Mozarts »Le nozze di Figaro« wieder ab 5. April an der Oper Frankfurt

Le nozze di Figaro ~ Oper Frankfurt ~ v.l.n.r. Basilio, Susanna und Graf Almaviva (© Barbara Aumüller ~ www.szenenfoto.de)

Mit Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) präsentierte der kanadische Regisseur Guillaume Bernardi in der Spielzeit 2006/07 nach Arbeiten im Bockenheimer Depot erstmals eine Inszenierung im Opernhaus. Publikum und Presse waren von der klassisch gehaltenen Produktion gleichermaßen begeistert, und so war etwa in der Frankfurter Rundschau zu lesen: „Es ist Bernardi gelungen, eine alte Geschichte so zu erzählen, dass sogar der ausgepichteste Kenner wieder einiges Neue in dem (wie alle guten Stücke) unerschöpflichen Werk entdeckt. Dabei geht es ohne Verkrampftheiten ab, ohne ratternde Gags.“ Nun wird die Erfolgsinszenierung, die am 4. März 2007 Premiere feierte, zum sechsten Mal wiederaufgenommen.

Zum Inhalt: Als das Diener-Paar Figaro und Susanna heiraten möchte, pocht deren Dienstherr, Graf Almaviva, auf das „Recht der ersten Nacht“ mit der Braut. Damit bringt er nicht nur die Verlobten, sondern auch die eigene Gattin Rosina und nahezu alle Schlossbewohner gegen sich auf. Was folgt ist ein Tag voller Intrigen, Verkleidungen, Verwirrungen und Irrungen. Am Ende aber siegt die Liebe…

Die musikalische Leitung der Produktion liegt anlässlich dieser Wiederaufnahme erstmals bei dem amerikanischen Gastdirigenten Lawrence Foster, der 2012/13 mit Mussorgskis Chowanschtschina an der Oper Frankfurt debütierte. Seit 2013 hat er die Position des Chefdirigenten an der Opéra de Marseille inne und stand dort zuletzt bei Verdis Ernani am Pult; folgen werden Gounods Faust und Verdis Rigoletto.
Die Partie des Bartolo übernimmt mit dem georgischen Bariton Misha Kiria der einzige Gast innerhalb dieser Besetzung. An der Oper Frankfurt debütierte er 2017/18 als Don Magnifico in Rossinis La Cenerentola. Daneben gastiert er regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin. Sein kanadischer Fachkollege Iain MacNeil (Figaro) ist seit 2017/18 Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt und wird 2019/20 ins Ensemble übernommen. Hier war er zuletzt u.a. als Olivier in Strauss’ Capriccio zu erleben. Die Sopranistin Angela Vallone (Susanna) stammt aus Amerika und verstärkt seit 2017/18 das Frankfurter Ensemble. Kürzlich gab sie hier als Pamina in Mozarts Die Zauberflöte ihr Rollendebüt. Kirsten MacKinnon (Gräfin Almaviva) zählt seit 2018/19 zum Ensemble, wo die Kanadierin zuvor als Ines in Meyerbeers L’Africaine – Vasco da Gama begeisterte, gefolgt von Auftritten als Gräfin Madeleine in Strauss’ Capriccio und Hanna Glawari in Lehárs Die lustige Witwe. Die amerikanische Mezzosopranistin Cecelia Hall verkörperte seit ihrer Zugehörigkeit zum Frankfurter Sängerstamm ab 2016/17 u.a. Mozarts Dorabella (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni) und Zweite Dame (Die Zauberflöte). Florina Ilie (Barbarina) und Michael Petruccelli (Basilio, Don Curzio) sind seit 2018/19 Mitglieder des Frankfurter Opernstudios. Auch die beiden Alternativbesetzungen Sydney Mancasola (Susanna) und Gordon Bintner (Graf Almaviva) singen erstmals in dieser Produktion. Wie Iurii Samoilov (Graf Almaviva) und Judita Nagyová (Marzelline) gehören sie zum Ensemble, wobei die beiden Letztgenannten bereits mit der Inszenierung vertraut sind.


Le nozze di Figaro
Oper in vier Akten
Von: Wolfgang Amadeus Mozart

Sechste Wiederaufnahme an der Oper Frankfurt: 5. April 19

Musikalische Leitung: Lawrence Foster
Regie: Guillaume Bernardi
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Peter DeFreitas
Licht: Olaf Winter
Choreographische Mitarbeit: Bernd Niedecken
Chor: Markus Ehmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Figaro: Iain MacNeil
Susanna: Angela Vallone
Graf Almaviva: Iurii Samoilov
Gräfin Almaviva: Kirsten MacKinnon
Cherubino: Cecelia Hall
Marzelline: Judita Nagyová
Bartolo: Misha Kiria
Antonio: Franz Mayer
Barbarina: Florina Ilie *
Basilio, Don Curzio: Michael Petruccelli *

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

www.oper-frankfurt.de