Neuigkeiten von den Bregenzer Festspielen (2. August)

Jan Eßinger (© Bregenzer Festspiele / Karl Forster)

Beziehungsgeschichten von heute bei Eugen Onegin ~ Fünf Fragen an … Jan Eßinger

Jan Eßinger ist erst 36 Jahre alt, bei den Bregenzer Festspielen ist er dennoch ein alter Hase. 2007 startete er als Stage Manager beim Spiel auf dem See Tosca, vor vier Jahren war er erster Assistent bei Turandot. Nun hat der gebürtige Darmstädter eine neue Rolle übernommen und führt Regie bei der Opernstudio-Produktion Eugen Onegin.

Für die Vorstellungen am 13., 15. und 17.8. im Theater am Kornmarkt gibt es noch Tickets. Restkarten sind noch für die Premiere am 12. August verfügbar.

Sie kommen in diesem Jahr als Regisseur zurück nach Bregenz. Wie erleben Sie diese Rückkehr?

Es ist ein Vorteil, die Struktur und die handelnden Personen zu kennen. Da gibt es ein gewisses Vertrauensverhältnis, das zu einer sehr angenehmen Zusammenarbeit führt. Außerdem kenne ich mich hier außerhalb des Theaterlebens etwas aus. Da geht es um ganz banale Dinge wie die Öffnungszeiten der Supermärkte, die beste Eisdiele oder Freizeitmöglichkeiten wie eine Wanderung auf den Pfänder. Deswegen fühlt es sich für mich ein bisschen wie Nachhausekommen an.

Was hat sich für Sie in der neuen Position verändert?

Regieassistent und Regisseur sind tatsächlich völlig verschiedene Berufe, das wird häufig unterschätzt. Als Regisseur konzentriert man sich darauf, das entwickelte Konzept im Team umzusetzen. Beim Lösen von Detailproblemen vor Ort helfen mir jetzt Mitarbeiter. Es geht für mich also darum, die künstlerischen Prioritäten richtig zu setzen und für die eigenen Vorstellungen einzustehen.

Sie haben andernorts bereits mehrere Opernstudio-Produktionen geleitet. Was reizt Sie an der Arbeit mit jungen Künstlerinnen und Künstlern?

Mich interessiert das künstlerische Gesamtpaket aus Stimme und schauspielerischem Vermögen. Der schönste Gesang nützt ohne den richtigen Ausdruck nichts. Erst die Kombination aus beiden Elementen sorgt für berührende Momente. Ich erlebe hier im Opernstudio eine große Offenheit und möchte gemeinsam mit den jungen Kollegen die Grenzen ausreizen und die eigene Komfortzone verlassen. Dieser Aufgabe stelle ich mich auch persönlich für meine Inszenierung. Natürlich gibt es andererseits Situationen, in denen man auf Nummer sicher gehen muss.

Eugen Onegin gehört zu Ihren Lieblingsopern. Was zeichnet dieses Werk aus?

In allererster Linie die unheimlich berührende Musik. Anders als in vielen Opern, die von antiken Machtkämpfen oder Königsdramen handeln und dadurch weit weg von der eigenen Lebenswirklichkeit sind, erzählt Eugen Onegin Beziehungsgeschichten. Das sind zeitlose Seelenwelten, in denen sich jeder wiederfindet. Man spürt bei den Figuren, dass sie etwas mit uns zu tun haben, es sind nachvollziehbare Konflikte denen sie ausgesetzt sind.

Wie setzen Sie das in Ihrer Inszenierung um?

Wie bei einem filmischen Zoom verfolgt das Publikum einzelne Charaktere wie unter einem Brennglas. Wir versuchen, Tschaikowskis teils pompöser, oftmals schwelgerischer Musik möglichst natürliche Figuren gegenüberzustellen. Dabei geht es um sehr präzises und detailreiches, manchmal aber fast reduziertes Schauspiel. Diesen bewussten Kontrast erlebe ich in den Proben bisher als sehr spannend.

