Neuigkeiten von den Bregenzer Festspielen (28.06.)

Bregenzer Festspiele, Katja Nawka Projektleiterin auch für die Eröffnung (Foto: Bregenzer Festspiele / Lisa Mathis)

Bühnen-Präsentation morgen live im Netz ~ Link zum Livestream der Bühnen-Präsentation ab sofort abrufbar

„Wir bieten eine bunte, zirkushafte und karnevaleske Welt für ein sehr sinnliches Erlebnis“, sagt Philipp Stölzl, Rigoletto-Regisseur und -Bühnenbildner, und angesichts der Dimension der Seebühne: „Das hier muss ein Spektakel sein, sonst hat das alles keinen Witz.“

Einen Vorgeschmack bekommt jeder bei den öffentlichen und kostenlosen Bühnen-Präsentationen. Die dritte am morgigen Samstag wird als Livestream im Internet übertragen und bleibt danach auf dem YouTube-Kanal der Bregenzer Festspiele jederzeit abrufbar. Damit können sich alle ein – bewegtes – Bild der neuen Seeproduktion machen oder sich auf ihren bevorstehenden Festspielbesuch einstimmen.

Für jene, die es morgen nicht zur wöchentlichen Bühnen-Präsentation schaffen, bieten die Bregenzer Festspielen morgen um 14.00 Uhr eine Liveübertragung an. Der Stream kann auf YouTube (youtu.be/yy_33SDdvg0) und zusätzlich auf den Websites von VOL.at, Schwäbische Zeitung, Allgäuer Zeitung und Oper! Das Magazin abgerufen werden.



Festspiele und Kongresskultur mit neuem Catering-Partner ~ Getätigte Reservierungen bleiben bestehen

Bregenz/Wien, 28.6.19. Die Bregenzer Festspiele stehen nicht nur für höchsten Operngenuss, sondern auch für ein unvergleichliches Gesamterlebnis in bezaubernder Naturkulisse. Dazu gehört auch eine perfekte kulinarische Inszenierung mit delikaten Speisen und erlesenen Getränken. Außerhalb der Festspielsaison schätzen die Gäste von Kongresskultur Bregenz bei Konferenzen und Tagungen das gastronomische Top-Niveau im Festspielhaus Bregenz.

Ab 1. Juli sorgt mit „foodaffairs“ ein neues Catering-Unternehmen für den Gaumengenuss der Besucher. Vor wenigen Tagen wurde der Vertrag zwischen der aus Wien stammenden Betreibergesellschaft „Eurest Restaurationsbetriebsgesellschaft“ sowie Bregenzer Festspielen und Kongresskultur Bregenz unterzeichnet.

Alle bereits getätigten Reservierungen und Buchungen bleiben bestehen. Das gilt auch für den Veranstaltungsbetrieb von Kongresskultur Bregenz.

„evenTZ by foodaffairs“
Über das bislang beauftragte Gastronomie-Unternehmen evenTZ Hospitality GmbH wurde im April ein Konkursverfahren eröffnet. Dessen Mitarbeitende sowie Geschäftsführer Zoltan Toth haben vom neuen Betreiber ein Übertritts-Angebot erhalten. Die Catering-Leistungen sollen zukünftig unter dem neu geschaffenen Markennamen „evenTZ by foodaffairs“ angeboten werden.

Wie in der Vergangenheit, wird das Catering-Unternehmen nicht nur für die Bewirtung der Festspielgäste zuständig sein, sondern außerhalb der Festspielzeit auch für den Veranstaltungsbetrieb von Kongresskultur Bregenz, beispielsweise bei Kongressen, Konferenzen oder gesellschaftlichen Anlässen. Das hauseigene Restaurant „buehnedrei“ sowie die Mitarbeiter-Kantine wird ebenfalls von „evenTZ by foodaffairs“ betrieben werden.

