Neues Opernstudio an den Theatern Chemnitz

Die ersten Studierenden im neuen Opernstudio der Theater Chemnitz, Felix Rohleder und Marlen Bieber ~ Foto: Nasser Hashemi / Theater Chemnitz

Die Theater Chemnitz gründen in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden ein Opernstudio. Eine erste Studioproduktion, eine Uraufführung zum Thema Lockdown ist für Mai 2021 geplant.Gemeinsam mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden haben die Theater Chemnitz mit Beginn der Spielzeit 2020/2021 ein Opernstudio gegründet. Die Sparte Musiktheater der Theater Chemnitz und die Hochschule betreuen gemeinsam den Kooperationsstudiengang Gesang Bühnenpraxis Solo für Masterstudierende. „Ich freue mich, dass wir damit an eine langjährige Tradition der professionellen Nachwuchsförderung anknüpfen können“, erklärt Dr. Christoph Dittrich, Generalintendant der Theater Chemnitz. „Die Ausbildung an unserer Musikhochschule zeichnet sich durch ihre Praxisnähe aus. Mit der neuen Kooperation mit den Theatern Chemnitz ermöglichen wir den Studierenden nach dem Studium einen perfekten Einstieg in das Berufsleben als Sänger und Sängerin“, so Professorin Hendrikje Wangemann, Studiendekanin der Fachrichtung Gesang und Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Bühnenpraxis Solo.

Mit dem Opernstudio wird der Weg der Nachwuchsförderung im Musiktheater der Theater Chemnitz konsequent beschritten. Zunächst erhalten zwei, zukünftig vier junge Sängerinnen und Sänger die Möglichkeit, sich in einer zweijährigen vertiefenden, praxisorientierten Ausbildung auf ihre Bühnenlaufbahn vorzubereiten, um ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern. Parallel zum Unterricht an der Hochschule werden sie regelmäßig in kleinen und mittleren Rollen in Neuproduktionen und Repertoireaufführungen und anderen Veranstaltungen der Theater Chemnitz eingesetzt. „Das breitgefächerte Repertoire unserer Oper bietet den Studierenden vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten“, verspricht Dr. Christoph Dittrich: „Zudem stehen ihnen mit unserem Studioleiter Dan Raţiu sowie mit all unseren Ensemble-Mitgliedern praxiserfahrene Mentorinnen und Mentoren zur Seite.“ So ergänzen Workshops unter anderem in Partien-Studium, Ensemblesingen sowie Stimm- und Fremdsprachen-Coaching die Ausbildung innerhalb des Opernstudios. Die Studierenden erhalten von den Theatern Chemnitz eine monatliche Aufwandsentschädigung, die unter anderem für den Lebensunterhalt und die Studiengebühren der Hochschule genutzt werden soll.

