Mozart-Zyklus mit Cornelius Meister und dem Staatsorchester Stuttgart

Opernhaus der Staatsoper Stuttgart (Foto: Matthias Baus)

Genau 230 Jahre nach Wolfgang Amadeus Mozarts Tod am 5. Dezember 1791 führen Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart im 2. Sinfoniekonzert der Saison 2021/22 an drei Tagen Mozarts sechs letzte Sinfonien auf. Am Sonntag, 5. Dezember um 11 Uhr sowie am Montag, 6. Dezember 2021 um 19.30 Uhr erklingen je drei Sinfonien im Beethoven-Saal der Liederhalle. Bereits am Samstag, 4. Dezember um 12 Uhr, vermittelt ein „Erklärkonzert“ Besonderheiten und Hintergründe von Mozarts „Prager“ Sinfonie Nr. 38.

Seit 2019 gibt es jedes Jahr ein Sinfoniekonzert-Projekt, bei dem Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart sonntags und montags unterschiedliche Programme aufführen und dem Publikum auf diese Weise zyklische Aufführungen bieten: Auf sämtliche Schumann-Sinfonien, verteilt auf zwei Tage, folgen nun die letzten sechs Mozart-Sinfonien. Auch in den nächsten Jahren werden derartige Zyklen (mit anderen Komponist*innen) fortgesetzt. Mit den späten Mozart-Sinfonien beendet das Staatsorchester Stuttgart ein Jahr, in dem es sich ganz intensiv mit dem sinfonischen Werk Wolfgang Amadeus Mozarts auseinandergesetzt hat, u. a. mit mehreren Mozart gewidmeten Aufführungen auf der Freilichtbühne am Killesberg im Frühsommer.

Komponiert über eine Zeitspanne von sechs Jahren, zeichnen die sechs letzten Sinfonien Mozarts Entwicklung auf dem Gebiet der Sinfonik nach. Nach der festlichen „Haffner“-Sinfonie und der von Joseph Haydn inspirierten „Linzer“ Sinfonie erinnert Mozarts 1786 entstandene „Prager“ Sinfonie mit ihrem Temperament und ihrer Dramatik an seine Bühnenwerke. Zwei Jahre später komponierte er dann innerhalb weniger Wochen die Sinfonien Nr. 39 bis 41: die heitere in Es-Dur, die tragische in g-Moll und die alles überstrahlende Sinfonie in C-Dur mit dem Beinamen „Jupiter“. Die erdrückenden Geldsorgen und „düsteren Gedanken“, die Mozart in jenem Jahr quälten, hinderten ihn nicht daran, mit der letzten Trias den Gipfel seines sinfonischen Schaffens zu besteigen.

Mit dem neuen Format „Erklärkonzert“ beginnt das Konzertwochenende bereits am Samstag, den 4. Dezember um 12 Uhr: Im ersten Teil beschreibt Generalmusikdirektor Cornelius Meister musikalische und interpretatorische Aspekte der „Prager“ Sinfonie Nr. 38 D-Dur, anschließend erklingt das Werk in voller Länge. Das Publikum sitzt dabei nicht wie sonst üblich im Zuschauerraum, sondern auf der Chorempore hinter dem Orchester.

Gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dürfen bei Veranstaltungen ab sofort nur noch die Hälfte der Sitzplätze belegt werden. Dies gilt auch für die Sinfoniekonzerte des Staatsorchesters in der Liederhalle. Darüber hinaus gilt die 2Gplus-Regel, d.h. der Besuch ist nur noch Geimpften und Genesenen mit einem zusätzlichen Nachweis eines negativen personalisierten Antigen-Schnelltests gestattet.

2. Sinfoniekonzert

Liederhalle, Beethovensaal
Erklärkonzert zu Mozarts „Prager“ Sinfonie
Sa, 4.12.2021, 12 Uhr
Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“

Mozart-Zyklus Teil I

So, 5.12.2021, 11 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner“
Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 „Linzer“
Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“

Mozart-Zyklus Teil II

Mo, 6.12.2021, 19:30 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“

Musikalische Leitung Cornelius Meister

Staatsorchester Stuttgart


staatsoper-stuttgart.de