Neuköllner Oper Berlin mit »Giovanni. Eine Passion« an ungewöhnlichem Ort

Mozart, Mythos, Friedhof: Wiederbegegnung mit der Erfolgsproduktion von Ulrike Schwab, STEGREIF.orchester und Neuköllner Oper

Giovanni. Eine Passion ~ Neuköllner Oper Berlin ~ Ensemble ~ Foto: Matthias Heyde

Statt im Bühnenraum der Neuköllner Oper treffen wir uns auf dem Neuen St. Jacobi-Friedhof/Prinzessinnengärten Neukölln, zur Stunde, in der die Sonne untergeht und mit abnehmendem Licht in eine andere Welt führt:

An der Grenze von Tag zur Nacht versammelt sich auf den halbdunklen Alleen und Wiesen eine illustre Trauergemeinde – Giovanni ist tot und ist dennoch nicht gestorben. Alle kennen ihn, lebt er doch in uns allen ungebrochen fort. Mit ihm, dieser großen, mythischen Figur stehen alle Frauen- und Männer-Bilder, Rollenerwartungen und die Ambivalenz von Anziehung, Verführung und Übergriff zur Disposition.. Das ist der Brennstoff für unsere Suche, auf der wir vermutlich mehr uns selbst begegnen als ihm. Und so wird aus der Feier einer Rückbesinnung ein wildes Fest – mit 22 singenden Musiker*innen und musizierenden Sänger*innen in der vielbeachteten Inszenierung von Ulrike Schwab und dem STEGREIF.orchester, das Gendergrenzen und musikalische Genres überschreitet und Mozart mit Jazz, Flamenco und Improvisation verbindet. „Eine Reise in die Musik hinein, die durch unsere Re-Komposition und Improvisation noch weitere Ebenen in die Geschichte webt«, wie Juri de Marco, der musikalische Leiter des STEGREIF.orchesters sagt.

GIOVANNI. EINE PASSION ist eine Expedition in die Alchemie des Mythos, den Zauber der Musik Mozarts und die Kreativität der 22 Darsteller*innen. „Es wäre wunderbar, wenn sich das Publikum diesem Abend so neugierig nähert wie einer Ausstellung mit unbekannten Bildern, mit offenen Augen und vor allem offenem Herzen. Um rauszufinden, was diese Oper noch alles sein kann“, so die Regisseurin Ulrike Schwab (Mortier Next Generation-Preisträgerin 2021).

Das STEGREIF.orchester zählt seit Jahren zu den führenden ProtagonistInnen für innovative Konzerte – ein Pool von 30 genreübergreifenden Musiker*innen, die das Erbe der klassischen Musik ebenso lieben wie freie Improvisation, Jazz und andere Stile. Mit seinen Konzertprogrammen. tourt das Ensemble in ganz Deutschland wie auch international.

Musikalische Leitung: Juri de Marco | Regie: Ulrike Schwab | Arrangements: Malte Schiller, Alistair Duncan, Bertram Burkert, Anna-Sophie Brüning, Juri de Marco & Ensemblemitglieder des STEGREIF.orchesters | Musikalische Einstudierung: Anna-Sophie Brüning, Insa Bernds | Ausstattung: Pia Dederichs und Marina Stefan | Projektidee/Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Mit: Hrund Ósk Árnadóttir, Derya Atakan, Sotiris Charalampous, Jeeyoung Lim, Enrico Wenzel, Justus Wilcken sowie Leon Albert, Bartosz Nowak, Anne-Sophie Bereuter, Julia Biłat, Bertram Burkert, Sebastian Casper, Nikola Djurica, Konstantin Döben, Alistair Duncan, Nina Kazourian, Paul Lapp, Valerie Leopold, Laura Lorx, Juri de Marco, Helena Montag, Jakob Petzl, Antonio Rivero, Celia Schann, Tabea Schrenk

Mit freundlicher Unterstützung von Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin, Kiezkapelle Neuer St. Jacobi-Friedhof und Evangelischer Friedhofsverband Berlin.

Premiere: 28. August 2021

Die Veranstaltung findet in den Prinzessinnengärten auf dem Neuen St. Jacobi-Friedhof statt (Hermannstraße 99-105, 12051 Berlin | S+U Hermannstraße).

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