Brahms-Zyklus bei den Bregenzer Festspielen ~ Bregenz am 30.7.2017: Bregenzer Festspiele Orchesterkonzert II (© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis)

Orchesterkonzerte: Vier Symphonien mit vier Gesichtern ~ Düster – blühend – erhaben – romantisch

Bregenz, 2.8.19. Bei den Orchesterkonzerten der Wiener Symphoniker präsentiert Chefdirigent Philippe Jordan an zwei aufeinanderfolgenden Tagen alle vier Symphonien von Johannes Brahms. Kommenden Sonntag um 11.00 Uhr erklingen die ersten beiden Werke, am Montag um 19.30 Uhr folgen die dritte und die vierte Symphonie als brillantes Finale.

Jede Symphonie hat ein eigenes Gesicht: Die erste zeichnet den Weg von düsterem Moll zu hymnischem Dur ähnlich wie Beethovens „Schicksalssymphonie“, die zweite ist als blühende „Pastorale“ zu deuten. Die dritte Symphonie trägt erhabene Züge, die vierte wird durch einen romantischen Geist belebt. Wer neugierig geworden ist, kann sich für das Konzert am Montagabend unter bregenzerfestspiele.com/de/programm/orchesterkonzerte-3 Tickets sichern.

Symphonie Nr. 1 und 2: Auf Schwere folgt Leichtigkeit

Über 14 Jahre lang arbeitete Komponist Johannes Brahms an der ersten Symphonie in c-Moll, die den Schatten des übermächtigen Vorbildes Ludwig van Beethoven erkennen lässt. Die spürbare Schwere, die besonders zu Beginn in den gleichmäßigen Paukenschlägen ertönt, scheint in der zweiten Symphonie von ihm abgefallen zu sein. In der idyllischen Umgebung des Wörthersees entstanden, drückt dieses Werk eine versöhnliche Leichtigkeit aus.

Symphonie Nr. 3 und 4: Naturhafte Klänge und humorvoller Schwung

Ebenfalls im Sommer entstanden, bestimmen naturhafte Klänge auch Brahms’ dritte Symphonie. Sanfte F-Dur-Klänge setzen das Naturthema der zweiten Symphonie fort. „Welch ein Werk… Wie ist man umfangen von dem geheimnisvollen Zauber des Waldlebens!“, schrieb Clara Schumann dem Komponisten in einem Brief. Als komplexes musikalisches Gebilde entpuppt sich die vierte Symphonie, deren vierter Satz einen völlig neuartigen Stil aufweist: Die vielschichtige Form besteht in der Wiederholung und Variation des Hauptthemas.

Höhepunkt mit romantischem Geist

Zu Brahms‘ Neuerungen gehören die dritten Sätze, die nicht Beethovens Scherzo-Typ folgen. In den beiden ersten Symphonien sind sie graziös gestaltet, in der dritten melancholisch und in der vierten als humorvoller Geschwindmarsch in brillanter Instrumentation. Höhepunkt ist das Finale der Symphonie Nr. 4 in e-Moll, in dem die barocke Variationsform der Passacaglia mit romantischem Geist belebt wird. Archaische Wendungen beweisen, dass Brahms seine „absolute“ Musik über die Grenzen der Zeit verstand.

Bregenzer Festspiele ~ Merchandise © Bregenzer Festspiele / Lisa Mathis

Festspiel-Artikel spiegeln die hohe Nachfrage wider ~ Rigoletto-DVD ab 9. August erhältlich


Bregenz, 2.8.19. Rigoletto ist ein tragischer Held. Sein Schicksal ist schrecklich und voller Wendungen. Mehrere Male sah es so aus, dass Guiseppe Verdi an der Opernumsetzung des faszinierenden Stoffs zum Scheitern verurteilt wäre. Die Entstehungsgeschichte von Verdis Meisterwerk liest sich wie ein Thriller und ist eines der Kapitel im Programmheft zur Neuinszenierung von Rigoletto.

Das über 130 Seiten starke, großzügig gestaltete Programmheft erhalten Opernliebhaber und Festspielbesucher neben einer Reihe weiterer Rigoletto-Artikel im Ticket Center und im Online-Shop der Bregenzer Festspiele.

Zum Gesamterlebnis des Spiels auf dem See lassen die Bregenzer Festspiele keine Fragen offen: Wer auf der Seebühne agiert, wie das schon jetzt ikonische Bild des Clowns entstanden ist und welcher technische Aufwand jeden Abend notwendig ist – als Titelheld schildert Rigoletto in der Ich-Form alle Facetten rund um die Seeaufführung und das Opernwerk selbst. Die Zeichnungen von Bühnenbildner und Regisseur Philipp Stölzl und Bilder von nicht weniger als zehn Fotografen bringen die Leser des Programmhefts hautnah auf und hinter die Festspielbühne.