ERSTE STUDIERENDE, ERSTE STUDIOPRODUKTION

Die ersten beiden Studierenden haben ihre Arbeit im Opernstudio bereits aufgenommen – Mezzosopranistin Marlen Bieber und Bassbariton Felix Rohleder. Bieber, 1996 in Radebeul geboren, absolvierte ihr musisch vertieftes Abitur am Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau und erhielt Gesangsunterricht am Robert-Schumann-Konservatorium. Seit 2016 studiert sie Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Prof. Margret Trappe-Wiel und Lothar Odinius. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie während ihres Bachelorstudiums in Hochschulproduktionen, 2018 debütierte sie als 2. Knabe („Die Zauberflöte“) an der Staatsoperette Dresden und sang 2020 am selben Haus den 2. Pagen („Die Banditen“). Rohleder, 1993 im vogtländischen Greiz geboren, begann seine musikalische Ausbildung an der dortigen Musikschule in den Fächern Violine, Klavier und Gesang, nach dem Abitur schloss er ein Schulmusikstudium in Halle (Saale) an, seit 2016 studierte er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Bereits während seines Gesangsstudiums debütierte er in verschiedenen Rollen auf der Opernbühne, unter anderem als Masetto in Mozarts „Don Giovanni“, als Figaro in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und als Diktator in Kreneks „Der Diktator“. Im Sommer 2019 nahm er an der Internationalen Sächsischen Sängerakademie teil und konnte den Förderpreis der Dozenten gewinnen. Für das Jahr 2021 erhält er das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbands Dresden. Derzeit läuft die Bewerbungsphase für zwei weitere Plätze im Opernstudio, die ab dem Sommersemester 2021 vergeben sein sollen.Marlen Bieber und Felix Rohleder sind bereits jetzt auf den Bühnen der Theater Chemnitz zu erleben. So hatte Marlen Bieber ihren ersten Auftritt in der Premiere der Operngala am 3. Oktober, wo sie einen Ausschnitt aus Johann Strauß‘ „Nacht in Venedig“ darbot. In Jacques Offenbachs Einakter „Ein Ehemann vor der Tür“ – Premiere am 16. Oktober 2020 im Opernhaus – wird sie die Partie der Braut Susanne übernehmen. Felix Rohleder wird sich am 31. Oktober im Rahmen der Operettengala „Ich lade gern mir Gäste ein“ dem Chemnitzer Publikum vorstellen – mit Oberst Ollendorfs Hit „Ach, ich hab‘ sie ja nur auf die Schulter geküsst“ aus Carl Millöckers „Der Bettelstudent“.
Gemeinsam werden Bieber und Rohleder dann ab Mai 2021 auf der Bühne stehen – in der Opernstudio-Inszenierung „Isolation Club“ (Arbeitstitel), einer Kammeroper mit Beats für zwei Sänger. „Spannendes Musiktheater im Hier und Jetzt, abseits tradierter Kunsträume und mit Protagonisten der kommenden Sängergenerationen anzubieten, ist eines der Ziele der Chemnitzer Oper“, so Patrick Wurzel, der Direktor für Künstlerische Planung der Oper Chemnitz. Librettist Florian Stanek und Komponist Sebastian Brandmeir erarbeiten mit „Isolation Club“ im Auftrag der Theater Chemnitz ein Werk, das sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt und zeitaktuelles Musiktheater dem Publikum vorstellt. Dabei nehmen sie aktuelle Entwicklungen der Corona-Pandemie und einer Welt im Lockdown auf: Hannah (Marlen Bieber) ist Youtuberin und gibt fröhliche Durchhalteparolen an ihre Follower aus. Bis Paul (Felix Rohleder) dazwischenfunkt. Paul glaubt an Verschwörungstheorien und ist Pandemieskeptiker. Was sie vereint? Die Suche nach dem Echten, dem Leben, dem wahren Kontakt trotz Social Media und Social Distancing. Und wo könnte man das Leben eher finden als in einem Club? Mit wummernden Beats, verschwitzten Körpern und Alkohol. Hannah und Paul begeben sich auf eine Reise, bei der die Grenzen zwischen analoger und digitaler Welt verschwimmen, auch musikalisch. Ihre Uraufführung soll die Kammeroper am 28. Mai 2021 im „Club transit“ im Südbahnhof Chemnitz feiern.

KÜNSTLERISCHE AUSBILDUNG AN DEN THEATERN CHEMNITZ

Das Opernstudio führt die Tradition der Theater Chemnitz als Ausbildungsstätte des künstlerischen Nachwuchses fort. Neben dem Schauspielstudio, das nach fast 50-jähriger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ 2012/2013 neu ausgerichtet wurde und seitdem Studierende aus Österreich, der Schweiz und Deutschland nach Chemnitz einlädt, bietet das Ballett Chemnitz seit 2014 jungen Tänzerinnen und Tänzern in Ausbildung die Chance, ein Jahr als Praktikant in der Company mitzutanzen und den Bühnenbetrieb kennenzulernen. Zudem betreibt die Robert-Schumann-Philharmonie seit der Spielzeit 2004/2005 mit der Rudolf-Kempe-Orchesterakademie ein Förderprogramm für angehende Orchestermusiker, das bisher bereits über 50 Studierende der Instrumental- und Kammermusik in einjährigen Mitgliedschaften durchlaufen haben.


Die ersten Studierenden im neuen Opernstudio der Theater Chemnitz, Felix Rohleder und Marlen Bieber, gemeinsam mit Studioleiter Dan Raţiu (r.).
Foto: Nasser Hashemi / Theater Chemnitz

LEITUNG DES OPERNSTUDIOS DER THEATER CHEMNITZ

DAN RATIU, in Bukarest (Rumänien) geboren, studierte Orchesterleitung, Komposition und Klavier an der Hochschule für Musik in seiner Heimatstadt. Er war als Pianist und Dirigent in Rumänien, Tschechien, Frankreich und Italien tätig und ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Sein erstes Festengagement führte Dan Raţiu von 1991 bis 1995 als Dirigent an die Opera Brașov (Rumänien), von dort aus wechselte er zunächst als Solorepetitor, dann als Kapellmeister und Chordirektor an das Opernhaus Graz. Parallel lehrte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Partiturspiel und Korrepetition und absolvierte in der gleichen Universität ein Promotionsstudium in Musikwissenschaft. Zwischen 2006 und 2017 war Dan Raţiu Chordirektor mit Dirigierverpflichtung an der Staatsoper Hannover, wo er diverse Opern dirigierte und ein sehr vielfältiges Repertoire mit den Chören des Hauses einstudierte. Dazu zählten klassische Werke der Opernliteratur und zahlreiche Stücke des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit März 2018 ist Dan Raţiu als Studienleiter an der Oper Chemnitz engagiert und dirigierte hier bereits Werke wie „Der Nussknacker“, „Die Fledermaus“, „La Cenerentola“, „Ein Maskenball“ sowie Franco Faccios „Hamlet“.