„Vereinigung von Gaumen- und Kulturgenuss“

„Für uns ist die Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen und Kongresskultur Bregenz eine Herzensangelegenheit. Unter der Rubrik Kultur & Kulinarium pflegen wir unter anderem ein jahrelanges Engagement im Naturhistorischen Museum Wien. Die Vereinigung von Gaumen- und Kulturgenuss verstehen wir mit Begeisterung umzusetzen. Besonders freuen wir uns, mit Personal und Know-how aus der Region zu arbeiten. Die bestehende Belegschaft samt Geschäftsführung ist bereit, mit uns die Zukunft neu zu schreiben“, sagt Georg Hirsch-Stronstorff, Geschäftsführung der Eurest Restaurationsbetriebsgesellschaft. (ar)




Die allermeisten Künstler möchten zurückkommen“ ~ Fünf Fragen an … Katja Nawka

Bregenz, 28.6.19. Im Opernstudio arbeiten junge Sängerinnen und Sänger unter anderem mit Dmitry Vdovin. Er leitet das Opernstudio am Bolshoi-Theater in Moskau und ist im russischen Repertoire sehr versiert. Dem Publikum bietet die Meisterklasse am 6. Juli exklusive Einblicke in dieses Schaffen. Zuständig für die Umsetzung ist die Berlinerin Katja Nawka, die seit fünf Jahren zum Organisations-Team der Bregenzer Festspiele zählt.

Du hast bei den Bregenzer Festspielen viele Aufgaben. Welche sind das genau?

Ich leite verschiedene Projekte. Dazu zählen die Eröffnungs-Zeremonie im Festspielhaus, die vier Orchesterkonzerte inklusive aller Proben, in manchen Jahren auch eine zeitgenössische Produktion und nicht zuletzt die Opernstudio-Produktionen mit der Meisterklasse.

Was ist das Ziel des Opernstudios?

Festspielintendantin Elisabeth Sobotka hat das Opernstudio im Jahr 2015 gegründet. Junge Sängerinnen und Sänger sollen die Möglichkeit bekommen, sich in geschütztem Rahmen eine Rolle intensiv zu erarbeiten und den Sprung auf die große Bühne vorzubereiten. Es ist ein sehr umfangreiches Trainee-Programm, nicht nur ein Rollenstudium. Es gibt auch Coachings zu verschiedenen Sprachen, unter anderem Italienisch und in diesem Jahr Russisch. In der Meisterklasse geht es um Ästhetik, Technik, Gestaltung und Interpretation – und das fokussiert auf eine bestimmte Rolle in einer Produktion. Dieses Mal ist das Tschaikowkis Eugen Onegin.

Wie wird das umgesetzt?

Am Anfang stehen zwei Tage musikalische Proben mit dem Dirigenten. Bevor es zum szenischen Teil mit dem Regisseur kommt, hilft ein Gesangspädagoge den jungen Künstlern drei Tage lang dabei, die Musik noch intensiver zu erarbeiten. Diese Meisterklasse hat in den vergangenen Jahren Kammersängerin Brigitte Fassbaender übernommen, 2019 ist es Dmitry Vdovin.

Wie wird man Teilnehmerin oder Teilnehmer der Meisterklasse?

Im Rahmen des Opernstudios bieten wir den Künstlern die Möglichkeit einer Meisterklasse mit renommierten Sängern, die sie sonst teuer bezahlen müssen. Daher wählen Elisabeth Sobotka, Operndirektorin Susanne Schmidt und ich Sängerinnen und Sängern aus Wettbewerben wie NEUE STIMMEN, in Vorsingen und bestehenden Opernstudio-Programmen wie in Zürich, Berlin, Stuttgart, und München aus. Sie kommen im Rahmen einer Opernstudio-Produktion zu uns und dürfen hier dann die Meisterklasse besuchen.

Geht die Rechnung auf? Schaffen es junge Künstler aus der Meisterklasse in späteren Jahren auf die große Bühne?

Ja, das funktioniert immer wieder. Gute Beispiele sind Wolfgang Stefan Schwaiger und David Oštrek, die 2016 im Opernstudio dabei waren. Dieses Jahr singen sie in Rigoletto den Marullo und den Grafen Ceprano. Patrick Reiter, im Vorjahr noch im Opernstudio, wirkt bei der Hausoper Don Quichotte als Solist Juan mit. Die allermeisten, die hier waren, lieben Bregenz und möchten zurückkehren. Sie fühlen sich hier offensichtlich gut aufgehoben.