Konventioneller ist der kompakte Opernführer von Daniel Brandenburg, der das Angebot der Bregenzer Festspiele zu Rigoletto ebenso ergänzt wie ein eigenes Textbuch und Petra Sprengers „Oper einfach erklärt“

Rigoletto für Festspiel-DVD aufgezeichnet

Auch die neue Seeproduktion der Bregenzer Festspiele wurde bereits von mehreren TV-Kameras festgehalten und wird in Kürze als DVD erhältlich sein. Damit können sich Opernfans Rigoletto jederzeit noch einmal „live“ ins Wohnzimmer holen oder als Geschenk ihre Freunde auf einen Festspielabend neugierig machen.

Festspielartikel, begehrte Accessoires und Mitbringsel

Die für diese Saison bereits ausverkaufen Seeaufführungen sorgen im Ticket Center im Festspielhaus täglich zwischen 9.00 Uhr und Vorstellungsbeginn für stetigen Umtrieb. Taschen mit Zitaten aus Rigoletto, Postkarten, eine kleine Spieluhr mit „La donna é mobile“ sind begehrte Accessoires. Die ersten Aufführungstage fielen in eine Hitzeperiode. Je nach Temperaturen variieren die Umsätze mit den einzelnen Artikeln beträchtlich. Fallen sie kühler aus, sind die Sitzkissen und Fleecedecken gefragt und sorgen im Festspiel-Branding für Komfort.

Und sollte jemand sein Fernglas zuhause vergessen haben: Auch einen „Operngucker“ hat das Ticket Center im Festspielhaus für wohlfeile 10 Euro in seinem Sortiment.

Bregenzer Festspiele Künstlereingang Folge 8 - Von Menschenhand bewegt ~ Philipp Fischer © Bregenzer Festspiele / KoenigsFreunde

Die Bregenzer Festspiele 2019 finden vom 17. Juli bis 18. August statt. Tickets und Infos unter bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.

Video-Serie Künstlereingang Folge 8 ~ Von Menschenhand bewegt

Bregenz, 2.8.19. Hinter dem Spektakel um die Rigoletto-Kulisse steckt allerhand technisches Know-how. Trotz der überdimensionalen Ausmaße des Clowns ist die Steuerung der einzelnen Bewegungen feinste Millimeterarbeit.

Abseits des Rampenlichts hat Steuerungs-Techniker Philipp Fischer das Spiel auf dem See im Griff. Für den reibungslosen Bewegungsablauf während der Aufführung sind Teamwork und ein gekonntes Zusammenspiel von Mensch und Maschine gefragt.

Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele in der gleichnamigen Serie per Video ihre Backstage-Pforten.

Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken. Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erzählen in rund zwei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse.

Auf der Homepage des Festivals unter bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Bregenzer Schaufenster mit Festspielflair (© Bregenzer Festspiel / Sarah Kresser)

Festspielgenuss für alle Sinne ~ Ein kulinarischer Spaziergang mit Festspielflair

Bregenz, 2.8.19. Die Festspielsaison ist in vollem Gange. Das zeigt sich auch beim Spaziergang durch die Bregenzer Innenstadt: Flaggen in Rot, Blau und Gelb zieren die Gassen, vor dem Rathaus weht das blaue Festspiellogo. Lokale werben mit zirkushaften Leckerbissen, immer wieder pfeifen Vorbeigehende die markante Melodie aus „La donna é mobile“. Auf den Spuren von Rigoletto werden in der Landeshauptstadt zurzeit alle Sinne verwöhnt.

Ein Blickfang nach dem anderen

In der bunten Fußgängerzone schmücken Ballons und Zirkusgirlanden die Schaufenster, hie und da wird mit Festspiel-Aufklebern und Plakaten dekoriert. Auf der Kaiserstraße bleiben einige Passanten vor einem Café stehen, um sich am Anblick der selbstgemachten Rigoletto-Kulisse im Schaufenster zu ergötzen. Der ausgestellte Clownskragen in Tortenform sieht zwar zum Anbeißen aus – ist allerdings nicht essbar. „Sonst wird die Schaufensterdekoration oft aus Zuckerguss angefertigt, aber bei den derzeitigen Temperaturen hält das einfach nicht“, erklärt Co-Geschäftsführerin Carmen Götze.