COACHING

Der deutsch-finnische Bassbariton JUKKA RASILAINEN singt an allen großen Opernhäusern der Welt, u. a. an den Staatsopern in Wien und Berlin, in München, Zürich, an der Opéra Bastille in Paris, am Teatro Real in Madrid, in Tokio und Buenos Aires. Entscheidend für seine Karriere war die Arbeit an der Semperoper in Dresden, wo er zum Kammersänger ernannt wurde und vielfältige Rollen von Mozart bis Wagner verkörperte. Seine eindringlichen Rolleninterpretationen prägten zahlreiche Aufführungen der Bayreuther Festspiele und der Opernfestspiele in Savonlinna. Er hat u. a. mit Ruth Berghaus (Scarpia in „Tosca“), Götz Friedrich und Robert Wilson („Der Ring des Nibelungen“), Christoph Schlingensief („Parsifal“) sowie Peter Sellars („Tristan und Isolde“) gearbeitet, außerdem mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Giuseppe Sinopoli, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. Engagements führten ihn zuletzt als Alberich („Das Rheingold“, „Siegfried“, „Götterdämmerung“) und Landgraf an die Oper Chemnitz, als Alberich („Das Rheingold“) und Klingsor an die Finnische Nationaloper Helsinki und als Telramund an die Wiener Staatsoper.

KS DAGMAR SCHELLENBERGER begann ihre Laufbahn an der Komischen Oper Berlin. Bereits zu dieser Zeit gastierte sie an verschiedenen Theatern und Opernhäusern. Sie sang als Ännchen im „Freischütz“ 1985 die Eröffnungsproduktion der Semperoper Dresden. Als Rosalinde konnte man sie über 20 Jahre u. a. in Berlin, Paris, Santiago de Chile, Tokio sowie in Spanien erleben. Ihr breit gefächertes Repertoire führte zu Engagements in Deutschland, Argentinien, den USA, den Niederlanden, in Frankreich, Italien, Spanien, Israel und Japan. 2004 debütierte sie an der Mailänder Scala als Blanche in „Dialogues des Carmélites“ und war 2005 dort als Lisa in „Pique Dame“ zu erleben. Die Marschallin im „Rosenkavalier“ sang sie weltweit, wie auch Strauss‘ Madeleine in „Capriccio“ und Arabella. 2012 bis 2017 übernahm Kammersängerin Dagmar Schellenberger die Intendanz bei den Seefestspielen Mörbisch und startete 2013 nach einem Umbau des Festspielgeländes mit der Produktion „Der Bettelstudent“ sehr erfolgreich in ihre Intendantenära. Konzerte in Österreich und Deutschland runden ihr Wirken ab. Seit 15 Jahren widmet sie sich der Nachwuchsförderung und gab ihre langjährige Erfahrung u. a. als Professorin an der Universität der Künste in Berlin weiter. Sie ist Jurymitglied großer Gesangswettbewerbe.

CORNELIA HELFRICHT wurde 1962 in Coburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie 1982 Gesang bei KS Leonore Kirschstein, Astrid Varnay und Jozef Frackstein sowie Klavier und Violoncello an der MHS Augsburg. Sie wurde mit den Kulturpreisen der Städte Augsburg und Coburg ausgezeichnet und ist Preisträgerin im Rahmen des Internationalen Gesangswettbewerbes für Koloraturgesang Sylvia Geszty. Engagements führten sie zunächst in das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und anschließend an das Staatstheater Mainz sowie an der Volksoper und Staatsoper Wien. 1993 erfolgte der Wechsel an die Oper Leipzig. Gastspiele führten sie mit Partien wie Octavian, Komponist, Carmen, Didon, Venus, Brangäne, Amneris u. a. nach Stockholm an die Königliche Oper, an die Finnische Nationaloper Helsinki, zum Wexford Festival Opera, an die Opéra de Nice, ans Teatro de la Maestranza Sevilla, ans Teatre du Chatelet Paris, ans Teatro Lirico di Cagliari, an die Deutsche Oper und die Komische Oper Berlin, an die Staatsoper Hannover, die Oper Graz, zur Oper im Steinbruch St. Margarethen, nach Tokio und Nagoya. Seit 2011 ist Cornelia Helfricht unternehmerisch als Agentin im In- und Ausland tätig. Sie erhält regelmäßig Einladungen, als Gesangscoach Meisterklassen zu leiten.

