Pianist Tim Allhoff veröffentlicht neues Album „Morla“

© Neue Meister / Edel

In der Jazzwelt ist der Münchner Pianist und Komponist Tim Allhoff schon mehrfach ausgezeichnet, aber auch in der Welt der Klassischen Musik ist er zu Hause. So arrangierte er das erste Album der Sopranistin Fatma Said und ging mit ihr zusammen auf Tour.
Kein Wunder also, dass er auf seinem neuesten Album mit dem Titel MORLA beide Welten miteinander vermischt. Eigene Kompositionen treffen auf Robert Schumann, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn oder den Songschreiber Sufjan Stevens. Geiger Niklas Liepe ist ebenso mit von der Partie, wie auch das junge und sehr spannende Leonkoro Quartett.

MORLA erscheint am 20.05.22 auf dem Label Neue Meister in Vertrieb von Edel:Kultur als CD & Doppel-Vinyl.

In einem Video auf YouTube erzählt Tim Allhoff wie das Album entstanden ist: youtu.be

Kontrastreiche Stimmungen

Mit seinem achten Album MORLA zeigt ECHO-Preisträger Tim Allhoff Neugier, Selbstbewusstsein und eine stilistische Vielfalt, die seine verschiedenen musikalischen Einflüsse abbildet. Seit vielen Jahren zählt er zu einem der wichtigsten Pianisten der deutschen Szene. Das Magazin JAZZTHING betitelt ihn als »Piano Shooting Star der Republik« und die SÜDDEUTSCHE gratuliert ihm, spätestens mit diesem Release, zum »Aufstieg in die Königsklasse der Solo-Pianisten«

MORLA ist die weise, gigantische Schildkröte aus dem Kinderbuch »Die Unendliche Geschichte« von Michael Ende. Sie lebt einsam in den Sümpfen der Traurigkeit und kennt dennoch jahrtausendealte Geschichten aus der ganzen Welt. Um von ihr die weisesten aller Ratschläge zu bekommen, muss man sich der Gefahr der Sümpfe ausliefern, sonst erreicht man sie nicht. Sie ist ein wenig seltsam, spricht von sich selbst im Plural; sie ist eine Denkerin, die ihre Gedanken über viele Jahre reifen lässt und sich dennoch niemals von der Stelle bewegt. Sie ist Berg und Prophet in einem Wesen. Sie ist Ewigkeit und Ursprung. Und um Ursprünglichkeit geht es auch im neuem Album MORLA von Tim Allhoff.

Es ist das achte Album des Pianisten und Komponisten, der im Laufe seiner Karriere mit diversen Musiker- und Komponistenpreisen geehrt wurde. Seine früheren Alben bewegen sich eher im Genre des Jazz und wurden mehrfach ausgezeichnet. Tim Allhoff ist aber auch in der klassischen Musik zu Hause, die ihn von Kindesbeinen an begleitet. Er arrangierte unter anderem gerade erst Teile des Debut-Albums von Shooting Star-Sopranistin Fatma Said, an deren Seite er sowohl auf dem Album, als auch auf der Bühne zu hören ist.

Im Rahmen von MORLA nutzt Allhoff nun die Gelegenheit, den Ursprung und Verlauf seines künstlerischen Wirkens als Pianist und Komponist zu reflektieren; die hieraus resultierende Sammlung an Kompositionen erweckt eine Vielzahl an kontrastierenden Stimmungen und erinnert dabei an das Blättern in einem Fotoalbum – ein Album seines bisherigen Schaffens und ein Schmelztiegel der musikalischen Genres, die Allhoff in sich vereint. »Ich bin mit viel klassischer Musik aufgewachsen und habe später meinen Abschluss am Konservatorium in München als Jazz-Pianist gemacht. Ich war aber schon immer an sehr unterschiedlichen Musikstilen interessiert – in meiner Playlist konnten die Englischen Suiten von Bach auftauchen, gefolgt von Radiohead, den Beatles und Miles Davis« erklärt Tim Allhoff schmunzelnd.

Folglich finden sich neben Eigenkompositionen auch Werke anderer Komponisten auf dem Album. Der Album-Opener »Death with Dignity« ist ein Song von Sufjan Stevens, eines US-amerikanischen Songwriters, den Tim Allhoff sehr schätzt. Er arrangierte das Stück für das Berliner Leonkoro Quartett. Das mehrfach ausgezeichnete Streichquartett spielt auch bei Allhoffs Kompositionen »Day of Leaving« und »Lea’s Song« eine gewichtige Rolle. Bei seiner Komposition »For Iori« erklingt hingegen auf einmal eine sehnsuchtsvolle Violine, gespielt von Niklas Liepe auf seiner Guarneri. Tim Allhoff freut sich sehr über die Mitwirkung dieser langjährigen Freunde: »Niklas kenne ich schon eine ganze Weile und liebe seinen Sound, es war großartig dass er als Gast dabei sein konnte. Gleiches gilt für das Leonkoro-Quartett, dessen Klang mich vom ersten Moment an begeistert hat«.

In »Schumann Exploration« nutzt Tim einen Satz aus dem »Album für die Jugend« als Ausgangspunkt für Improvisationen. Diese spontan entstanden Melodien vermischen sich reibungslos mit jenen, die Robert Schumann vor mehr als 100 Jahren niederschrieb. Für Tim Allhoff ist dies ein Zeugnis der Zeitlosigkeit dieser Musik. Felix Mendelssohn-Bartholdys »Schäfers Klagelied« (op.67/5), Johann Sebastian Bachs Orgelsonate IV und die Jazz Ballade »In the wee small hours of the morning«, bekanntgeworden vor allem durch Frank Sinatra, sind weitere Werke, die Einfluss auf Tim Allhoffs Schaffen genommen haben und nun auf MORLA vereint sind.

Und natürlich findet sich auch das titelgebende Stück selbst auf dem Album, das jemandem gewidmet ist, der dem Pianisten sehr nahe steht. Auf die Frage, in welchem musikalischen Genre Allhoff selbst sein neues Werk sieht, weiß der Pianist keine klare Antwort. „Ich hoffe, dass meine Musik berührt und Emotionen weckt. Denn letzten Endes ist das das Wichtigste, worum es in der Musik geht“ fügt er hinzu.


MORLA

Tim Allhoff – Piano
Niklas Liepe – Violine
Leonkoro Quartett

Tracklist:

  • 01 Sufjan Stevens: Death with Dignity (Video)
  • 02 Day of Leaving
  • 03 Aerith
  • 04 F. Mendelssohn: Lieder Ohne Worte, Op. 67: No. 5. Schäfers Klagelied
  • 05 Gigue
  • 06 Schumann Exploration (Video)
  • 07 Morla (Video)
  • 08 Namiko
  • 09 Waters
  • 10 J. S. Bach: Organ Sonata No. 4, BWV 528 in E Minor: 2. Andante (Arr. For Piano by Tim Allhoff)
  • 11 Lea’s Song
  • 12 For Iori
  • 13 Somewhere Somewhen
  • 14 Melancholia
  • 15 In the Wee Small Hours of the Morning
  • 16 In the End

CD: Best. Nr. 0302660NM

Vinyl: Best. Nr. 0302661NM
Label: Neue Meister
Vertrieb: Edel:Kultur
VÖ: 20.05.2022

Konzerttermine:

25.05.22 Berlin – Emil Berliner Studios
27.05.22 Berlin – Pianosalon Christophori
04.06.22 München – Unterfahrt
22.06.22 München – Steinway & Sons
25.06.22 Hannover – Liepe & Co Festival

timallhoff.com / neue-meister-music.com