Musik Monat Mai erfährt pandemiebedingt 2021 inhaltliche und zeitliche Zäsur an der HfMDK Frankfurt

Vom Musikmonat zum Musiksommer

© HfMDK Frankfurt

Es ist ein kleines Jubiläum: der 15. Musik Monat Mai! Trotzdem ist diesmal alles anders als die Jahre davor. Denn die Pandemie ist eine Zäsur – auch für die Frankfurter Musiktage für Schulen.

2006 initiierte die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) den 1. Tag der Schulmusik mit einem Aktionstag. 2010 waren es bereits fünf Tage, seit 2012 ein ganzer Monat, an dem alle Frankfurter Musikinstitutionen mitwirken und Unterrichts-, Workshop- und Vortragsangebote rund um die Musik in die Schulen bringen. Welch eine Erfolgsgeschichte: In den vergangenen 10 Jahren machten jeden Mai etwa 400 Musikerinnen und Musiker ehrenamtlich für rund 4.000 Schülerinnen und Schüler aus jeweils durchschnittlich 50 Frankfurter Schulen Musik zum Live-Erlebnis, das sind insgesamt über 40.000 Begegnungen mit Musik.

„Es war zunächst eine Vision der HfMDK: Musik für alle – egal wie alt, in welcher Schule, mit welcher Erfahrung! Damit wollten wir alle Kinder in Frankfurt erreichen. Denn wir meinen: Singen und Musizieren sind grundsätzliche Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben. Inzwischen sind längst alle dabei, die sich in Frankfurt mit Musik beschäftigen. In diesem Jahr hat Corona eine inhaltliche Neuausrichtung erforderlich gemacht. Kinder und Jugendliche leiden wohl am meisten unter der Krise“, sagt Prof. Elmar Fulda, der Präsident der HfMDK. „Alle Beteiligten haben seit letztem Jahr neue Formate entwickelt, den Mai bis in den Juli verlängert. Denn eines wollen wir auf jeden Fall verhindern: Dass der Musik Monat Mai nochmals ausfallen muss“, betont Prof. Elmar Fulda.

Elena Trifonova vom HR berichtet, stellvertretend für die Kooperationspartner, über das pandemiebedingt veränderte diesjährige Angebot ihrer Institution: „Das hr-Sinfonieorchester möchte während der Pandemie den Kontakt zu den Schulen möglichst aufrecht erhalten. Deshalb haben wir unser Format ‚Klassenkonzert‘ der aktuellen Situation angepasst: Anstatt im Klassenzimmer spielen wir entweder open air oder in der Turnhalle, streichen leider das Begrüßungslied, und auch das Begutachten und Anfassen der Streichinstrumente am Ende des Konzerts muss dieses Jahr leider entfallen. Wir kompensieren dies durch erweiterte Mitmachaktionen vom Platz aus und einer ausgedehnteren Fragerunde, so dass das Klassenkonzert trotz der Einschränkungen eine bunte Stunde aus Musik und spielerischer Wissensvermittlung bleibt“.

Die gemeinsame Aktion wurde von Beginn an von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützt. „Gerade in diesen Zeiten kommt es unserer Stiftung darauf an, für unsere Partner da zu sein“, erklärt Nicole Schlabach (Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen). „Dabei spielen vor allem Projekte für Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle. Die Förderung musischer Bildung ist für uns eine Kernaufgabe. Wie wichtig die Musik, das Musizieren – und dies gemeinsam zu tun, ist, darf nicht in Vergessenheit geraten“.

Mitwirkende Institutionen sind: die Alte Oper Frankfurt, das Dr. Hoch’s Konservatorium, die HfMDK, die hr-Bigband, das hr-Sinfonieorchester, die Jugendmusikschule Bergen-Enkheim, die Junge Deutsche Philharmonie, die Internationale Ensemble Modern Akademie, das Hindemith-Institut, die Frankfurter Musikwerkstatt, Waggong e.V., Laterna Musica, die Museumsgesellschaft Frankfurt, die Musikschule Frankfurt am Main e.V., die Oper Frankfurt und die Schülerkonzerte der Stadt Frankfurt am Main. 

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