»Orestie« von Aischylos ab 22. Februar 20 neu inszeniert am Schauspiel Frankfurt

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld) Foto: Birgit Hupfeld

Orest flieht und kann doch nicht entkommen: Die Spirale der Gewalt durchzieht das Leben aller – sein Vater hat für den Sieg der Griechen über Troja die Tochter Iphigenie geopfert, seine Mutter hat dafür den Vater ermordet, Orest wiederum seine Mutter getötet und wird gejagt von den Erinyen, die diesen Muttermord gesühnt sehen wollen. Doch wie entkommen, wenn Rache auf Rache sich türmt, wenn aus der einen Schuld die nächste folgt, weil ohne Verschulden kein Handeln möglich ist? In archaischen und mythologischen Bildern beschreibt Aischylos den unaufhörlichen, grausamen Kreislauf des Leidens. Orest weiß keinen Ausweg, als Zuflucht zu den Göttern zu nehmen: Apollon als sein ständiger Begleiter verweist ihn auf die Göttin Athene, die eine bessere Zukunft garantieren soll. Sie appelliert an die Selbstverantwortung der Menschen. Die älteste Trilogie des Abendlandes aus dem Jahr 458 v. Chr. mahnt uns heute, dass wir unsere Eigeninteressen zurückstellen müssen, damit uns eine gemeinsame Rechtsordnung den Frieden garantiert.


Orestie

Von: Aischylos
Deutsch von: Peter Stein

Premiere am Schauspiel Frankfurt: 22. Februar 20
In einer Bühnenfassung von Marion Tiedtke und Jan-Christoph Gockel

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Amit Epstein
Puppenbau/-spiel: Michael Pietsch
Musik und Hörspiel: Matthias Grübel
Dramaturgie: Marion Tiedtke

Mit: Altine Emini, Torsten Flassig, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Michael Pietsch, Christoph Pütthoff, Samuel Simon, Andreas Vögler

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