Wenige Schritte weiter zieht noch ein Clown die Blicke auf sich: Zwischen den Schaufensterpuppen im Modegeschäft namens Blickfang, starrt ein riesiges Rigoletto-Gesicht aus Gips auf die Fußgängerzone hinaus. Das Geschäft erweist seinem Namen damit alle Ehre. Gleich ums Eck schmückt auch das Modehaus Sagmeister seine Auslage mit Zirkusmotiven: Elefanten, Tiger und Dompteure erleuchten dort bei Nacht die Fenster. Die Kollektion im Festspiellook zeigt farbenfrohe Kindershirts mit Tieraufdruck und Anzüge im Streifenmuster.

Rigoletto ist in aller Munde

Das Spiel auf dem See hat auch viele Bregenzer Gastronomen inspiriert: Zum Apéro kann man sich einen „Rigoletto“-Aperitif mit Beeren im Eispavillon am See oder im Hafencafé „Die Welle“ holen. Weiter stadteinwärts bewirbt die Bäckerei Mangold ihren „Star des Sommers“ – ein vegetarisches Rigoletto-Brötchen, gefüllt mit Auberginen.

Wer sich zum Hauptgang einen edlen Tropfen gönnen möchte, ist bei Wein & Co. gut beraten: Hier sind die prämierten Festspiel-Siegerweine ausgestellt, ausgewählt von einer Jury unter Beteiligung der Festivalpartner Pfanner & Gutmann und Österreich Wein Marketing und Schlumberger Wein- und Sektkellerei. Die Weine gibt’s auch als Geschenkset, unter anderem im Pfanner-Online-Shop (shop.pfanner-destillate.com/601_bregenzer-festspielweine). Die Schlumberger Wein- und Sektkellerei, ebenfalls Partner der Festspiele, bietet einen eigenen Festspiel-Cuvée (Schlumberger Grüner Veltliner Brut KLASSIK) an.

„Riegelettos“ zum Kaffee

Für Naschkatzen hat die Stadt Bregenz einige Desserts parat. Die Schokoladen-Manufaktur Xocolat entwarf zur 73. Festspielsaison die sogenannten „Riegelettos“. „Und eine Pralinenserie mit sechs von Rigoletto, Giuseppe Verdi und seiner Heimatregion inspirierten Geschmäckern in der passenden Pralinenschachtel“, präsentiert Geschäftsführerin Martina Homann-Dellantonio ihre Kreationen. Schokoladig geht es auch im Theatercafé am Kornmarktplatz weiter, denn dort werden Schokotafeln mit Rigoletto-Verpackungen ausgestellt. „Ja klar haben wir eine Festspielauslage“, heißt es dort von Geschäftsführer Rainer Troy ganz selbstverständlich.

Gilda erfrischt mit Gin

Der perfekte Ort für den Ausklang des kulinarischen Spaziergangs bildet der Platz der Wiener Symphoniker direkt am Festspielhaus. Neben dem Restaurant bühnedrei öffnet das Gourmet-Zelt vor jeder Rigoletto-Aufführung ab 18.00 Uhr seine Türen – Reservierung empfohlen. Die Festspiel-Gastronomie bringt mit Antipasti, Frutti di Mare und Tiramisu etliche Liebeserklärungen an Italien auf den Tisch. Außerdem stehen dort mehrere Festspiel-Cocktails à la „Mantua“ sowie ein alkoholfreier „Borsa“ auf der Karte. Besonders erfrischend ist der sommerliche Gilda-Cocktail mit Wassermelonensirup und Hendrick’s Gin. Wenn das Vorprogramm der Musiker und Akrobaten auf dem Vorplatz zu hören und sehen ist, dann wird es langsam Zeit, auszutrinken. Denn nun lädt Rigoletto auf der Seebühne zum Operngenuss vom Feinsten ein. Salute!

Was es bei einem entspannten Besuch auf der Seebühne zu beachten gibt, steht in den News vom 19. Juli.

Café Götze in Bregenz (© Bregenzer Festspiele / Sarah Kresser)

Hurra! Geburtstag!

