Neuigkeiten von den Bregenzer Festspielen (11.08.)

Die Judith von Shimoda ~ Bregenzer Festspiele ~ Ensemble ~ © Bregenzer Festspiele / Anja Köler (andereart.de)


Die Werkstattbühne als Ort der Begegnung ~ Fünf Fragen an Regisseurin Carmen C. Kruse

Erst Anfang Juli ergab sich für Carmen C. Kruse das Engagement in Bregenz, wo sie auf der Werkstattbühne die zeitgenössische Oper Die Judith in Shimoda – eine Uraufführung – inszeniert. Sie sprang kurzfristig für Philipp M. Krenn ein und entwickelte schnell ihr eigenes Konzept zu diesem feministischen Stoff. Ebenso unkompliziert wie sie selbst ist ihr kleiner Hund Freddie, der während des Interviews tiefenentspannt in ihrem Rucksack sitzt. „Das ist ein echter Regiehund, ich nehme ihn oft zu Proben mit“, erzählt Kruse lächelnd. Ein weiterer praktischer Vorteil dieser Rasse namens Bolonka Zwetna: Die Tiere haaren nicht.

Carmen C. Kruse
© Isabella Lieselotte Fotografie

Worum geht es in der Oper?

Die Ausgangssituation ist die Ankunft der US-Amerikaner 1856 mit Kriegsschiffen im verschlossenen Japan zum Abschließen von Handelsverträgen. Nach kulturellen Missverständnissen droht eine gewalttätige Eskalation, und so wird die Geisha Okichi überzeugt, für ihr Volk den US-Konsul zu besänftigen. Eine Tat, die sie aus Menschlichkeit tut, und die lange Schatten über ihr Leben wirft, denn sie wird von ihren Mitmenschen ausgeschlossen.

Das klingt nach einer Variation des Themas von Madame Butterfly

Einerseits schon, andererseits setzt sich Die Judith von Shimoda intensiver mit den Auswirkungen von Patriachat und Gendergewalt auf die gesamte Gesellschaft auseinander und begegnet dem Thema mit Respekt, Ernsthaftigkeit und Humor und, so viel sei verraten, das Ende ist auch anders. Wir widmen uns der Frage: Wer entscheidet über Wahrnehmung, über Geschichtsschreibung? Dafür haben die Ausstatterin Susanne Brendel und ich einen Seelenraum entwickelt, der die Menschlichkeit der Charaktere in den Mittelpunkt stellt.

Worin unterscheiden sich die Hauptfiguren Madame Butterfly und Okichi?

Okichi ist zu Beginn des Stücks sehr jung, ähnlich wie Madame Butterfly. Wir beobachten Okichis Leben über einen viel längeren Zeitraum, nämlich über 20 Jahre. Sie wird in dieser Zeit zur Aktivistin, zur Künstlerin, und ist eine vielschichtige Frauenfigur, die trotz den Widrigkeiten des Lebens an ihren Werten festhält und immer wieder Stärke findet. Frauenrechtsbewegungen spielen eine große Rolle, inspiriert durch aktuelle Aktivist:innen und Künstler:innen wie Pussy Riot.

Auf welche Art Musik kann sich das Publikum einstellen?

Fabián Panisello, ein argentinischer Komponist mit italienischen Wurzeln, hat einen relativ großen Orchesterapparat vorgesehen, mit sehr viel Schlagwerk und klassischen Instrumenten. Es gibt schöne Liebesduette und Choreinsätze genauso wie Rap. Er hat sich auch mit japanischen Traditionen und Instrumenten auseinandergesetzt. Dazu kommen elektronische Komponenten, in Summe ein ziemlich cooles Klangerlebnis. Der Abend wird das Publikum berühren.

Wie gehen Sie grundsätzlich an Ihre Arbeit heran?

Mir ist es wichtig, das traditionelle Operngeschehen um gelebte Erfahrungen zu erweitern und einen Ort der Begegnung zu schaffen. Ich widme mich oft Themen, die Raum brauchen, dazu gehören Trauer, Suizid oder queere Inhalte. Dennoch ist Die Judith in Shimoda keine ausschließlich schwere Materie. Sie ist gleichzeitig eine Erzählung von Verbundenheit, von Freundschaft, von Liebe. Bei diesem Stück arbeiten wir mit einer sehr menschlichen Personenführung, die den Zuschauer:innen Empathie ermöglicht und sie dadurch einen leichten Zugang finden lässt. Es wird auf jeden Fall ein abwechslungsreicher Abend.

