Mainfranken Theater Würzburg stellt Teilspielzeit-Programm 20/21 vor und besiegelt Zusammenarbeit mit der va-Q-tec AG

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Würzburg, 17. Juli 2020 – Mit der Vertragsunterzeichnung für die Theaterfabrik Blaue Halle, die ab der kommenden Saison als neue feste Außenspielstätte des in Sanierung befindlichen Mainfranken Theaters fungiert, besiegelten das künftige Staatstheater und die va-Q-tec AG am heutigen 17. Juli offiziell ihre Zusammenarbeit.

Sie bietet Platz für knapp 500 Zuschauer, für große Veranstaltungen ausgelegte Foyerflächen und sanitäre Anlagen, einen rollstuhlgerechten Zugang, eine Anbindung mit Shuttle und ÖPNV sowie Parkplätze für rund 300 Pkw: die Blaue Halle der va-Q-tec AG, die sich ab der Saison 20/21 als „Theaterfabrik Blaue Halle“ in eine neue ungewöhnliche Spielstätte in Würzburg verwandeln wird. Anlass ist die aktuelle Sanierung und Erweiterung des Mainfranken Theaters. Die Bauarbeiten gehen mit einer Schließung des Bestandsgebäudes ab dem Sommer 2020 einher und machen eine feste Außenspielstätte für große Produktionen und Formate mit Orchester erforderlich.

Mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages besiegelten die Theaterleitung und der Vorstand der va-Q-tec AG am heutigen 17. Juli offiziell ihre Kooperation, die seit mehr als einem Jahr gemeinsam ausgeplant und vorbereitet worden war. Der Intendant des Mainfranken Theaters, Markus Trabusch, zeigte sich erfreut über die bevorstehende Zeit: „Wir sind sehr gespannt darauf, gemeinsam mit unserem Publikum einen neuen Ort in Würzburg künstlerisch zu entdecken. Das Bühnenschaffen lebt und profitiert von der Auseinandersetzung mit Neuem, und ich bin mir sicher, dass die Theaterfabrik Blaue Halle ganz eigene künstlerische Impulse auszulösen vermag.“

Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters, begrüßte die vielfältigen Möglichkeiten vor Ort: „Auf dem Gelände der va-Q-tec AG in der Würzburger Dürrbachau haben wir optimale Bedingungen vorgefunden, um unseren Besuchern eine qualitativ ansprechende Infrastruktur zu präsentieren und zugleich die professionellen Anforderungen eines Theaterbetriebs abzubilden.“ So bietet die Theaterfabrik Blaue Halle nicht nur Raum für Bühne, Orchestergraben und eine große Zuschauertribüne, sondern auch genügend Platz für die notwendigen Backstage-, Lager- und Werkstattbereiche.

Trabusch und Terwey bedankten sich bei dem Vorstandsvorsitzendem der va-Q-tec AG, Joachim Kuhn, für die uneingeschränkte Unterstützung und den herzlichen Empfang vor Ort. Kuhn, der auch einer der Gründer der va-Q-tec AG ist, betonte die Bedeutung der Kultur für Unternehmer: „Als Unternehmen agieren wir global, zugleich engagieren wir uns ganz bewusst an unserem Hauptsitz Würzburg für die kulturelle Vielfalt der Stadt und Region. Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor auch für die Wirtschaft, von dem wir als Unternehmer profitieren. Deswegen möchten wir mit unserem Engagement auch wieder etwas in die Region zurückgeben.“ Die va-Q-tec AG, ein führender, international operierender Anbieter von Hochleistungs-Produkten und Lösungen im Bereich der thermischen Super-Isolation und der temperatur-kontrollierten Logistik, wurde im Jahr 2001 in Würzburg gegründet. Die zweijährige Einrichtung der Theaterfabrik Blaue Halle auf dem weitläufigen Firmengelände – den Liegenschaften der einstigen Druckerei Stürtz – beansprucht nur einen kleinen Teilbereich der ehemaligen Stürtz-Immobilie und beeinträchtigt nicht das Kerngeschäft des Unternehmens.

Sicherer Corona-Spielbetrieb

Die gut 3.300 Quadratmeter Fläche, die dem Mainfranken Theater auf dem Gelände der va-Q-tec AG insgesamt zur Verfügung stehen, erweisen sich auch in Zeiten besonderer Abstands- und Hygieneregeln als bestens geeignet. Aus Sicht der aktuellen Situation plant die Bühne zum Saisonstart im Oktober mit einem reduzierten Platzangebot und der Umsetzung eines umfassenden Hygienekonzepts. Von der Belüftung des Zuschauersaals bis zur kontaktarmen Besucherleitung wird dabei alles ermöglicht, um Theaterliebhabern auch in der Würzburger Dürrbachau unbeschwerte und sichere Vorstellungs- und Konzerterlebnisse zu bieten. Kontakt- und damit potenziell risikoreiche Services wie ein Catering oder eine Garderobe wird es unter den derzeitigen Auflagen allerdings vorerst nicht geben.

