Morgen startet der Vorverkauf für die Baden-Badener Osterfestspiele 2022

Anna Netrebko, Asmik Grigorian und Sonya Yoncheva mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern

Festspielhaus Baden Baden (© Christian Grund)

Im kommenden Jahr feiert das Festspielhaus Baden-Baden die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern vom 9. bis 18. April 2022, im Mittelpunkt stehen Meisterwerke von Tschaikowsky und Strawinsky. Am 9. April eröffnet die

Oper „Pique Dame“ als Neuinszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier mit der international gefeierten Sopranistin Asmik Girigorian die Festspiele. (Weitere Vorstellungen am 12., 15. und 18.April 2022).

Mit Sonya Yoncheva in der Titelpartie und ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko erklingt am 17. April, dem Ostersonntag, ein weiteres Werk Tschaikowskys: die konzertant aufgeführte Oper „Jolanthe“.

Anna Netrebko widmet sich zusammen mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern am 13. April 2022 ausgewählten Liedern von Rachmaninows und der legendären Briefszene aus Tschaikowskys „Eugen Onegin“.

In den Konzerten der Berliner Philharmoniker erklingen zentrale Werke des russischen Komponisten Igor Strawinsky, darunter „Le sacre du printemps“ (16.April), „Petruschka“(13.April) und „Der Feuervogel“(10.April).

Netrebko, Grigorian, Yoncheva

Mit Asmik Grigorian, Anna Netrebko und Sonya Yoncheva kommen 2022 drei der gefragtesten Sopranistinnen unserer Zeit sowie weitere bedeutende Solistinnen und Solisten nach Baden-Baden.

Zu den Sängerinnen:

Als Strauss’ „Salome” wurde Asmik Grigorian 2018 über Nacht weltberühmt. „Keine singt so ergreifend schön wie sie”, schwärmt die Presse: Die litauische Sopranistin verzaubert international mit ihrer magischen Stimme und ihrer intensiven darstellerischen Präsenz. Für ihre „Salome“ bei den Salzburger Festspielen wurde Asmik Grigorian der Österreichische Theaterpreis für die beste Hauptpartie verliehen. Des Weiteren wurde sie zwei Mal mit dem Goldenen Bühnenkreuz, dem höchsten litauischen Theaterpreis, geehrt und bei den International Opera Awards wurde sie 2016 als Nachwuchssängerin und 2019 als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt wurde sie zur Sängerin des Jahres 2019 gewählt.
Symbiotisch verschmilzt sie Gesang und Szene, elektrisiert als Salome in Salzburg, als Butterfly in Wien, als Marietta an der Mailänder Scala und im Frühjahr 2021 als Lisa in „Pique Dame“ am Festspielhaus Baden-Baden.

Nach einer Reihe von spektakulären Debüts an den wichtigsten Opernhäusern der Welt zählt die Sopranistin Sonya Yoncheva zu den führenden Sängerinnen ihrer Generation. Mit einem breitgefächerten Repertoire von Barockopern bis Mozart, Verdi und Puccini gastiert sie regelmäßig an den renommiertesten Opernhäusern, u.a. an der Metropolitan Opera, dem Royal Opera House, Covent Garden, der Bayerischen, der Berliner und der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und der Pariser Opéra. Ihre Porträts legendärer Opernpartien werden von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert, so auch ihre Desdemona in Robert Wilsons „Otello“ bei den Osterfestspielen 2019 in Baden-Baden.

Kammersängerin (Staatsoper Wien) Anna Netrebko hat den Begriff des Seite Opernstars neu definiert. Sie zählt zu den prominentesten Sängerinnen der Gegenwart und wird weltweit gefeiert. Vom Gesang bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2014 bis hin zur Ernennung zur ersten klassischen Künstlerin, die in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt des time magazine aufgenommen wurde, ist sie die führende globale Botschafterin der Oper und gilt als eine der überzeugendsten und engagiertesten Künstlerinnen der Gegenwart in allen Genres. Dem Festspielhaus ist sie seit ihrem Baden-Badener Debüt 2000 eng verbunden und regelmäßig zu Gast.

Zu den Werken:

Pique Dame“ und das Erwachen des Frühlings
„In kaum eine Stadt passt Tschaikowskys Oper ‚Pique Dame’ so gut wie nach Baden-Baden“, sagt Festspielhausintendant Benedikt Stampa. Das Drama um das Geheimnis der stets siegreichen Spielkarten, an denen Protagonist Hermann schließlich verzweifelt, geht auf eine Erzählung Alexander Puschkins zurück. Er inspirierte viele russische Schriftsteller, die auch regelmäßig nach Baden-Baden kamen – darunter Nikolaj Gogol.

Moshe Leiser und Patrice Caurier arbeiten seit 1983 als Regisseure zusammen und schufen gemeinsam eine Vielzahl erfolgreicher Produktionen an internationalen Opernbühnen. Sie arbeiteten u. a. an der Welsh National Opera, am Royal Opera House in London, am Mariinsky-Theater in St. Petersburg, am Théâtre du Châtelet und am Théâtre des Champs-Elysées in Paris, an der Opéra de Lausanne, der Opéra national du Rhin, am Opernhaus Zürich und am Grand Théâtre de Genève, bei den Bregenzer Festspielen, an der Metropolitan Opera in New York und an der Wiener Staatsoper.

Strawinsky dirigierte einst beim SWF
Auch der zweite Komponisten-Schwerpunkt der Baden-Badener Osterfestspiele 2022 ist mit der einstigen „Sommerhauptstadt Europas“ verbunden: Igor Strawinsky dirigierte hier in den 1950er Jahren mehrfach Konzerte beim Südwestfunk mit eigenen Werken. Auf dem Programm der Osterfestspiele 2022 stehen seine Kompositionen „Le sacre du printemps“ (16.April), „Petruschka“(13.April) und „Der Feuervogel“(10.April) – interpretiert von den Berliner Philharmonikern.

Kammermusik mit russischen Kontrasten
2022 spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker auch wieder in Kammermusik-Konzerten an verschiedenen Orten Baden-Badens. Auch in diesen Konzerten stehen viele Werke russischer Komponisten auf dem Programm.

Die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, sagt: “Der Blick nach vorne auf die Osterfestspiele 2022 mit der Fortführung des biennalen Russland-Schwerpunktes rund um Tschaikowskys “Pique Dame” und einem hochkarätigen Gesamtprogramm erfüllt mich mit großer Vorfreude.“

Am 18. März 2021 beginnt der Vorverkauf für die Osterfestspiele 2022.
Weitere Informationen und Tickets: festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101