Die Judith von Shimoda, eine Koproduktion mit der Neuen Oper Wien, feiert am 17. August Premiere. Eine Vorstellung folgt am 19. August. Tickets sind verfügbar. Um 19.15 Uhr gibt es an beiden Tagen eine Gratiseinführung. Für sie ist eine Anmeldung nötig, entweder im Webshop der Bregenzer Festspiele oder telefonisch unter +43-5574-4076.


Nahtlos in die Großbaustelle

Der Technische Leiter der Bregenzer Festspiele steht vor einer Mammutaufgabe

Weniger als acht Stunden später, nachdem Cio-Cio-San alias Madame Butterfly in der Nacht vom 20. August zum letzten Mal aus Verzweiflung den Freitod sucht, rücken Hebekräne und anderes schweres Gerät an. Nicht nur der Abbau des aktuellen Bühnenbildes steht auf der Agenda. Es wird bereits die Basis für das Spiel auf dem See 2024/25 vorbereitet und eingerichtet, der Kern der Seebühne aus Beton wird saniert und erneuert und neue Leitungen werden im Seegrund verlegt.

Sanierung bei den Bregenzer Festspielen
© Gabriel Fässler

Spaziergänger dürfen als Zaun-Gäste ab übernächster Woche aus sicherem Abstand bestaunen, wie sich der Bereich der Seebühne in eine Großbaustelle verwandelt. Die einzelnen Anschnitte sind eng getaktet. Arno Kuntner, Baukoordinator der Bregenzer Festspiele, zeichnet ein plastisches Bild: „Was nicht bis 8. September ausgeräumt ist, knabbert der große Bagger weg.“ Nach der letzten Aufführung von Madame Butterfly bleiben somit gerade mal drei Wochen Zeit, um das gesamte technische Equipment auszubauen, von der Hydraulikanlage bis zum einzelnen Feuerlöscher. Zwei Wochen zum Abbruch und Abtransport des gesamten Bühnenbildes, ein paar Tage mehr, um auch den Betonkern auszuräumen.

Konstruktionsteile werden, soweit es geht, recycelt, der Rest fachgerecht entsorgt. Ein Großteil an technischen Einrichtungen wird später wieder eingebaut. Wer einmal an einer Führung über die Seebühne teilgenommen hat, hat gesehen, wie Lagerräume, Werkstätten, Garderoben und technische Gerätschaften aufeinander picken und wie beengt alles ist. Bis zur nächsten Saison wird alles neu organisiert. Ein paar Bereiche übersiedeln ins Festspielhaus, andere erhalten mobile Container-Lösungen, für wiederum andere gibt es weiterhin fixe Räume am See. „Alles wird kompakter“, sagt Arno Kuntner.

Neu nach 45 Jahren

Der ohnehin fällige Umbau für den Freischütz eröffnet zugleich das Zeitfenster, in dem auch die anstehende Sanierung des Betonkerns über die Bühne geht. Der Betonkern ist die Basis für das jeweilige Bühnenbild, die Hinterbühne und alles, was für ein Spiel auf dem See an Ort und Stelle benötigt wird, aber von den Zuschauer:innen verborgen bleiben soll. Dieser Betonkern steht zum Teil schon über 45 Jahre im Wasser. Er wird abgerissen und neu errichtet. Etwas versetzt, schmaler und um einige wenige Grad gedreht und auf die Mittelachse der Tribüne ausgerichtet – und zweistöckig.

Dieses Projekt leitet Martin Fend. „Als erstes kommen Spundwände, dann wird die Bodenplatte saniert und Piloten werden fürs Fundament eingebracht, Wände hochgezogen … wenn alles funktioniert, sollte das Ende Jänner erledigt sein.“ Wo auf dem Platz der Wiener Symphoniker im Moment noch das große Gastronomiezelt aufgebaut ist, nimmt schon in den nächsten Tagen die Baustelleneinrichtung Form an. Und von dort aus wird für die Betonmischer, Lkw und anderen Baustellenfahrzeuge bogenförmig eine sechs Meter breite Baustraße zur Seebühne im Wasser aufgeschüttet.

