Pläne der Oper Frankfurt im Zeichen der Corona-Krise

Oper Frankfurt 2018 (Foto: Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de)

Am Donnerstag, dem 12. März 2020, hatte der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus einen Erlass herausgegeben, demzufolge alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern ab sofort bis zum 19. April 2020 untersagt wurden. Danach wurden durch Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig alle Vorstellungen der Oper Frankfurt, also auch jene unter der angegebenen Zuschauerzahl, ab Freitag, dem 13. März 2020, bis auf weiteres abgesagt. Später wurde auch der Probenbetrieb in Folge der Umsetzung dieser Anweisung bis zum 19. April 2020 eingestellt.

Die Einschätzung des Verlaufs der Corona-Krise durch die Fachleute ändert sich rasend schnell, gerade deshalb ist das Interesse der Zuschauer*innen an den Plänen der Oper Frankfurt in den kommenden Wochen enorm. Daher sollen im Folgenden Antworten auf viele Fragen gegeben werden, vorerst jedoch nur bis zum „Stichtag“, dem 19. April 2020.

Grundsätzlich ist zu betonen, dass die Oper Frankfurt versucht, keine Produktion gänzlich zu streichen, sondern bestenfalls zu einem späteren Zeitpunkt – sei es nun noch in dieser Spielzeit oder in einer späteren Saison – mit den ursprünglich engagierten Künstler*innen nachzuholen. Neben den bisher ausgefallenen Repertoirevorstellungen sind folgende Produktionen der Oper Frankfurt betroffen:

Die Premiere von Rossinis Bianca e Falliero am 5. April 2020 sowie alle Folgevorstellungen der Produktion entfallen vorerst. Die Inszenierung wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden, der auch in einer der folgenden Spielzeiten liegen kann.

Die Wiederaufnahme von Brittens Peter Grimes am 11. April 2020 sowie alle Folgevorstellungen der Produktion entfallen. Auch diese Inszenierung soll zu einem späteren Zeitpunkt erneut gezeigt werden.

Die beiden konzertanten Aufführungen von Thomas’ Mignon am 17. und 19. April 2020 entfallen. Hier ist noch nicht entschieden, ob sie nachgeholt werden.

Die Uraufführung von Lucia Ronchettis Inferno im Bockenheimer Depot am 18. April 2020 sowie alle Folgevorstellungen werden verschoben. Die Inszenierung wird voraussichtlich im Juni 2021 gezeigt werden können.

Die beiden ersten Vorstellungen der Wiederaufnahme von Mozarts Don Giovanni am 24. und 26. April 2020 werden vermutlich entfallen, so dass die Serie mit der ursprünglich als dritte Vorstellung geplanten Aufführung am 17. Mai 2020 beginnen könnte.

Ebenso entfallen müssen vorerst der Liederabend mit Gaëlle Arquez am 31. März 2020 sowie sämtliche Foyerveranstaltungen bis zum 19. April 2020.

Die Oper Frankfurt hofft, bald einen angepassten Spielplan der laufenden Saison ab dem 1. Mai 2020 bzw. einem geringfügig späteren Zeitpunkt – abzüglich der Vorstellungen der oben genannten Produktionen – veröffentlichen zu können. Nach derzeitigem Stand wird zudem an einer Veröffentlichung des Spielplans 2020/21 am 28. April 2020 festgehalten.

Angaben zu den Modalitäten der Kartenrückgabe für Vorstellungen bis zum 19. April 2020 finden sich unter oper-frankfurt.de/de/news/?detail=469.