Über die Theaterfabrik Blaue Halle

Opera in the Factory: Mit der Theaterfabrik Blaue Halle präsentiert das Mainfranken Theater ab der Spielzeit 20/21 für voraussichtlich zwei Jahre eine neue Außenspielstätte im Würzburger Stadtgebiet. Auf einer Gesamtfläche von gut 3.300 Quadratmetern auf dem Gelände der va-Q-tec AG richtet das künftige Staatstheater nicht nur attraktive Zuschauerflächen ein, sondern auch Arbeitsbereiche für seinen Backstage- und Werkstattbetrieb. Circa 150 Vorstellungen pro Saison – darunter vor allem große Formate mit Orchester – sollen in der Würzburger Dürrbachau den parallel hinzutretenden Spielbetrieb im neuen Kleinen Haus des Mainfranken Theaters ergänzen, das ebenfalls in der Saison 20/21 eröffnet wird. Ein rollstuhlgerechter Zugang zur Theaterfabrik Blaue Halle, perspektivisch auch wieder ein Cateringservice, rund 300 Parkplätze und die Anbindung mit ÖPNV und Shuttle runden das Angebot der neuen Außenspielstätte ab.

Über die va-Q-tec AG

va-Q-tec ist ein führender Anbieter von Hochleistungs-Produkten und Lösungen im Bereich der thermischen Super-Isolation und der temperatur-kontrollierten Logistik. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt hocheffiziente und damit dünne Vakuumisolationspaneele („VIPs“) zur Dämmung sowie thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials – „PCMs“) zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle. Neben Healthcare und Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie, Bau und Mobilität. Das im Jahr 2001 gegründete und stark wachsende Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Würzburg.

Bretter, die die Welt bedeuten: Mainfranken Theater präsentiert Teilspielzeit-Programm 20/21

Würzburg, 17. Juli 2020 – Die Spielbedingungen in einer Fabrik und die Beschränkungen, die die Corona-Pandemie der Bühnenkunst auferlegt, werden vom Mainfranken Theater Würzburg lustvoll-kreativ aufgegriffen. Am heutigen 17. Juli stellte das künftige Staatstheater sein Teilspielzeit-Programm für die neue Saison bis einschließlich Januar 2021 vor.

Die Spielzeit 20/21 ist eine ganz besondere für das Würzburger Mainfranken Theater: Das Große Haus im Bestandsgebäude an der Theaterstraße wird aufgrund seiner Sanierung zunächst für das Publikum geschlossen, das neue Kleine Haus im Erweiterungsbau des Bestandsgebäudes wird im Laufe der Saison eröffnet, und neue und bewährte Außenspielstätten, allen voran die Theaterfabrik Blaue Halle auf dem Gelände der va-Q-tec AG in der Würzburger Dürrbachau, treten bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten hinzu.

Die Entwicklungen der Corona-Pandemie stellen die Bühne vor zusätzliche Herausforderungen. Das künftige Staatstheater reagiert mit einem Spielplan „auf Sicht“ und präsentierte am heutigen 17. Juli ein Programm bis zunächst einschließlich Januar 2021. Intendant Markus Trabusch: „Immer wieder überraschende Antworten und Lösungen auf unerwartete Hindernisse gleich welcher Art zu finden, ist der darstellenden Kunst eingeschrieben. Insofern freuen wir uns sehr, dass wir diesmal vieles ermöglichen werden, was sonst – unter ‚normalen‘ Bedingungen – so sicherlich nie gedacht und auch nicht realisiert worden wäre.“

Die Reduktion der Spieldauer auf 60 bis 80 Minuten und die Verkleinerung der mitwirkenden Ensembles richten den Blick auf Werke auch außerhalb des gängigen Repertoires. Einen thematischen Rahmen, der alles umreißt, gibt es wie in den Vorjahren auch in der Spielzeit 20/21. Trabusch: „Als Theater ohne festen Ort zu Zeiten einer Pandemie haben wir den roten Faden für die neue Saison mit Bezug zum Theater selbst gewählt: Das geflügelte Wort ‚Bretter, die die Welt bedeuten‘ von Friedrich Schiller soll uns und Sie daran erinnern, dass – gleich wo wir für Sie, in welcher Situation auch immer, spielen – der Weltbezug Kern unseres Schaffens ist.“

Rauschhaft bunte Vielfalt

Mit einem musiktheatralen Feuerwerk startet die Opernsparte des Mainfranken Theaters in ihre erste Saison in der Theaterfabrik Blaue Halle. Die Spielbedingungen in einer Fabrik und die Beschränkungen, die die Corona-Pandemie der Bühnenkunst auferlegt, werden dabei lustvoll-kreativ aufgegriffen: vom Pasticcio des 18. ins Kabarett des 20. Jahrhunderts; von Zauberinseln, Hafenkneipen und finsteren Hinterzimmern hinein in die bunte Welt der Warenhäuser; vom rauschhaften Barock in die unendliche Vielfalt von Oper und Operette, Revue und Requiem, Arie und Song.

