»Pimpinone oder die ungleiche Heirat« ab 18. Oktober 20 am Staatstheater Mainz

Außenansicht des Staatstheater Mainz (Archivbild; © Andreas Etter)

Als Direktor der Hamburger Oper komponierte Georg Philipp Telemann 1725 sein heiteres Intermezzo Pimpinone oder Die ungleiche Heirat. Wie damals üblich, wurde es zur Auflockerung zwischen den Akten einer tragischen Oper aufgeführt. Aber auch für sich stehend bietet Telemanns barocke Komödie ausreichend Stoff für einen kurzweiligen Abend. In der Regie von Hausregisseur K.D. Schmidt begeben sich Alexandra Samouilidou und Derrick Ballard in das hochkomplizierte Spannungsfeld zwischen Mann und Frau.

Vespetta ist hübsch, intelligent – und arbeitslos. Als sie dem reichen, aber deutlich älteren Pimpinone begegnet, sieht sie endlich eine Möglichkeit, ihre finanzielle Situation zu verbessern. Sie gibt sich ihm gegenüber tugendhaft und bescheiden. Gleichzeitig verdreht sie ihm mit allen Mitteln der Kunst den Kopf. Mit Erfolg: Pimpinone stellt sie für gutes Geld als Dienstmädchen ein und schließlich heiratet er sie. Doch statt sich wie versprochen um den Haushalt zu kümmern, entpuppt sich Vespetta als emanzipierte Frau des 18. Jahrhunderts, die ihren eigenen Willen durchzusetzen weiß.

Pimpinone oder die ungleiche Heirat

Intermezzo giocoso in drei Akten

Von: Georg Philipp Telemann
Uraufführung: 1725 (Hamburg)
Premiere am Staatstheater Mainz: 18. Oktober 20 (Kleines Haus)

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth
Inszenierung: K.D. Schmidt
Bühne: Matthias Werner
Kostüme: Lina Maria Stein
Licht: Frank Sobotta
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez

Besetzung:

Vespetta: Alexandra Samouilidou
Pimpinone: Derrick Ballard

staatstheater-mainz.de