Oper Frankfurt: Rusalka

Rusalka ~ Oper Frankfurt ~ Heger/Jäger (Božidar Smiljanić), Küchenjunge (Julia Dawson) ~ Foto: Barbara Aumüller (www.szenenfoto.de)

Zum 2. und letzten Mal nimmt die Oper Frankfurt Antonín Dvořáks Oper Rusalka wieder in das Programm. Die Wiederaufnahmepremiere findet am Freitag, den 28. September 2018 statt.

Die Eröffnungspremiere der Saison 2013/14 an der Oper Frankfurt verlegte Rusalka von Antonín Dvořák (1841-1904) in ein Naturkundemuseum – bezeichnendes Bild für eine Geschichte, in der es zentral um den Umgang des Menschen mit der Natur geht. Sowohl Publikum als auch Presse waren angetan von dieser Sicht auf das Werk. In der Gießener Allgemeinen Zeitung war zu lesen: „Jim Lucassen heißt der junge Wunderregisseur, dem es auf ruhige, aber faszinierende Art gelingt, hinter Glas abgelegte Geschichte und heute gelebte Gegenwart unvereinbar aufeinanderprallen zu lassen. (…) So fein und durchdacht der junge Niederländer die Sänger führt, so handwerklich ansprechend überzeugt sein selbst entworfenes Bühnenbild.“ Und der Rezensent des Darmstädter Echo prophezeite: „Diese Rusalka könnte ein Liebling des hiesigen Publikums werden.“

Zum Inhalt: Die Nixe Rusalka ist verzweifelt. Sie möchte ein menschliches Wesen werden, um das Herz des Prinzen zu gewinnen. Erfüllung dieses sehnlichen Wunschs verspricht ihr die Hexe Ježibaba. Rusalkas Menschwerdung ist jedoch an die ewige Liebe des Prinzen gebunden, andernfalls sind beide verflucht. Tatsächlich verliebt sich der Königssohn in das Mädchen. Am Tag der Hochzeit aber verrät er sie, sein Treuebruch besiegelt den Fluch. Zu spät bereut der junge Mann sein Handeln und stirbt am Kuss Rusalkas. Sie selbst verschwindet für immer im See.

Generalmusikdirektor Sebastian Weigle stand bereits anlässlich der Premierenserie dieser Produktion am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Auch ein Großteil der besetzten Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble sind mit der Inszenierung bereits durch ihre Mitwirkung bei der Premiere bzw. der ersten Wiederaufnahme vertraut, darunter Karen Vuong (Rusalka), Claudia Mahnke (Fremde Fürstin), Andreas Bauer (Wassermann) und Katharina Magiera (Ježibaba).
Neu besetzt ist die Partie des Prinzen mit dem österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider, der ab der Saison 2018/19 das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken wird. Der junge Sänger erhielt seine Ausbildung bei Edith Wiens an der New Yorker Juilliard School und am National Opera Studio des Royal Opera House Covent Garden in London. Während seiner Zeit im Young Artist Program der Salzburger Festspiele 2014 sang er die Partie des Ruiz in Verdis Il trovatore neben Placido Domingo und Anna Netrebko.
Als die drei Waldelfen sind neue Mitglieder des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt: die rumänische Sopranistin Florina Ilie, ihre amerikanische Fachkollegin Julia Moorman und die japanisch-amerikanische Mezzosopranistin Kelsey Lauritano. „Ensemble-Neuzugang“ Božidar Smiljanić ist in den Partien des Hegers und Jägers zu erleben, während die 2017/18 aus dem Opernstudio ins Ensemble übernommene Julia Dawson den Küchenjungen übernimmt.

Wiederaufnahme: 28. September 2018

Musikalische Leitung:
Sebastian Weigle
Regie und Bühnenbild: Jim Lucassen
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Dorothea Kirschbaum
Kostüme: Amélie Sator
Licht: Andreas Grüter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Ton Boorsma

Besetzung:

Rusalka: Karen Vuong
Prinz: Gerard Schneider
Fremde Fürstin: Claudia Mahnke
Wassermann: Andreas Bauer
Ježibaba: Katharina Magiera
Erste Waldelfe: Florina Ilie *
Zweite Waldelfe: Julia Moorman *
Dritte Waldelfe: Kelsey Lauritano *
Heger / Jäger: Božidar Smiljanić
Küchenjunge: Julia Dawson

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudios

www.oper-frankfurt.de