Musical Inc. zeigt „Made in Dagenham” im Juni zum ersten Mal in Deutschland

Made in Dagenham ~ Musical Inc. ~ Vorabbild ~ © Svenja Drewitz

Was lange währt wird endlich gut. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause liegen vor der Musical Inc. und den rund 80 Beteiligten nur noch wenige Wochen vor der Premiere des Musicals „Made in Dagenham“.

Bis dahin befinden sich Ensemble, Orchester und Stage Crew in der sogenannten „heißen Phase“. Die Musical Inc. freut sich, das Stück „Made in Dagenham“ als erste Musicalgruppe in Deutschland aufführen zu dürfen.

Am 10. Juni 2022 wird sich in Mainz um 20 Uhr der erste Vorhang in Deutschland für „Made in Dagenham“ öffnen. Musicalfreunde können sich auf insgesamt 14 Vorstellungen (bis zum 25. Juni
2022) im Theater im P1 auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität freuen. Die Musical Inc. spielt traditionell in zwei alternierenden Besetzungen.

Die Musicalgruppe feierte in den letzten Jahren bereits große Erfolge mit Broadway-Musicals wie „9 to 5”, „Natürlich Blond” oder „In The Heights”. Nun steht erstmalig ein britisches Musical auf dem Spielplan. Nach einer wahren Geschichte erzählt das erfolgreiche West End-Musical „Made in Dagenham“ erfrischend komisch von Freundschaft, Liebe und dem Kampf um Gleichberechtigung.

“Nichts ändert sich, wenn man es nicht einfordert!”

Dagenham in England, 1968. Beim Autohersteller Ford arbeiten beinahe ausschließlich Männer. Die stark unterrepräsentierten Frauen stellen für die Hälfte des Männerlohns Polster für die Autositze her. Als sie auch noch in die Lohngruppe ungelernter Arbeiterinnen herabgestuft werden, läuft das Fass über: Sie legen ihre Arbeit nieder. Was mit einem Streik und Protesten für mehr Lohn beginnt, wird schnell zu einem umfassenderen Kampf für Gerechtigkeit: Die Frauen fordern Equal Pay. Sie bringen die riesige Maschinerie zum Stillstand – und schaffen es, dass Ford zwei Jahre später international zum Vorbild für Lohngleichheit wird. 1970 bringt das Vereinigte Königreich den Equal Pay Act auf den Weg.


Aufgeführt wird das Stück von der Musical Inc., die 1993 von engagierten, kulturbegeisterten Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gegründet wurde. Seitdem inszeniert sie als eingetragene Hochschulgruppe und seit 2008 als gemeinnütziger Verein Broadway- und West End-Musicals. Neben einer Plattform für Kreativität möchte sie ihren Mitgliedern außerdem die Möglichkeit bieten, soziale Kompetenz und organisatorisches Geschick zu trainieren sowie spannende Projekte gemeinsam zu erarbeiten. Kooperation und Integration stehen
im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Eigentlich sollte bereits 2020 lautstark auf der Bühne gestreikt werden, aufgrund der Coronapandemie wurde die Produktion allerdings zunächst auf Eis gelegt. Doch das Bewusstsein für faire Bezahlung und gesellschaftliche Verantwortung ist im Laufe der Pandemie noch stärker gewachsen. In Bezug auf Lohngleichheit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder das politische Engagement von Frauen scheint es, als sei „Made in Dagenham” seither thematisch nur noch relevanter geworden.

Das Musical überzeugt mit britischem Humor, dem fetzigen Sound der 60er Jahre und vielen liebenswürdigen Charakteren. „Made in Dagenham“ ist ein unterhaltsames Plädoyer für den Gemeinsinn, durch den gewöhnliche Menschen Außergewöhnliches erreichen können.

