Premiere am Opernhaus Zürich: »Così fan tutte« in einer Inszenierung von Kirill Serebrennikov

»Così fan tutte« feiert in einer Inszenierung von Kirill Serebrennikov am 4. November 2018 Premiere am Opernhaus Zürich (Bild: Dominic Büttner)

Um die Abgründe der Liebe geht es in fast allen Opern Mozarts – doch in keiner so ausschliesslich wie in Così fan tutte

Kirill Serebrennikov ist einer der derzeit interessantesten und unbequemsten Film-, Theater- und Opernregisseure Russlands. Am Moskauer Bolschoi-Theater war zuletzt das (zunächst mit Aufführungsverbot belegte) Ballett Nurejew in seiner Inszenierung zu sehen. Seit August 2017 steht Serebrennikov in Moskau unter Hausarrest. Ihm wird vorgeworfen, staatliche Gelder veruntreut zu haben; die Vermutung, dass es sich um eine Strafaktion gegen den politisch unbequem gewordenen Künstler handelt, liegt jedoch nahe. Das Opernhaus Zürich bringt Così fan tutte dennoch auf die Bühne. Serebrennikovs Konzept wird von seinem Co-Regisseur Evgeny Kulagin umgesetzt.

Premiere: 4. November 18

Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Kirill Serebrennikov
Umsetzung Inszenierung, Choreographie: Evgeny Kulagin
Mitarbeit Bühne: Nikolay Simonov
Mitarbeit Kostüm: Tatiana Dolmatovskaya
Lichtgestaltung: Franck Evin
Video-Design: Ilya Shagalov
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Dramaturgie: Beate Breidenbach

Besetzung:

Fiordiligi: Ruzan Mantashyan
Dorabella: Anna Goryachova
Guglielmo: Andrei Bondarenko
Ferrando: Frédéric Antoun
Despina: Rebeca Olvera
Don Alfonso: Michael Nagy

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Chorzuzüger
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Continuo Hammerklavier: Andrea del Bianco
Continuo Solo-Cello: Christine Theus

www.opernhaus.ch


Die ARD-Sendung titel, thesen, temperamente berichtet über die Hintergründe des Falls Kirill Serebrennikov. Hier geht’s zur Sendung.

Podiumsdiskussion zum Fall Serebrennikov
Zum Thema «Wie frei ist die Kunst in Russland?» wird mit Marina Davydova (Theaterkritikerin und Festivalleiterin aus Moskau), Ulrich Schmid (Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands) und Michail Schischkin (Schriftsteller) diskutiert.
28. Oktober 18, 15 Uhr, Spiegelsaal des Opernhaus Zürich. Eintritt frei. Kostenlose Tickets gibt es direkt an der Billettkasse oder telefonisch (+41 44 268 66 66).