2021 im studioNAXOS in Frankfurt uraufgeführt wurde, wurde zu mehreren Theaterfestivals eingeladen, darunter die Hessischen Theatertage 2021 und das MADE.Festival 2022. Kürzlich begann sie zusammen mit der Tänzerin und Choreografin Evie Poaros einen interdisziplinären Austausch mit der bildenden Künstlerin Christine Reifenberger. In Zusammenarbeit mit Dramaturgin Julia Hagen entwickelt sie interdisziplinäre Prozesse, die sich mit den Erfahrungen von Frauen, vor allem denen, die in ihren Performances auf der Bühne stehen, auseinandersetzen.
Julia Hagen studierte Dramaturgie in Ludwigsburg und Theaterwissenschaft in Leipzig, währenddessen engagierte sie sich in der ästhetischen und kulturellen Bildung in Bihar (Indien). Sie arbeitet als freie Dramaturgin unter anderem mit Philipp Rosendahl und Johanna Wehner (Staatstheater Kassel), Florian Hertweck (Nationaltheater Mannheim), Winnie Karnofka (Theater der Jungen Welt Leipzig) und dem Ensemble Materialtheater (Stuttgart). Weitere Projekte realisierte sie mit Choreograph*innen wie Constantin Hochkeppel (Köln) und Gal Fefferman (Frankfurt) sowie der Stiftung Brückner-Kühner (Kassel).

Nicolai Bernstein studierte zunächst Violine u.A. bei Prof. Sophia Jaffé an der
Musikhochschule Frankfurt. Anschließend studierte er im Masterstudiengang für historische Interpretationspraxis. Seit einigen Jahren ist er vermehrt als Dirigent tätig und seit 2016 Chefdirigent und Teil des künstlerischen Managements der „Kammerphilharmonie Frankfurt“. Mit diesem jungen, innovativen Ensemble verwirklichte er 2017 das interdisziplinäre Projekt „The Melting Pot“. Als Dirigent debütierte er 2018 beim Festival „Europäische Wochen Passau“ mit seinem Mozartprojekt „The Unanswered Question”. Seit 2019 ist er Stipendiat der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche-Bank-Stiftung.

Magdalena Dzeco absolvierte ihren Bachelor of Arts im Studium für zeitgenössischen und klassischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und in einem Erasmussemester an Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin in interdisziplinären Projekten, Workshops und Performances mit internationalen KünstlerInnen zusammen. Seit 2011 ist sie Mitglied der Gunter Hampel Music&Dance Improvisation Company und seit 2018 in einigen Produktionen von Billinger und Schulz zu sehen. Als Gründungsmitglied des Sphere Collective beschäftigt sie sich mit kollektiver Choreografiearbeit. Im Fokus der Improvisation arbeitet sie vor allem mit freien Strukturen aus denen sich weiterführend Projekte entwickeln.

Evie Poaros ist Tänzerin und Performerin aus Großbritannien mit Wohnsitz in Frankfurt am Main. Nach ihrem Bachelorabschluss in klassischem und zeitgenössischem Tanz an der HfMDK Frankfurt sammelte sie erste Erfahrungen bei der renommierten Forsythe Company in Frankfurt (2014-2015). Sie war an interdisziplinären Projekten mit dem Ensemble Modern und der Kammerphilharmonie Frankfurt beteiligt und arbeitet aktiv mit lokalen Choreographinnen und Regisseurinnen bei Uraufführungen zusammen. Zu ihren jüngsten Filmauftritten gehören der 2021 entstandene Tanzfilm „HINENI“, choreografiert von Gal Fefferman und als Solistin und Dance Captain in „Obscura Nox“, einem musikalischen Kurzfilm unter der Regie von Mary Birnbaum und choreografiert von Claudia Schreier. Seit 2015 ist Evie regelmäßig auf der Bühne der Oper Frankfurt zu sehen, unter anderem in Ted Huffmans Version von Rinaldo
(2017, 2019), Barrie Koskys Inszenierung von Carmen (2017-2021) und in mehreren Produktionen von Claus Guth (2016-2021) u.a. Die Lustige Witwe. Zuletzt gab Evie ihr Debüt am Royal Opera House in London, wo sie in Claus Guths neuer Produktion von Janáčeks Jenůfa tanzte.

Die in Frankfurt am Main geborene Mezzosopranistin Sophie Wenzel schloss zunächst einen Bachelor in Gesang und Gesangspädagogik am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt a. M. ab. Es folgte ein Masterstudium Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Prof. Thomas Heyer, welches Sie 2018 erfolgreich beendete. Als ausgebildete Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin arbeitet sie neben ihrer Tätigkeit als Sängerin und Gesangspädagogin außerdem logopädisch. Seit Herbst 2021 leitet Sophie Wenzel ihr eigenes „Studio für Stimme“ in Frankfurt.


ACHSCHAV:עכשיו:JETZT ist gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und durch das Frankfurt LAB – Emerging Artists Program 2022 (mit freundlicher Unterstützung durch die Crespo Foundation und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main sowie die BHF BANK Stiftung und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst- und Kulturpflege).
Erarbeitet im ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main, eine Initiative von ID_Frankfurt – Independent Dance and Performance e.V.. Weiterhin unterstütz durch studioNAXOS und das Frauenreferat Frankfurt am Main im Rahmen der Ausstellung-/Veranstaltungsreihe “home.frankfurt.tela