Max Emanuel Cenčić erhält den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik 2021

Max Emanuel Cencic (© Kukasz Rajchert)

Countertenor Max Emanuel Cenčić ist mit dem Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik 2021 ausgezeichnet. Max Emanuel Cenčić und sein Bayreuth Baroque Team brachten es mitten im Coronajahr 2020 fertig, sein Barockmusikfestival in Bayreuth mit umfangreichem Programm so wie geplant und ohne eine einzige Veranstaltung absagen zu müssen, über die Bühne zu bringen. Dafür wurde dem Countertenor und Festivalintendant am 11. März 2021 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. der Ehrenpreis in der Kategorie “Klassik” zugesprochen.

Der Begründungstext der Jury unter der Leitung von Manuel Brug dazu wie folgt:
Normalerweise bekommt diesen Ehrenpreis ein einziger Klassikkünstler, für sein »Lebenswerk«. Bei Max Emanuel Cenčić, gebürtig aus Kroatien, inzwischen längst eingemeindeter Wiener mit Zweitwohnsitz in Madrid, scheint es sich freilich um eine multiple Persönlichkeit zu handeln. Schon als Sechsjähriger begeisterte er als strahlend kraftvoller Knabensopran mit der Arie der Königin der Nacht. Und wandelte sich stimmbruchlos nach einem Intermezzo bei den Wiener Sängerknaben – sogar in der »Zauberflöte« von George Solti ist er dabei – in einen Sopranisten, später dann in einen Countertenor, der in schwierigsten Fachpartien mit extrovertierter Persönlichkeit imponiert. Auch auf vielen CDs, die er sich von Anfang an selbst organisiert hat. Außerdem ist er: Regisseur, Plattenproduzent, Agenturbesitzer, Impresario – und neuerdings Intendant des Festivals »Bayreuth Baroque«, welches das glamourös restaurierte Markgräfliche Opernhaus mit Da-Capo-Arien belebt. Wieder überrascht Max Emanuel Cenčić mit Exzellenz und Innovation. Ein Preis für alle Cenčićs ist da mehr als gerechtfertigt! Manuel Brug‘s Laudatio auf Max Emanuel Cencic auf YouTube: youtu.be

In der verbleibenden Saison 2020/21 stehen noch herausragende Projekte des Countertenors bevor, darunter eine Neuproduktion von Dalbavies Le Soulier an der Pariser Oper (Hausdebüt), die Titelpartie in einer Neuproduktion von Hasses Cajo Fabrizio sowie Rossinis La Donna del Lago bei Festival in Saaremaa, wo der Künstler die herausfordernde Partie des Malcolm singen, und wieder selbst inszenieren wird. Im Sommer 2021 widmet sich Max Emanuel Cencic ganz der künstlerischen Vorbereitungen für sein Festival Bayreuth Baroque, wo von 1.-14. September 2021 zwei von ihm inszenierte Opernproduktionen mit ihm in tragenden Partien gezeigt werden.

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