Kommenden Sonntag vor 73 Jahren startete das Programm der ersten Bregenzer Festwoche am 4. August 1946 um 7.00 Uhr morgens mit Turmblasen. Tags darauf folgte der „Mozartabend“ mit Eine kleine Nachtmusik und Bastien und Bastienne auf zwei Kieskähnen im Gondelhafen, Vorläufer des heutigen Spiels auf dem See. Übrigens, eine eventuelle Regenabsage gab die Festivalleitung damals per Böllerschüsse zwischen 18.00 und 19.00 Uhr bekannt.

Für Nostalgiker gibt’s hier alles über die Geschichte der Bregenzer Festspiele von ihrem Ursprung bis heute. Einen Rückblick auf die Seebühnen-Kulissen findet sich in der Chronik: chronik.bregenzerfestspiele.net/de/

Ein Treffpunkt für Augen und Ohren ~ Ö1-Klassik-Treffpunkt aus Bregenz

Bregenz, 26.7.19. Die sommerliche Reise des „Klassik-Treffpunkts“ führt das Ö1-Publikum am 3. August in den Westen Österreichs, zu den Bregenzer Festspielen. Aus dem Parkstudio des Festspielhauses begrüßen Sie Helmut Jasbar und seine Gäste: Intendantin Elisabeth Sobotka, Regisseur Jan Eßinger, Sänger Wolfgang Stefan Schwaiger und Sängerin Mélissa Petit geben Einblicke in das Festspielgeschehen und die Probenarbeiten. Besucher sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Tschaikowskis Eugen Onegin feiert am 12. August seine Bregenz-Premiere im Theater am Kornmarkt. Regisseur Jan Eßinger spürt mit den jungen Talenten des Bregenzer Opernstudios den widerstreitenden Gefühlen der Figuren nach.

Wolfgang Stefan Schwaiger, ehemals selbst Mitglied des Opernstudios am Kornmarkt, ist in diesem Jahr bereits das vierte Mal in Folge bei den Bregenzer Festspielen – diesen Sommer als Marullo in Rigoletto auf der Seebühne und im Orchesterkonzert mit dem Symphonieorchester Vorarlberg.

Mélissa Petit ist diesen Sommer als Gilda in Rigoletto zu erleben. Auch sie ist mit den Herausforderungen der Seebühne bereits bestens vertraut: Als Micaëla in Carmen führten sie ihre Auftritte in die höchstgelegenen Winkel der riesigen Kulisse.

Bereits die fünfte Ausgabe der Bregenzer Festspiele ist es für Intendantin Elisabeth Sobotka, die auch in diesem Festspielsommer ein facettenreiches und spannendes Programm geplant und zu verantworten hat.

Festspielgäste, Bregenz-Urlauber und Ö1-Hörerinnen und -Hörer, Sie alle haben die Möglichkeit, Einblicke in das Festspielgeschehen und die Probenarbeiten zu bekommen. Musikalische Ausschnitte und die Gespräche von Gestalter Helmut Jasbar mit seinen Gästen können im Parkstudio des Festspielhauses live miterlebt und im Radio mitverfolgt werden.

PARKSTUDIO | FESTSPIELHAUS
Ö1 KLASSIK-TREFFPUNKT
3. August – 10.00 Uhr
Gäste: Elisabeth Sobotka, Jan Eßinger, Mélissa Petit und Wolfgang Stefan Schwaiger
Präsentation: Helmut Jasbar
EINTRITT FREI

Dieser Blick geht unter die Haut ~ Rigoletto-Kulisse per Online-Röntgenblick einfach zu durchschauen

Wer sich das Innenleben der Seebühne genauer ansehen möchte, kann das Skelett des Bühnenbildes mit ein paar Klicks offenlegen. Die ansonsten verborgene Bühnentechnik, wie Unterwasserkonstruktionen und Bewegungsmechanismen, wird so sichtbar.

Wer sehen möchte, was die Rigoletto-Kulisse sonst noch alles kann, wirft am besten selbst einen Blick auf die Röntgenbilder, zu finden auf der Festspiel-Homepage: https://vtour.bregenzerfestspiele.com/.

Ausblick: Das tut sich in den nächsten Tagen

Rigoletto

Im August bleibt Rigoletto beim Spiel auf dem See regelmäßig ab 21.00 Uhr das Lachen im Hals stecken. Die Vorstellungen sind ausverkauft, Tickets für die nächstjährige Saison gibt’s ab dem Abend des 18. August auf der Festspiel-Homepage (Premieren ausgenommen).

