Markowitz´ Ballett »Brahms – Glaube Liebe Hoffnung« feiert in Kärnten Premiere

Uraufführung am 5. Juni in Österreich

Brahms – Glaube Liebe Hoffnung ~ Theater Pforzheim ~ Ensemble ~ Foto: Andrea D’Aquino

Pforzheim/Villach. Die Lockerungen in Österreich machen es möglich: Der Pforzheimer Ballettchef Guido Markowitz freut sich auf die Uraufführung seines neuen Balletts „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ am 5. Juni in Kärnten in der Stadt Villach. Die zwei geplanten Vorstellungen um 17 Uhr und um 20 Uhr sind nahezu ausgebucht. Die deutsche Erstaufführung von „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ findet im Juni 2021 als Stream statt.

Guido Markowitz choreografierte „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ während der letzten Monate, in denen pandemiebedingt keine Vorstellungen stattfinden durften. Entsetzt, getroffen, besorgt und berührt von Ereignissen in der Welt und dem Ringen der Menschen mit sich selbst, entschied sich Markowitz, die drei universalen menschlichen Grundhaltungen des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung ins Zentrum seines neuen Werks zu stellen.

Markowitz gestaltet sie als drei Figuren einer assoziationsreichen Tanzhandlung. Gemeinsam führen sie an einem Niemandsort durch ein Dickicht seelischer Erfahrungen, inneren Verstrickungen und daraus folgenden emotional angetriebenen Handlungen. Guido Markowitz: „Warum verwandelt sich Glaube von Menschen in Wut? Was ist Glaube ohne Liebe? Entsteht dann Hoffnungslosigkeit? Meine Figur des Glaubens, die ich für und mit Yannis Brissot geschaffen habe, hat große Sehnsucht. Er ist verletzt und manipuliert. Er ist voller Kraft, und er verändert Beziehungen. Am Ende muss er sein Handeln verantworten. Erst zum Schluss wird der Glaube erkennen, dass er Glaube, Liebe und Hoffnung in sich selbst vereint findet.“

Brahms – Glaube Liebe Hoffnung
Theater Pforzheim
Ensemble
Foto: Andrea D’Aquino

Die Hauptfigur der Liebe hat Markowitz für und mit der aus China stammenden Tänzerin Mei Chen kreiert: „Liebe ist frei und strahlt facettenreich wie ein Prisma, in dem sich alle emotionalen Ausdrucksweisen von ihr spiegeln. Einzelne Aspekte der Liebe habe ich auf andere Tänzerinnen übertragen, die diese herausarbeiten: Das Phänomen der verlorenen Liebe, der leidenschaftlichen Liebe oder der zerbrochenen Liebe.“ Der aus Südkorea stammende Tänzer Hyeon-Woo Bae wird die Rolle der Hoffnung tanzen.

Generalmusikdirektor Robin Davis inspirierte Markowitz, als musikalische Grundlage die 1. Sinfonie von Johannes Brahms zu wählen: „Ich wusste, dass die Musik für das neue Ballett etwas sehr Tiefes haben sollte. Brahms´ 1. Sinfonie schien dafür passend. Als Werk weist sie ein breites Spektrum auf. Ich wusste: Sie würde uns allen viele Möglichkeiten geben, viele Emotionen auszudrücken.“

Durchbrochen von elektronischen Einspielungen, die Fabian Schulz komponierte, einzelnen Versen, die die Tänzer*innen gemeinsam schriftlich entwickelten, und verwoben mit Samuel Barbers sehnsuchtsvollem Adagio aus dem Jahr 1936 als Auftakt des Abends, durchlebt das Publikum mit „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ so eine episodisch gebaute Tanzparabel, die die Bewegungs- mit der Videokunst, das Tanztheater mit Zeitgenössischem Tanz und neoklassischen Momenten vereint.

Das Kostümbild stammt von Erika Landertinger. Das Raum- und Videobild entwickelte Philipp Contag-Lada. Die Visuals erstellte Mirko Ingrao.

Guido Markowitz ist in Villach geboren und aufgewachsen. Aus Gründen der Pandemie musste das lange geplante Gastspiel bereits mehrfach verschoben werden. „Für mich geht ein großer Wunsch in Erfüllung. Ich bin zutiefst dankbar für diese Einladung an das Theater Pforzheim. Ich empfinde es als eine große Ehre, meine künstlerische Arbeit in meiner Heimatstadt präsentieren zu dürfen und finde es sehr aufregend“.

Die deutsche Erstaufführung wird am 11. Juni 2021 als Stream erfolgen. Die Tickets werden über Reservix buchbar sein. Nähere Informationen folgen.


Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“

Ballett von Guido Markowitz
auf die 1. Sinfonie von Johannes Brahms und Samuel Barbers „Adagio for Strings“

Der Glaube
– Yannis Brissot
Die Liebe – Mei Chen
Die Hoffnung – Hyeon-Woo Bae

Ensemble – Elena Cattardico, Mei Chen, Stella Covi, Fabienne Deesker, Elise de Heer, Selene Martello, Eleonora Pennacchini, Hyeon-Woo Bae, Yannis Brissot, Mirko Ingrao, Willer Goncales Rocha, Abraham Iglesias Rodriguez (a. G.), Emanuele Senese und Dario Wilmington

Choreografie und Inszenierung – Guido Markowitz

Bühnenbild und Videoinstallation – Philipp Contag-Lada Kostüme – Erika Landertinger Lichtdesign – Andreas Schmidt Sounddesign – Fabian Schulz Choreografische Assistenz – Damian Gmür Dramaturgie – Alexandra Karabelas Visuals und Videos – Mirko Ingrao

Aufführungsdauer: ca. 70 min, keine Pause
Uraufführung: Samstag, 5. Juni 2021, Congress-Center Villach, 17 Uhr, 2. Vorstellung um 20 Uhr
Deutsche Erstaufführung/Online-Stream: Freitag, 11. Juni 2021

Weitere Gastspiele:
Mittwoch, 6.10.2021, Stadthalle Aalen
Freitag, 18.2.2022, Stadthalle Metzingen
Dienstag, 22. 2.2022, Stadthalle Biberach

theater-pforzheim.de