Die Aufführungen finden an folgenden Terminen statt:
Fr, 10.06. – 20 Uhr
Sa, 11.06. – 20 Uhr
Mo, 13.06. – 20 Uhr
Mi, 15.06. – 20 Uhr
Do, 16.06. – 13 Uhr
Do, 16.06. – 20 Uhr
Sa, 18.06. – 13 Uhr
So, 19.06. – 13 Uhr
So, 19.06. – 20 Uhr
Mo, 20.06. – 20 Uhr
Mi, 22.06. – 20 Uhr
Do, 23.06. – 20 Uhr
Fr, 24.06. – 20 Uhr
Sa, 25.06. – 20 Uhr


Das Theater im P1 befindet sich im Philosophicum auf dem Campus der Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.
Tickets sind ab sofort erhältlich unter www.musicalinc.de und am
Verkaufsstand im Philosophicum auf dem Gutenberg-Campus dienstags bis donnerstags.
Preise: 20-22 Euro Vollpreis, 12-14 Euro ermäßigt (Studierende, Auszubildende und Schüler*innen erhalten eine Ermäßigung.)
Weitere Informationen, auch zu den gültigen Corona-Regelungen, gibt es auf der Musical Inc. Homepage.


Made in Dagenham

Musik: David Arnold
Text: Richard Thomas
Buch: Richard Bean
Deutsche Übersetzung: Holger Hauer (2020)
Deutsche Erstaufführung: 10. Juni 2022 (Mainz, Musical Inc.)

Premiere der Musical Inc. Mainz: 10. Juni 22 (Theater im P1 auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität)

Regie: Laura Saxler, Fabian Kling, Max Teschner und Wolfgang Baumann
Musikalische Leitung: Nicolai Benner
Choreographie: Linda Malm und Jessica Gleisberg
Ausstattung: Leonie Creuzberger und Vidhya Pfeifer
Ton: Moritz Mahringer, Adrian Strehler und Christian Huber
Licht: Sascha Scherrer und Thomas Rösener
Assistenzen: Yannik Blauert, Lisa Hawelka, Laurin Hess, Johannes Lotz und Carolin Praß
Produktionsleitung: Felix Cambeis, Jan Dahms, Svenja Drewitz, Michelle Hannappel, Laurin Hess, Vidhya Pfeifer und Katharina Schäfer
Vorstand: Jan Dahms, Svenja Drewitz, Laurin Hess und Vidhya Pfeifer

Cast

Rita O’Grady: Fabienne Hoffmann / Miriam Kluth
Eddie O’Grady: Laurin Hess / Julius Himmel
Connie Riley: Leonie Creuzberger / Clarissa Günster
Sandra Beaumont: Lorena Seegler / Linda Malm
Clare: Sascha Hartmann / Clara Eckert
Barbara Castle: Svenja Drewitz / Katharina Schäfer
Harold Wilson: Bob Mielke / Wolfgang Baumann
Mr. Hopkins: Johannes Knieps / Marian Amiragov
Lisa Hopkins: Julia Weber / Lioba Lefken
Mr. Tooley/Buckton: Levent Sen / Holger Reuter
Cortina Man: Jan Dahms / Luis Halter
Monty/Molliger Martin/Adams: Maximilian Binhack / Jakob Ghasemian
Cass: Lydia Peternely / Michelle Hannappel
Beryl: Lucy Trifonova / Hetty Holm
Rachel/Tealady: Janina Schubkegel / Clara Vogel
Emma/Clubsängerin: Lilly Sommer / Helena King
Reporterin/Cortina Carina: Jane Reimers
Sharon O’Grady: Zoe Dieringer / Sarah Guth
Graham O’Grady/Barry: Max Teschner / Jan Dahms
Bill/Macer: Dominic Matthews / Simon Zere
Sid/Hubble: Konstantin Hahn / Jonas Düwel
Stan/Astro: Felix Cambeis / Luis Halter

Band

Reed 1: Gabriel Ecker / Teresa Nickolaus
Reed 2: Jaqueline Stürmer / Lea Rauber
Reed 3: Magdalena Damrath / Patricia Reuter
Trompete 1: Natalie Didinger / Vitus Jung
Trompete 2: Philip Grasser / Tobias Fix
Posaune: Johanna Eberling / Konrad Maucher
Gitarre 1: Ingo Hunz / Malte Napp
Gitarre 2: Nico Moser
Keyboard 1: Dominik Volk / Jonathan Peters
Keyboard 2: Laura Brixius / Luis Richter
Keyboard 3: Gerd Kremer / Simon Wilhelm
Percussion: Hartmut Opfermann / Simon Rech
Bass: Annika Göttert / Dominik Bierbüsse
Drums: Johannes Funk / Tim Ester

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