Maskenensemble Familie Flöz ergänzt seinen Werkzeugkasten an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

Familie Flöz - Hokuspokus (Foto: Johannes Kressin)

Mit seiner neuen Produktion „Hokuspokus“, die am 8. Juni 2022 an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater uraufgeführt wird, wagt sich das Maskenensemble Familie Flöz stilistisch an ein neues Abenteuer: Es ergänzt seinen Werkzeugkasten und zeigt neben den bekannten Maskenfiguren auch die Akteure dahinter.

Das Stück erzählt etwas über das Theater als Wunderkiste, die wir öffnen, um das Spiel von Lüge und Wahrheit zu feiern. Ob musizierend, singend, filmend, sprechend oder Geräusche machend, erschafft das Ensemble die Welt der Masken vor den Augen des Publikums.

Regisseur und Mitbegründer Hajo Schüler über die neue Produktion

Regisseur Hajo Schüler, mit Michael Vogel Gründer und künstlerischer Leiter der Kompanie, beschreibt: „Es hat uns interessiert, unseren Blickwinkel etwas größer zu machen. In ´Hokuspokus´ sind nicht nur die Maskenfiguren offen auf der Bühne zu sehen, sondern auch die sonst hinter den Masken versteckten Spieler:innen. Unser Einstieg dazu ist die Schöpfungsgeschichte, mit uns Spieler:innen als Schöpfenden und den Figuren als Schöpfung: Das Publikum erlebt so, wie die Maskenwesen zum Leben erweckt werden, wie die Figuren sich dann in ihrer Welt zurechtfinden und darin verloren gehen, ein Eigenleben entwickeln und irgendwann vielleicht auch ihren Schöpfer:innen gegenübertreten. Wir erzählen die Geschichte einer Lebensreise von zwei Menschen, die sich finden und eine Familie gründen, mit allen Turbulenzen, Schicksalsschlägen und schönen Momenten, die so ein Leben zu bieten hat – ein Leben, das dann schließlich auch zu einem Ende zu kommen scheint. Doch hier tut sich die Frage auf, ob die Figuren ‚auf den Brettern, die die Welt bedeuten‘ überhaupt sterblich sind.“

Martin Woelffer über Familie Flöz

Theaterchef Martin Woelffer freut sich über die nunmehr schon zweite Uraufführung, die das Maskenensemble an seinem Theater ausrichtet. „Wir arbeiten nun bereits seit 2019 mit Familie Flöz zusammen. Die Kompanie ist eine feste Größe in unserem Spielplan geworden und mit ihrem ganz besonderen künstlerischen Ansatz eine Bereicherung für unser Programm“, findet er.

So arbeitet Familie Flöz

Wie bei den Entwicklungsprozessen der Familie Flöz-Stücke üblich, entsteht auch „Hokuspokus“ zunächst aus Improvisationen, bei denen das Ensemble ohne Masken spielt und dabei auch miteinander spricht. Üblicherweise verschwinden im weiteren Probenverlauf die Darsteller:innen hinter den Masken und auch die Sprache entfällt. Diesmal befindet sich im Zentrum der Bühne ein Kasten, der den Lebensraum der Maskenfiguren darstellen und sich vom Paradies zum Familienhaus in die unterschiedlichsten Orte verwandeln wird, während die Schöpfer:innen sich außerhalb dieser Welt bewegen und die Geschichte durch Musik, Manipulation, (Fantasie-)Sprache, Gesang und Geräusche, Live-Kameras, Zeichnungen oder eben das Schlüpfen in die Masken erzählen.


Hokuspokus

Vom 8. bis 12. Juni in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater
Karten ab 13 €

Karten: 030/88 59 11 88 und unter komoedie-berlin.de