Die Sopranistin CORNELIA PTASSEK studierte an den Musikhochschulen Stuttgart, Rostock sowie in Salzburg. Nach ersten Erfahrungen an den Theatern in Bremen, Schwerin, Flensburg und Bremerhaven wurde sie an das Nationaltheater Mannheim engagiert, wo sie von 2005 bis 2016 festes Ensemblemitglied war. Während dieser Zeit konnte sie ihr Repertoire umfangreich erweitern und ist heute in lyrischen Partien ebenso zu Hause wie im jugendlich-dramatischen Fach. Darüber hinaus kann sie auf breite Erfahrungen im Bereich der musikalischen Wiederentdeckungen sowie der neuen Musik verweisen. In den vergangenen Spielzeiten sang sie am Nationaltheater Mannheim unter anderem die Titelpartie in Cherubinis „Medée“, Strauss‘ „Salome“, Glucks „Alceste“ sowie Grete in Schrekers „Der ferne Klang“ und Elettra in Mozarts „Idomeneo“. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist sie freiberuflich tätig. Gastspiele führen sie u. a. als Senta nach Trier, als Ariadne, Grete und Heliane in Schrekers „Wunder der Heliane“ sowie mit Strauss‘ „Vier letzten Liedern“ nach Lübeck, als Elettra ans Litauische Nationaltheater in Vilnius und in der Titelpartie von Cherubinis „Medée“ an die Staatsoper Stuttgart. Zu ihren Partien gehören außerdem Donna Anna, Gräfin („Le Nozze di Figaro“), Aspasia („Mitridate“), Pamina, Elsa, Eva, Salome, Chrysothemis, Violetta und Liù.

MITGLIEDER DES OPERNSTUDIOS

MARLEN BIEBER, 1996 in Radebeul geboren, absolvierte ihr musisch vertieftes Abitur am Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau und erhielt Gesangsunterricht am Robert-Schumann-Konservatorium. Seit 2016 studiert sie Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Prof. Margret Trappe-Wiel und Lothar Odinius. Weitere wertvolle Impulse erhält sie in der Liedklasse von KS Prof. Olaf Bär und bei zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei Prof. Britta Schwarz, Hedwig Fassbender und Lucja Zarzycka. Erste Bühnenerfahrungen sammelte die Mezzosopranistin während ihres Bachelorstudiums in den Hochschulproduktionen „Das schlaue Füchslein“, wo sie 2017 als Specht zu hören war, und 2019 als Cherubino in „Le Nozze di Figaro“. 2018 debütierte sie als 2. Knabe („Die Zauberflöte“) an der Staatsoperette Dresden und sang 2020 am selben Haus den 2. Pagen („Die Banditen“). Zudem war sie für mehrere Produktionen am Staatsschauspiel Dresden verpflichtet. Eine weitere große Leidenschaft der Mezzosopranistin gilt dem Konzertfach. Einen besonderen Höhepunkt stellt dabei ein Liederabend in der Semperoper Dresden im Oktober 2019 dar, bei dem sie Lieder von Fidelio F. Finke interpretierte. Regelmäßig ist sie in den großen Oratorien von Bach zu hören und arbeitete u. a. mit Hans-Christoph Rademann, Georg Christoph Sandmann und Eckehard Stier zusammen.

FELIX ROHLEDER wurde 1993 im vogtländischen Greiz geboren. Seine Ausbildung begann an der dortigen Musikschule in den Fächern Violine, Klavier und Gesang. Nach dem Abitur schloss er ein Schulmusikstudium in Halle (Saale) an, welches er mit dem ersten Staatsexamen zum Abschluss brachte. Seit 2016 studierte der Bassbariton an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden in der Klasse von Jörg Hempel. Hier wurde er außerdem von Olaf Bär im Liedgesang und von Britta Schwarz im Oratorienfach unterrichtet. Weiterhin konnte er als Solist in der Dresdner Konzertreihe „Kantaten im Palais“ unter Leitung von Hans-Christoph Rademann wesentliche Erfahrungen im Bereich der barocken Aufführungspraxis sammeln. Verschiedene Meisterkurse bei Georg Zeppenfeld, Roland Schubert, Regina Werner-Dietrich und Thomas Quasthoff ergänzen seine Ausbildung. Bereits während seines Gesangsstudiums debütierte er in verschiedenen Rollen auf der Opernbühne, u. a. als Masetto in Mozarts „Don Giovanni“, als Figaro in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und als Diktator in Kreneks „Der Diktator“. Im Sommer 2019 nahm er an der Internationalen Sächsischen Sängerakademie teil und konnte den Förderpreis der Dozenten gewinnen. Für das Jahr 2021 erhält er das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbands Dresden.