Bauliche Hotspots

Auf der anderen Flanke der Seebühne werden zwei fixe Versorgungstunnel zwischen Ufer und – neuer – Seebühne gegraben. Die Rohre dafür werden zurzeit in Fußach vorbereitet. Sie nehmen alle Zu- und Entsorgungsleitungen auf, die eine Seebühne dieser Größenordnung braucht und die im Moment noch weniger wartungsfreundlich auf dem Seegrund liegen.

Auch diese westliche Seite des Festspielhauses ist ein baulicher Hotspot. Dort laufen bereits die Vorbereitungen für die zukünftige gemeinsame Geothermienutzung mit dem neuen Hallenbad der Stadt nebenan, der Neubau der Küche im Festspielhaus, die Übersiedlung einiger technischer Abteilungen in das neue Werkstättengebäude, wodurch im Querriegel Räume frei werden und sich das Künstlerische Betriebsbüro im 4. und andere Abteilungen im 3. Stock über mehr Platz freuen dürfen. Den sehnen die Mitarbeiter:innen durch die gestiegenen Aufgaben längst herbei. Auch das hält die Zuständigen der Bregenzer Festsiele in den kommenden Wochen und Monaten auf Trab. Doch davon werden die Spaziergänger am See nichts mitbekommen.


Brass Appassionato ~ Blasorchestermatinee

Erneut kommen junge Musiker:innen aus unterschiedlichen Ländern nach Vorarlberg, um unter der Leitung von Martin Kerschbaum, Dirigent und Schlagzeuger der Wiener Symphoniker, ein großes symphonisches Blasorchester zu bilden. Bereits zum sechsten Mal findet das Abschlusskonzert im Festspielhaus statt. Dabei erklingen unter anderem Werke von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Richard Strauss, deren Musik auch im aktuellen Festspielprogramm zu hören sind, sowie Werke von Harold Arlen, Gustav Holst, Alfred Reed und John Williams.

Brass Workshop
© Bregenzer Festspiele / Anja Köhler (andereart.de)

Vorstellung
13. August 2023 – 11.00 Uhr Festspielhaus | Großer Saal

Dirigent Martin Kerschbaum
Absolvent:innen des 6. Internationalen Blasmusik-Camps, Dozent:innen der Wiener Symphoniker

Programm:

  • Alfred Reed The Golden Year. An Anniversary Celebration for Winds
  • Giuseppe Verdi Marsch aus der Oper Ernani, bearbeitet für Blasorchester von Hermann Egner
  • Giacomo Puccini Fantasie über die Oper Madame Butterfly für Blasorchester
  • Richard Strauss »Salomes Tanz« aus der Oper Salome, bearbeitet für Blasorchester von Mark H. Hindslay
  • Irving Gordon Unforgettable, bearbeitet für Blasorchester von Toshio Mashima
  • Gustav Holst »Jupiter, the Bringer of Jollity«, Nr. 4 aus: The Planets. Suite für großes Orchester op. 32, bearbeitet für Blasorchester von Geert Schrijvers
  • John Williams »The Imperial March (Darth Vader’s Theme)« aus der Filmmusik zu Star Wars: The Empire Strikes Back, bearbeitet für Blasorchester von Stephen Bulla
  • Harold Arlen und Edgar Yipsel Harburg / James Barnes Medley aus der Filmmusik zu The Wizard of Oz für Blasorchester
  • Amilcare Ponchielli »Tanz der Stunden«. Ballettmusik aus dem 3. Akt der Oper La Gioconda, bearbeitet für Blasorchester von Carlo Morino, rev. von Simon Katz

DAUER ca. 1 ½ Stunden (ohne Pause)
PREIS EUR 18 (bis 9. August 2023), danach EUR 20,
Schüler:innen und Studierende EUR 10

In Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Blasmusikverband


Pressetag II ~ Festspielfinale bringt Bravourstück und Uraufführung

Werther und Die Judith von Shimoda

Zehn Tage vor Ende der 77. Saison bieten die Bregenzer Festspiele einen Blick auf zwei außergewöhnliche Musiktheater-Ereignisse, die ein fulminantes Festspielfinale versprechen: Im Kornmarkttheater feiert am kommenden Montag die Opernstudio-Produktion Werther Premiere. Auf der Werkstattbühne erfährt am kommenden Donnerstag die Oper Die Judith von Shimoda ihre Uraufführung.

