»Orphée« von Philip Glass nach Jean Cocteau am Anhaltisches Theater Dessau

Orphée ~ Anhaltisches Theater Dessau ~ Natasha Sallès als Eurydice, Anna-Sanziana Beschia als Princesse ll (im Spiegel), Matthew Peña als Heurtebise ~ © Claudia Heysel

Das Anhaltische Theater Dessau präsentiert „Orphée“, die selten aufgeführte Oper des großen amerikanischen Komponisten Philip Glass.

„In einer eigens genehmigten Fassung, die den aktuellen Arbeitsbedingungen entspricht, konzentriert sich die Dessauer Produktion auf die zwischenmenschlichen Begegnungen und arbeitet die Nähe des Orpheus-Mythos zu unseren aktuellen Erfahrungen heraus.“

Operndirektor Felix Losert

Philip Glass – der Schöpfer mal mitreißender, mal meditativer Musik für Konzert, Oper und Film – hat bei „Orphée“ das Drehbuch eines berühmten Films als Libretto verwendet: Jean Cocteaus „Orphée“ von 1949. „Orphée“ zeigt eine Variante des OrpheusMythos voller Überraschungen und bewegender Begegnungen. Glass interpretierte Cocteaus Film und damit auch seine Oper als Werk über innere und äußere Distanz, den Tod und die Quellen künstlerischer Inspiration. Dem Tod begegnet hier der gefeierte Dichter Orphée in Gestalt einer geheimnisvollen Prinzessin, die ihn in ihren Bann zieht. Nach dem durch die Prinzessin herbeigeführten Unfalltod seiner Frau Eurydike kann Orphée sie aus dem Totenreich befreien – allerdings mit der Bedingung, sie im Reich der Lebenden nie wieder anzusehen. Zwangsläufig treffen sich die Blicke des Paars. Als Orphée schließlich einem Attentat neidischer Konkurrenten selbst zum Opfer fällt, trifft er Eurydike zum zweiten Mal im Jenseits, begegnet jedoch auch der Prinzessin.

Orphée
Anhaltisches Theater Dessau
Natasha Sallès als Eurydice, Matthew Peña als Heurtebise, Martin Anderson als Orphée ll (im Hintergrund), Philipp Jekal als Orphée
© Claudia Heysel

Orphée

Oper in zwei Akten von Philip Glass
nach dem Film von Jean Cocteau
Einrichtung von Philip Glass

Premiere am 17. April 2021 um 19 Uhr im Großen Haus
Musikalische Leitung: Markus L. Frank
Inszenierung und Bühne:
Malte Kreutzfeldt
Kostüme: Katharina Beth
Choreografie: Gabriel Galindez Cruz
Lichtdesign: Miriam Damm
Dramaturgie: Felix Losert

Mit: Elena Fink (Die Prinzessin), Natasha Sallès (Eurydice), Matthew Peña (Heurtebise), Philipp Jekal (Orphée), David Ameln (Cégeste und Radiosprecher), KS Ulf Paulsen (Poet), Don Lee (Richter)

Ballettensemble des Anhaltischen Theaters:
Martin Anderson/Fergus Adderley
(Orphée ll), Christiana Rauccio/Leonor-Maria Campillo (Eurydice ll), Anna-Sanziana Beschia/Moe Sasaki (Princesse ll)

Anhaltische Philharmonie Dessau

Aufgrund der strengen Auflagen, an die die Premiere als Teil des Modellprojekts gebunden ist, können nur Zuschauerinnen und Zuschauer die Vorstellung besuchen, die einen Wohnsitz in Dessau besitzen.

Philip Glass
gehört zu den bekanntesten und meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. 1937 geboren und in Baltimore aufgewachsen, entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Vertreter der Minimal Music. Sein Lebenswerk umfasst neben 25 Opern und zahlreichen Instrumentalwerken auch preisgekrönte Filmmusik zu Klassikern wie „Die Truman Show“, „Kundun“ oder „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

Malte Kreutzfeldt studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Anschließend übernahm er die Leitung des Schauspiels am Nordharzer Städtebundtheater. Dort entstanden zahlreiche Produktionen, und mit Händels „Cesare in Egitto“ gab er auch sein Operndebüt. Seitdem ist er freischaffend tätig und arbeitet unter anderem am Schauspielhaus Kiel sowie an den Staatstheatern in Cottbus, Darmstadt, Nürnberg, Augsburg und Oldenburg. Am Anhaltischen Theater inszenierte er 2014 Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ und im Februar dieses Jahres das „Musical Cabaret“.

anhaltisches-theater.de