Münchner Kammerspiele Theater des Jahres

Dionysos Stadt ~ Münchner Kammerspiele ~ Nils Kahnwald, Maja Beckmann (v.l.n.r.) ~ © Julian Baumann

Theater heute Kritiker*innen-Umfrage: Münchner Kammerspiele – Theater des Jahres 2019
Dionysos Stadt von Christopher Rüping – Inszenierung des Jahres
Nils Kahnwald – Schauspieler des Jahres
Gro Swantje Kohlhof – Nachwuchsschauspielerin des Jahres
Lena Newton – Bühnenbild des Jahres

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ie Münchner Kammerspiele unter der Intendanz von Matthias Lilienthal sind das Theater des Jahres 2019! In der jährlichen Kritiker*innen-Umfrage des Fachmagazins Theater heute wurden die Münchner Kammerspiele mit großer Mehrheit (11 von 44 Stimmen) in der Kategorie „Gesamtleistung eines Theaters der Saison“ genannt und die Arbeit gewürdigt, die im vergangen Jahr an den Kammerspielen geleistet wurde.

Auch in weiteren Kategorien wurden überdurchschnittlich viele Künstler*innen und Arbeiten der Münchner Kammerspiele ausgezeichnet: Das zehnstündige Antikenprojekt „Dionysos Stadt“, inszeniert von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen, wurde mit insgesamt 14 Stimmen zur Inszenierung des Jahres gekürt. Auch seine Dramaturg*innen Valerie Göhring und Matthias Pees wurden mit 3 Stimmen erwähnt.

Nils Kahnwald wurde für seine Leistung in „Dionysos Stadt“ zum Schauspieler des Jahres gewählt (7 Stimmen). Die Wahl der Nachwuchsschauspielerin des Jahres fiel auf Ensemblemitglied Gro Swantje Kohlhof (7 Stimmen). Ebenfalls mit 3 Nennungen wurde Ensemblemitglied Benjamin Radjaipour in der Kategorie Nachwuchs-Künstler*in gewürdigt.
Lena Newton hat für Susanne Kennedys „Drei Schwestern“ das Bühnenbild des Jahres in der Kammer 1 entworfen.

„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit und gratulieren herzlich den künstlerischen Teams! Was lange währt, wird endlich gut! Diesen Erfolg werden wir nun mit den Mitarbeiter*innen der Kammerspiele und den Münchner*innen feiern.“ (Matthias Lilienthal)

Die gesamte Umfrage findet sich auf theater-heute.de

kammerspiele.de


Das Schauspielhaus Zürich gratuliert Christopher Rüping und Nils Kahnwald

Christopher Rüping ist Regisseur des Jahres
Nils Kahnwald ist Schauspieler des Jahres

Die diesjährige Kritiker*innen-Umfrage der Fachzeitschrift Theater heute hat Christopher Rüping für die Inszenierung «Dionysos Stadt» mit 14 Stimmen zum Regisseur des Jahres gewählt. Schauspieler des Jahres ist mit 6 Stimmen Nils Kahnwald, Maja Beckmann wurde bei den Schauspielerinnen auf den 3. Platz gewählt. Alle drei sind ab der aktuellen Spielzeit am Schauspielhaus Zürich engagiert: Christopher Rüping als Hausregisseur, Nils Kahnwald und Maja Beckmann als Ensemblemitglieder. Im Rahmen des Eröffnungsfestivals zeigt Christopher Rüping am 12. September «Miranda Julys Der erste fiese Typ»– mit Maja Beckmann in der Hauptrolle. Ausserdem ist sie gemeinsam mit Nils Kahnwald ab dem 25. Oktober zu sehen in Christopher Rüpings Bearbeitung von John Steinbecks «Früchte des Zorns».

Christopher Rüping (1985) inszeniert ebenso zarte wie überschwängliche Abende, in denen die Spielenden sich und dem Publikum frei begegnen können. 2016 bis 2019 war er unter der Intendanz von Matthias Lilienthal Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen. Anstatt vor allem an der Kenntlichmachung seines Regiestils zu arbeiten, ist er immer auf der Suche nach Unerprobtem, testet noch nicht bewährte Formen und konzeptionelle Herangehensweisen, die sowohl auf klassische als auch auf zeitgenössische Stoffe sehr persönliche und heutige Perspektiven erlauben. Sein Antikenabend Dionysos Stadt ermöglicht ein so umfassendes Erlebnis von Theater als gemeinschaftlichem Ort, dass die Vorfreude auf weitere Ereignisse dieser Art noch lange nach dem Vergehen der 10-stündigen Aufführung anhält. Zum Eröffnungsfestival in Zürich bringt er seine luftig leichte, tragischkomische und feministische Inszenierung von Miranda Julys Der erste fiese Typ mit (Premiere am 12. September).

Nils Kahnwald (1984) machte seine Schauspielausbildung an der Universität der Künste Berlin, wo er René Pollesch und Antú Romero Nunes begegnete, mit denen er seitdem immer wieder zusammenarbeitete. Bereits während seines Studiums übernahm er mehrere Gastrollen am Deutschen Theater Berlin und am Maxim Gorki Theater und war dann von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, wo er in Der grosse Gatsby zum ersten Mal mit Christopher Rüping arbeitete, mit dem ihn seitdem eine enge Arbeitsbeziehung verbindet (u.a. Hamlet sowie Trommeln in der Nacht und Dionysos Stadt, die beide zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden). Ab 2013 war er schon einmal festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich und spielte hier u.a. in Die Zehn Gebote (inszeniert von Karin Henkel) und Love/No love (inszeniert von René Pollesch) bevor er 2017 an die Münchner Kammerspiele unter der Intendanz von Matthias Lilienthal ging.

Maja Beckmann (1977) kommt aus einer Theaterfamilie, drei von ihren vier Geschwistern sind wie sie Schauspieler*innen. Ihre Theaterlaufbahn begann im Rahmen einer Elev*innenausbildung am Schauspielhaus Bochum, in deren Anschluss sie in das dortige Ensemble eintrat und mit Regisseur*innen wie David Bösch, Jorinde Dröse, Sebastian Nübling, Jürgen Kruse und Anne Lenk arbeitete. In Bochum wurde Maja Beckmann zum Publikumsliebling bis sie nach über zehn Jahren ans Staatstheater Stuttgart wechselte und dann 2016 an die Münchner Kammerspiele von Matthias Lilienthal ging. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Stefan Pucher, Amir Reza Koohestani, Toshiki Okada und immer wieder mit Christopher Rüping, mit dem sie nun auch nach Zürich kommt. Neben ihrer Theaterarbeit spielt Maja Beckmann auch in Film- und Fernsehproduktionen mit, zum Beispiel in der Fernsehserie Stromberg als Sabine ‚Sabbel‘ Buhrer, wodurch sie auch einem theaterfernen Publikum bekannt wurde.

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