Weiters stehen mit dem Symphonieorchester Vorarlberg am letzten Festspielsonntag und Brass Appassionato am kommenden Sonntag zwei Orchestermatineen am Programm. Beim Spiel auf dem See stirbt Madame Butterfly inklusive des heutigen Abends noch neun Mal den Bühnentod in der viel akklamierten Inszenierung von Andreas Homoki, bevor das überdimensionale Blatt Papier im Bodensee für immer verschwunden sein wird.

Opernstudio bringt Bravourstück ins Kornmarkttheater

In Jules Massenets Oper Werther nach dem Briefroman Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe möchte Regisseurin Jana Vetten den Fokus auf die Figur der Charlotte und ihre Familie richten. „Werther ignoriert die Bedürfnisse von Charlotte, bezeichnet diese Ignoranz als Liebe. Ich werde mich mit Charlottes Schmerz, ihrem Weiterleben stark beschäftigen“, sagt die aus Bamberg stammende, freischaffende Regisseurin, die im Festspielsommer 2021 Regie führte bei der Uraufführung des Schauspiels Lohn der Nacht von Bernhard Studlar in Koproduktion von Theater Kosmos und Bregenzer Festspielen.

Die musikalische Leitung dieser Opernstudioproduktion hat Claire Levacher, die 2017 die Musiktheater-Uraufführung To the Lighthouse bei den Bregenzer Festspielen dirigierte. Bühnenbild und Kostüme stammen von Camilla Hägebarth, es spielt das Symphonieorchester Vorarlberg, es singt der Kinderchor der Musikmittelschule Bregenz-Stadt.

Das 2015 von Elisabeth Sobotka gegründete Festspiel-Opernstudio möchte jungen Sängern und Sängerinnen ideale Bedingungen bieten, um sich professionell entwickeln zu können. Bereits im Frühjahr waren sie Teil der von Kammersängerin Brigitte Fassbaender geleiteten Meisterklasse. Komponist Jules Massenet schuf gemeinsam mit drei Textdichtern seine musikalische Version von Werther basierend auf Goethes Briefroman. Diese große romantische Oper wurde 1892 in Wien uraufgeführt und stellt ein Bravourstück des Opernrepertoires dar, dem sich nun die sieben jungen Sängerinnen und Sänger des achten Festspiel-Opernstudios annehmen.

Bregenzer Festspiele: Vorstellung der Oper »Die Judith von Shimona«
© Bregenzer Festspiele / Anja Köehler (andereart.de)

Von der Geisha zur Aktivistin: Die Judith von Shimoda

Was zunächst nach einer Abwandlung der Handlung von Madame Butterfly aussieht, basiert in Wahrheit auf einem 1940 veröffentlichten Theaterstück von Bertolt Brecht: Eine Geisha dient einem US-amerikanischen Konsul in Japan. Fabián Panisello, argentinisch-spanischer Komponist, verarbeitete diesen Stoff mit Die Judith von Shimoda nun zu einer Oper in zwei Teilen, die am 17. August ihre Uraufführung auf der Werkstattbühne der Bregenzer Festspiele feiert. Koproduzent des Auftragswerks ist die Neue Oper Wien.

Die Inszenierung hat vor rund einem Monat kurzfristig Carmen C. Kruse von Philipp M. Krenn übernommen, der aus privaten Gründen die Regietätigkeit absagen musste. „Einerseits gibt es Ähnlichkeiten zum Stoff von Madame Butterfly, andererseits setzt sich Die Judith von Shimoda intensiver mit den Auswirkungen von Patriachat und Gendergewalt auf die gesamte Gesellschaft auseinander und begegnet dem Thema mit Respekt, Ernsthaftigkeit und Humor. Und auch das Ende ist ein anderes“, sagt die in Kärnten und Hamburg aufgewachsene Regisseurin und Stückentwicklerin. Ausstatterin Susanne Brendel habe dazu einen Seelenraum entwickelt, in dem die Musik durch Videos ergänzt werde.

