Philharmonisches Staatsorchester Mainz: Vorstellung des Konzertprogramms der Spielzeit 2019/20

GMD Hermann Bäumer und das Philharmonische Staatsorchester Mainz, Operngala am 25. August 2019 im Staatstheater Mainz (© Andreas Etter)

In der vergangenen Saison wurde das Philharmonische Staatsorchester Mainz vom Deutschen Musikverleger-Verband für das beste Konzertprogramm ausgezeichnet. Die große Freude darüber befeuert den Ehrgeiz und die kreative Energie für das neue Programm der Spielzeit 2019/20! Generalmusikdirektor Hermann Bäumer präsentierte den Konzertspielplan gemeinsam mit Orchesterdirektor Wolfram Schätz und Geschäftsführer Jan-Claudius Hübsch am vergangenen Freitag der Presse.

Im 1. Sinfoniekonzert freuen wir uns sehr auf Anna Vinnitskaya. Die mit Recht von Kritikern hoch gepriesene Pianistin spielt Prokofjews 2. Klavierkonzert – ein waghalsiges Werk, mit dem sie einige Wochen später bei den Berliner Philharmonikern debütieren wird. Außerdem steht die selten zu hörende 6. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch auf dem Programm. Die musikalische Leitung liegt bei Hermann Bäumer.

Das Konzertjahr 2020 steht unter dem Motto „Beethoven plus“: Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten erklingen in jedem Konzert, natürlich auch in der Symphonie Fastnachtique, im Neujahrskonzert und in allen Sinfoniekonzerten bekannte und unbekannte Werke von Ludwig van Beethoven.

Das nunmehr 6. Mainzer Komponistenportrait stellt in Kooperation mit SWR 2, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Landesmusikrat den Pianisten, Komponisten und Weltbürger Fazil Say vor: „Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein“, schrieb Le Figaro über den Ausnahmemusiker.
Im 5. Sinfoniekonzert, einem Werkstattkonzert sowie einem Kammerkonzert mit anschließender Gesprächsrunde gibt es die Möglichkeit, Fazil Say in seinem künstlerischen Wirken, seine ästhetische Weltsicht und seine besondere Improvisationskunst näher kennen zu lernen.

Im 6. Sinfoniekonzert stellt der Spezialist für historische Aufführungspraxis und Entdecker unbekannter, zu Unrecht vergessener Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, Reinhard Goebel, Ludwig van Beethovens 2. Sinfonie in seiner Lesart Werken von Beethovens Zeitgenossen Anton Eberl und Franz Clement gegenüber.

Ihr Debüt in Mainz gibt im 7. Sinfoniekonzert die finnische Dirigentin Eva Ollikainen – mit der 3. Sinfonie von Witold Lutoslawski und einer weiteren Beethoven-Ovation: Ollikainens Landsmann, der virtuose Pianist Antti Siirala, spielt als Solist Beethovens 1. Klavierkonzert.

Im 8. Sinfoniekonzert schließlich setzen wir die Zusammenarbeit des Philharmonischen Staatsorchester Mainz mit dem Mainzer Domchor fort und bringen Beethovens C-Dur Messe mit Solist*innen aus dem Opernensemble zur Aufführung.

Seit letztem Jahr neu im Konzertprogramm findet sich das Weihnachtskonzert Wintermärchen am 25.12.: Unter anderem werden an diesem ersten Weihnachtsfeiertag Otto Nocolais Weihnachtsouvertüre, Josef Suks Wintermärchen, das Vorspiel zu Die Nacht vor Weihnachten von Rimski-Korsakov und natürlich Auszügen aus Tschaikowskijs Nussknacker erklingen.

Ein wichtiger Schwerpunkt in der programmatischen und künstlerischen Arbeit des Philharmonischen Staatsorchesters liegt auch in dieser Spielzeit wieder auf dem Angebot für Kinder und Jugendliche: Neben zahlreichen musikpädagogischen Formaten (der Klangwerkstatt, Probenbesuchen, Musiker*innen im Klassenzimmer, Konzertklassen u.v.m.) stehen Kinder- und Jugendkonzerte auf dem Spielplan, die auch in den Kooperationsprogrammen des Staatstheater mit den Schulen, theaterstarter und enter, gespielt werden: Der Zufall in der Musik wird uns ebenso beschäftigen wie Kunst- und Film-Musik, wir ,besuchen‘ die Bilder einer Ausstellung von Mussorgskij/Ravel, widmen uns Klängen vom Balkan und vielem mehr. Und mit Benjamin Brittens Young Person´s Guide to the Orchestra verabschieden wir uns von unseren Patenkindern!

Das Spielzeitheft des Philharmonischen Staatsorchesters liegt im Theater aus – in diesem Jahr zeigt es in Zusammenarbeit mit den Urban Sketchers Rhein-Main einen ungewöhnlichen und sehr persönlichen Blick auf das Orchester und die Musiker*innen.

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