Sowohl für die Meisterklasse am 6. Juli (Seestudio, Festspielhaus) als auch für Eugen Onegin (12., 13., 15. und 17.8. im Theater am Kornmarkt), sind noch Karten erhältlich. (tb)




„Rigoletto“ zum Mitmachen ~ Junge Gebrüder Weiss-Mitarbeiter schlüpfen in Opern-Rollen bei den Bregenzer Festspielen

Lauterach / Bregenz, 28.6.19. Rigoletto, der Hofnarr, Gilda, seine Tochter und der Herzog, ein Auftragsmörder. Diese und weitere Charaktere der Oper Rigoletto lernten 14 Lehrlinge und junge Mitarbeiter von Gebrüder Weiss am Mittwoch in einem Workshop der Bregenzer Festspiele spielerisch kennen. Das Ziel: Mögliche Vorurteile bei Jugendlichen gegenüber der Kunstform Oper abzubauen. Lenia Stuber (16), Lehrling bei Gebrüder Weiss in Wolfurt, zieht ein positives Fazit: „Ich hatte erst ganz andere Erwartungen an den Workshop aber es war wirklich cool und amüsant. Alle waren offen für das Spiel. Es hat mir gut gefallen und ich werde mir das Spiel auf dem See bei der crossculture night anschauen.“

Seit 2016 ist Gebrüder Weiss Partner der Festspiele und übernimmt den Transport von aufwändig gestalteten Bühnenbildern für das Spiel auf dem See. Die Partnerschaft nutzt Gebrüder Weiss drüber hinaus, um die persönliche Entwicklung seiner Nachwuchskräfte zu fördern und ihnen Kunst- und Kulturgut zu vermitteln. Sowohl Gebrüder Weiss als auch die Bregenzer Festspiele verbindet eine lange Tradition im Bodenseeraum. (Gebrüder Weiss)



Video-Serie Künstlereingang Folge 3 ~ Der Kopf hinter der Aufführung
Bregenz. 28.6.19. Buntes Treiben erfüllt derzeit die Seebühne. Die Proben für Rigoletto sind in vollem Gange. Sängerinnen und Sänger üben ihre Rollen, Techniker legen letzte Hand an und Stuntleute turnen über Kopf und Kragen des riesigen Clowns.

Regisseur Philipp Stölzl hat die Fäden fest in der Hand. Er ist der Kopf der Inszenierung. Mit seinem Team sorgt er für ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Licht, Ton, Künstlern auf der Bühne und den technischen Bewegungsabläufen. In Folge 3 des „Künstlereingangs“ spricht er über seine Regiearbeit und die Atmosphäre bei den Proben.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.



Auszeichnung für Karl Markovics ~ „Das Jagdgewehr“ auf Streifzug: von Bregenz in die Welt hinaus

Bregenz, 28.6.19. Anlässlich des Österreichischen Musiktheaterpreises wurde Karl Markovics mit einem Goldenen Schikaneder in der Kategorie „Beste Regie“ ausgezeichnet. Mit der Uraufführung von Das Jagdgewehr feierte der Schauspieler, Autor und Filmregisseur 2018 sein Opernregie-Debut bei den Bregenzer Festspielen.

Besonders freue ihn, dass der Mut, neue Opern in Auftrag zu geben auch belohnt wird. Das Werk von Komponist Thomas Larcher war bis vor Kurzem beim Aldeburgh Festival in England zu sehen, ab 18. März 2020 wird es beim Opera Forward Festival in den Niederlanden aufgeführt.

„Die Probenarbeit zu Das Jagdgewehr war für mich sowohl künstlerisch, als auch menschlich eine der erfüllendsten Erfahrungen in meinem Berufsleben. Die Arbeitsbedingungen in Bregenz sind fantastisch und die Menschen, die hier arbeiten sind alle mit Leib, Herz und Seele dabei“, beschreibt Markovics seine Erfahrungen rückblickend. (sk)



Ausblick: Das tut sich in den nächsten Tagen

Morgen, Samstag, findet die dritte Bühnen-Präsentation mit zusätzlichem Livestream statt. Die Bregenzer Festspiele zeigen noch an einem weiteren Samstag und an einem Donnerstag um 14.00 Uhr ihre Opernkulisse im Bodensee. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: siehe oben.

crossculture Workshops Rigoletto: In den Workshops beleuchten die Teilnehmer unter der Anleitung der Theaterpädagogen des „Opernschlüssels“ Verdis Rigoletto. Musik aus der Oper wird gemeinsam angehört, wichtige Szenen werden nicht nur nachgespielt, sondern lassen auch Freiraum zur eigenen Interpretation.

crossculture Workshops Don Quijote: Don Quijote, ein Träumer, ein Visionär, ein Superheld? Wollen wir nicht alle — so wie er — manchmal jemand anderes sein? Was macht er? Und was tun wir dafür? In Workshops durchleuchten wir auf verschiedene Weise die berühmte literarische Figur.



Die Bregenzer Festspiele 2019 finden vom 17. Juli bis 18. August statt. Tickets und Infos unter bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.