Die Inszenierung stellt die Figur der Okichi in den Mittelpunkt, die über einen Zeitraum von 20 Jahren von einer Geisha zur Aktivistin, zur Künstlerin wird. „Okichi ist eine vielschichtige Frauenfigur, die trotz den Widrigkeiten des Lebens an ihren Werten festhält und immer wieder Stärke findet. Frauenrechte spielen eine große Rolle, inspiriert durch aktuelle Künstlerinnen wie Pussy Riot“, erläutert Carmen C. Kruse.

Die musikalische Leitung hat Walter Kobéra, Intendant der Neuen Oper Wien. Für Bühne, Kostüme und Video zeichnet Susanne Brendel verantwortlich, für das Licht ist Norbert Chmel verantwortlich. Es singt der Wiener Kammerchor, es spielt das amadeus ensemble-wien.

Madame Butterfly: Restkarten verfügbar

Das Spiel auf dem See wird inklusive der Seebühnen-Vorstellung heute an 18 Abenden rund 125.000 Menschen (inklusive Generalprobe und Young People’s Night) in seinen Bann gezogen haben, sofern heute keine Wetterabsage erfolgt. Madame Butterfly steht danach noch an weiteren acht Spielterminen auf dem Programm. Tickets sind in einigen Kategorien noch verfügbar.


Festival-Potpourri

Da fehlt nur noch das Popcorn! Ernani wird beim Film Festival am 20. August 2023 in Wien gezeigt. Weitere Informationen finden sich unter: filmfestival-rathausplatz.at

Ein neues Gesicht. Matthias Hoffmann zeigt uns auf Instagram wie er für jede Vorstellung in den kaiserlichen Kommissar verwandelt wird. instagram.com

We’re all in this together. Aytaj Shikhalizada (Suzuki) teilt mit ihren Followern den Moment des Schlussapplauses mit ihren Sänger-Kolleg:innen. instagram.com

Filigran. Jahr für Jahr schwingt Gunnar Tschabrunn den Pinsel und hält unter anderem Proben und Konzerte der Bregenzer Festspiele fest. Auf diesem Bild ist Madame Butterfly zu sehen. instagram.com


Ausblick: Das tut sich in den nächsten Tagen

Die Puccini-Oper Madame Butterfly bleibt auch in der letzten Woche ein regelmäßiger Programmpunkt der Bregenzer Festspiele – mit Ausnahme von Montag und Donnerstag findet das Spiel auf dem See täglich ab 21.00 Uhr statt. Es sind noch Karten verfügbar.

Die Reihe Wiener Symphoniker – ganz persönlich geht am 12. August 2023 um 19.30 Uhr in die letzte Runde. Das Symphonikerblås der Wiener Symphoniker spielt Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung.

Die Gesprächsreihe Festspielfrühstück bietet die Möglichkeit, Künstler:innen der Bregenzer Festspiele von ihrer privaten Seite kennenzulernen. Das letzte Frühstück ist am 13. August 2023 um 9.30 Uhr im Seefoyer des Festspielhauses. Zu Gast ist Fabián Panisello, Komponist von Die Judith von Shimoda.

Eine Woche lang erarbeiten junge Musiktalente unter der Leitung des Dirigenten und Schlagzeuger der Wiener Symphoniker Martin Kerschbaum ein Konzertprogramm. Das Abschlusskonzert Brass Appassionato findet am 13. August 2023 um 11.00 Uhr im Festspielhaus Bregenz statt.

Am 14. August 2023 um 19.30 Uhr feiert Jules Massenets Werther in der Inszenierung von Jana Vetten am Theater am Kornmarkt Premiere. Die Oper wird noch an drei weiteren Terminen gezeigt.

Mit der Uraufführung Die Judith von Shimoda am 17. August 2023 um 20.00 Uhr auf der Werkstattbühne werden die Gäste der Bregenzer Festspiele mit einem weiteren Stück nach Japan entführt. Eine Spielfassung von 1997 diente als Grundlage für den Komponisten Fabián Panisello. Bei der Oper in zwei Akten handelt es sich um eine erneute Zusammenarbeit der Bregenzer Festspiele und der Neuen Oper Wien, Carmen C. Kruse führt Regie.


Die Bregenzer Festspiele 2023 finden von 19. Juli bis 20. August statt.

Tickets und Infos unter bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.