Clubstage

Das Künstlerische Betriebsbüro der Bregenzer Festspiele lädt auch in diesem Jahr wieder zur Clubstage in die Werkstattbühne. Geboten werden musikalische, akrobatische, komödiantische oder tänzerische Auftritte von Mitarbeitern, Künstlern und Freunden der Bregenzer Festspiele. Die Clubstage öffnet noch an zwei Samstagen (3. und 10. August), jeweils um 23.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Festspielfrühstück

Kommenden Sonntag um 9.30 Uhr lädt der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele gemeinsam mit dem ORF Vorarlberg erneut zum Festspielfrühstück. Hier sind Regisseure, Bühnenbildner und Musiker von ihrer persönlichen Seite zu erleben. Diese Woche zu Gast ist Eugen Onegin-Regisseur Jan Eßinger. Noch ein weiterer Termin wartet auf Besucher bei freiem Eintritt (18. August, ebenfalls um 9.30 Uhr). Weitere Infos gibt’s hier: bregenzerfestspiele.com/de/besuch/festspielfruehstueck-0

Orchestermatinee & Orchesterkonzert

Im August finden zwei weitere Konzerte der Wiener Symphoniker statt: Den Auftakt zum Zyklus aller vier Symphonien von Johannes Brahms unter der Leitung von Symphoniker-Chefdirigent Philippe Jordan, bildet die Orchestermatinee am kommenden Sonntag um 11.00 Uhr mit den ersten beiden Symphonien. Tags darauf folgen um 19.30 Uhr die Symphonien Nr. 3 und 4. Beide Konzerte überträgt der Streamingdienst takt1 live ins Internet unter takt1.de. Für das Montagskonzert gibt es außerdem noch Tickets auf der Homepage der Bregenzer Festspiele.

Musik & Poesie: Narren
In der letzten Vorstellung der Musik & Poesie-Reihe dieser Saison begibt sich der renommierte Schriftsteller und Erzähler Michael Köhlmeier auf die Spuren verschiedener Narrenfiguren. Dazwischen präsentiert das junge Cölner Barockorchester mit der Ouvertüren-Suite von Georg Philipp Telemann eine weitere musikalische Version von Don Quijote. Die Vorstellung am Sonntagabend ist bereits ausverkauft. Weitere Infos gibt’s hier: bregenzerfestspiele.com/de/programm/musik-poesie-3

Festival-Potpourri

Che Bello! Zur Premiere von Rigoletto hat Maskenbildnerin Kati Stubbe ein Gemälde angefertigt. Seit Turandot wünscht die langjährige Mitarbeiterin den Kollegen auf der Seebühne auf diese Weise „TOI TOI TOI“. Sopranistin Mélissa Petit findet das Gemälde zu schön, um es nicht auf Instagram zu teilen. Auch Dirigent Enrique Mazzola kommentiert es begeistert: „Che bello!!!“ (instagram.com/p/B0LMitfCLkl/ / katistubbe.com)

#magicmoment. Den Applaus der rund 6.900 Zuschauer auf der Seetribüne bezeichnet Dirigent Enrique Mazzola auch nach mehreren Vorstellungen als „magisch“. Der Blick vom beleuchteten Clownskopf Richtung Publikum weckt wahrlich große Emotionen. twitter.com/EnriqueMazzola/status/1154332861987774465

Im Zeitraffer. Gilda-Darstellerin Stacey Alleaume postet ein Video im Zeitraffer, in dem der Clownskopf mit seinen unzähligen Bewegungen geradezu „angibt“. Von den technischen Proben zeigt sie sich noch immer beeindruckt: “This set never ceases to amaze me!” instagram.com/p/B0a7jUKo0kF/

Morgen einschalten:

Die Festspiele sind morgen, Samstag, wieder im Radio zu hören:

Klassik-Treffpunkt, Ö1
mit Elisabeth Sobotka, Jan Eßinger, Mélissa Petit und Wolfgang Stefan Schwaiger
3. August, 10.05 Uhr

Nächste Woche auf dem Programm:

Festspielfrühstück, ORF Radio Vorarlberg
mit Jan Eßinger
5. August, 20.00 Uhr

Die Bregenzer Festspiele 2019 finden vom 17. Juli bis 18. August statt.
Tickets und Infos unter bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.