KOOPERATIONSPARTNER

Die Geschichte der HOCHSCHULE FÜR MUSIK CARL MARIA VON WEBER DRESDEN reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1856 als privates Konservatorium gegründet, ist sie heute eine staatliche Einrichtung auf Universitätsniveau. Sie ist für ihr außergewöhnlich breites Spektrum an Studienmöglichkeiten sowohl auf klassischem als auch pädagogischem Gebiet bekannt. Gut 600 eingeschriebene Studierende aus aller Welt zählt die Hochschule aktuell. Erstklassige, international renommierte Dozenten bieten den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung. Viele Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben, weltbekannte Alumni, Engagements in Spitzenorchestern und -chören und erfolgreiche Solokarrieren zeugen von der Effizienz und Zukunftsfähigkeit des Ausbildungskonzepts.

ISOLATION CLUB (ARBEITSTITEL)

SEBASTIAN BRANDMEIR (KOMPOSITION) studierte an der Musikhochschule München und am Konservatorium der Stadt Wien. Er ist musikalischer Leiter des jungen Ensembles und Dirigent der Grand Show am Friedrichstadt-Palast Berlin. Er komponierte die Musicals „Tee um drei“ (UA 2012, Wien), „Der eingebildete Kranke“ (UA 2016, Bad Freienwalde) und „Die fürchterlichen Fünf“ (UA 2018, Graz). Für die Show „Im Labyrinth der Bücher“ (UA 2019, Berlin) schrieb er die Songtexte. Gemeinsam mit Florian Stanek wurde er beim Internationalen MUT-Autorenwettbewerb mit dem Medien- und Publikumspreis ausgezeichnet. Als Darsteller auf der Bühne war er u. a. in „Elisabeth“, „Mozart“, „Drei Musketiere“, „Frau Luna“, „Urintown“, „La cage aux folles“, „Der kleine Horrorladen“, „Der Schuh des Manitu“, „Aida“, „Sunset Boulevard“, „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ und „Saturday Night Fever“ zu sehen. Am Grenzlandtheater Aachen erhielt er den Karl-Heinz Walther-Schauspielpreis. Zuletzt spielte er Professor Abronsius in „Tanz der Vampire“ im Wiener Ronacher, in St. Gallen, in Köln sowie am Theater des Westens in Berlin.

FLORIAN STANEK (LIBRETTO) studierte an der Musik und Kunst Universität MUK Wien in der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater sowie an der Clown- und Körpertheaterschule École Internationale de Théâtre „Jacques Lecoq“ in Paris. Er besuchte die Akademie für Poesie und Musik SAGO unter der Leitung von Christof Stählin in Mainz und Wasungen. Seine Autorentätigkeit umfasst Texte, Bearbeitungen und dramaturgische Beratung für Bühne, Film und Fernsehen mit einem Fokus auf Musiktheater und Komödie. Bisherige Projekte als Autor waren u. a. „Die Hochzeit des Figaro“ und „Carmen“ (Opernbearbeitungen, Festival Kittsee), „Kalahari Gemsen“ (Sketchshow, ORF 1), „Die fürchterlichen Fünf“ (Buch und Liedtexte, Next Liberty Graz), „Der eingebildete Kranke – Eine total kranke Revue“ (Buch und Liedtexte, Sommerkomödie Bad Freienwalde), „Ein großes Gwirks“ (Sketch, Kabarett Simpl), „Tee um drei“ (Buch und Liedtexte, Konservatorium Wien), „Waiting For Romance“ (Buch, UA Konservatorium Wien), „Premierenfieber am Olymp“ (Buch, Theater Willendorf), „Plötzlich Prinz“ (Erweiterte Liedtexte, Metropol Wien), „Kommt noch wer?“ (Liedtexte und Musik, Sommerkomödie Bad Freienwalde), „Sing, Baby sing!“ (Buch, Sommerkomödie Bad Freienwalde), „Des Teufels Griller“ (Kurzfilm, Uni Wien), „SPIELtrieb!“ (Liedtexte und Musik, Int. Schiller Tage).

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