Materialverwaltung on Tour: »Moondog« bekommt neues Zuhause

Moondog (Foto: Diana Küster, Fidena)

Materialverwaltung on Tour
Während des Ausstellungsprojekts Ruhr Ding: Territorien, das vom 4. Mai bis 30. Juni 2019 in Bochum, Dortmund, Essen und Oberhausen stattfinden wird, macht die Materialverwaltung on Tour Station in Bochum. Direkt am Colosseum an der Alleestraße wird die Materialverwaltung on Tour temporär das zeigen, was mit der  Materialverwaltung an der Ruhr dauerhaft werden soll:

Nämlich ein nachhaltiger Fundus für Materialien und Requisiten des Kulturbereichs. Ob im Theater, im Museum, bei einem Filmdreh oder einer Messe – überall werden Requisiten, Props oder Einbauten hergestellt und danach entsorgt. Was für eine Verschwendung!

Ein neues Zuhause für Moondog
Als erste Einlieferung konnte die Materialverwaltung on Tour einem besonders schönen und lieb gewonnenen Objekt ein neues Zuhause geben:

Dem Moondog aus der gleichnamigen Produktion des Bochumer Festivals FIDENA (Figurentheater der Nationen) über den blinden New Yorker Komponisten Louis Thomas Hardin, der im Wikingerkostüm auf der 5th Avenue musizierte und sich nach seinem Blindenhund benannte.
Der gigantische Hund wurde von der Künstlerin Stefanie Oberhoff gemeinsam mit den Werkstätten des Schauspielhauses Bochum entwickelt. Unter der Regie von Annette Dabs und mit Livemusik wurde Moondog von drei Physical-Theater-Performern vor begeistertem Publikum 2016 zum Leben erweckt.

Sein neues Zuhause wird er über die Zeit des Ruhr Ding: Territorien in Bochum finden, wo die Materialverwaltung on Tour im wahrsten Sinne des Wortes ihre Zelte aufschlägt. Wie eine Wagenburg werden Container auf dem Platz des Colosseum in Bochum aufgebaut, in ihrer Mitte ein Zirkuszelt. Damit ist die Materialverwaltung mehr als ein Fundus: Sie ist ein Ort der Begegnung, der zum Verweilen einlädt, aber auch das Besucherzentrum und damit erste Anlaufstelle des Ruhr Ding.

Die Verbindung nach New York ist umso schöner als dass das Vorbild der Materialverwaltung aus New York kommt, wo mit Material for the Arts seit mehr als 40 Jahren Materialien verwaltet werden. Ein doppeltes Heimspiel also für den Moondog.

Materialverwaltung an der Ruhr
Die Materialverwaltung an der Ruhr ist als ein Ort des Austauschs und der Inspiration geplant, neben dem Hauptanliegen, dass dort Materialien verwaltet, gelagert, besichtigt, vermietet und verkauft werden. Gehandelt wird nach der Maxime: je gemeinnütziger, desto günstiger. Zugute kommt dies zum Beispiel freischaffenden Künstler*innen und Kunstprojekten von Jugendgruppen oder Studierenden ohne großes Budget, die durch den Fundus gefördert werden. Das Konzept hat sich bereits in New York (Material for the Arts) und Hamburg (Hanseatische Materialverwaltung) bewährt. Nach dem Hamburger Vorbild wird die Materialverwaltung on Tour nun ihre ersten Gehversuche starten, in der Hoffnung, dass sich darüber eine permanente Institution aufbauen lässt.

Übrigens, heute ist der 21. März, World Puppetry Day!

www.materialverwaltung-ontour.de / www.urbanekuensteruhr.de / www.fidena.de