Den Auftakt macht das einaktige Pasticcio „Der Garten der Lüste“ (Premiere 10.10.2020). Es basiert auf Georg Friedrich Händels erstem Londoner Opernerfolg „Rinaldo“ aus dem Jahr 1711. Regisseur Andreas Wiedermann, Operndirektor Berthold Warnecke und Generalmusikdirektor Enrico Calesso haben ein rund 80-minütiges Szenarium zusammengestellt, das um die Irrungen und Wirrungen des zweiten Aktes der Händel-Oper kreist. Gian Carlo Menottis „Medium“, bereits für die Saison 19/20 geplant und dem Corona-Lockdown zum Opfer gefallen, kommt in einer Adaption für die Theaterfabrik Blaue Halle nun in der Spielzeit 20/21 zur Aufführung (Premiere 6.11.2020).

Sich endlich wieder dem Shopping hingeben zu können, schien nach den Wochen des Corona-Lockdowns ein vordringliches Anliegen zu sein. Die Leiden und Leidenschaften rund um den Einkauf trieb auch das in der Berliner Kabarettszene der 1920er Jahre äußerst erfolgreiche Duo Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer um. Mit ihrer Kabarettoper „Rufen Sie Herrn Plim!“ schufen sie eine liebevolle, temporeiche und witzige Parodie auf die große bunte Welt der damals allerorts aus dem Boden schießenden Warenhäuser (Premiere 22.11.2020). Ab dem 22. Januar 2021 erwartet das Publikum dann noch ein Musiktheaterabend rund um den „Armen Matrosen“ aus der Feder des französischen Komponisten Darius Milhaud. Die 1927 uraufgeführte Kurzoper wird, ganz im Sinne der Arbeitsweise von Milhaud und seinen Pariser Mitstreitern der „Groupe des Six“ (Gruppe der Sechs), mit Werken unter anderem von Beethoven und Schostakowitsch kombiniert. Es entsteht eine szenisch-musikalische Reise, die die Gattungen Oper, Sinfonie und Lied zu einem großen Klagegesang über Liebe, Hoffnung und das Unausweichliche vereint.

Mit Abstand das Beste vom Philharmonischen Orchester

Einen ungewohnten Planungsansatz haben die Bestimmungen infolge der Corona-Pandemie für das Konzertwesen erfordert. Hier galt es, die Studien und Aerosol-Versuchsanordnungen auszuwerten, mit den geltenden Abstandsregeln für jeden Instrumentalisten gegenzuprüfen und daraus eine Programmauswahl abzuleiten. Drei Sinfoniekonzerte veranstaltet das Mainfranken Theater im Zeitraum von Oktober 2020 bis Januar 2021 im Konzertsaal der Hochschule für Musik Würzburg. Am 22. und 23. Oktober eröffnet das Orchester die Abo-Reihe mit einem Programm, das um das Thema Klangfarben kreist. Im Zentrum steht Claude Debussys impressionistisches Orchestergemälde „La mer“ in einer Bearbeitung für Kammerensemble.

Ihr Debüt an der Seite des Philharmonischen Orchesters gibt die junge Pianistin Sofja Gülbadamova beim zweiten Sinfoniekonzert am 12. und 13. November mit Johann Nepomuk Hummels Klavierfantasie „Oberons Zauberhorn“. Unter dem Motto „Freiraum“ steht dieser virtuosen Opernparaphrase Beethovens majestätische dritte Sinfonie gegenüber.

Im Januar wartet ein Konzertprogramm im Rahmen der Tage der Neuen Musik an der Hochschule für Musik, welches den Aufbruch in die Moderne an ausgewählten Werken spiegelt (28. und 29. Januar 2021). Neben Mieczysław Weinbergs Cellokonzert erklingt Béla Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta. Mit dem Titel „Sinnesreiz“ ist der Abend überschrieben.

In der Theaterfabrik Blaue Halle bietet das Philharmonische Orchester unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso zwei besondere Konzertevents an. Zu insgesamt vier Terminen in der Weihnachtszeit steht der erste Teil aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ auf dem Programm. Den Jahreswechsel begleitet in dieser Saison ein Programm mit Musik von John Kander, Cole Porter und Leonard Bernstein. Neben Ausschnitten aus verschiedenen Musicals wird George Gershwins Konzerthybrid „Rhapsody in Blue“ aufgeführt. Am Flügel nimmt Pianist Bernd Glemser Platz.

Erster Tanzabend mit vier neuen Ensemblemitgliedern

Die Berührung als elementarer Bestandteil menschlichen Lebens steht im Mittelpunkt von Dominique Dumais’ nächster Tanzkreation „So nah und doch so fern“ (Premiere 30.10.2020). Auch der Alltag des Tanzensembles ist in diesen Tagen von klaren Kontaktregeln bestimmt. Die neue Situation erzeugt veränderte Perspektiven und weckt neues kreatives Potenzial. In Momenten von Humor und Ironie werden Wege eines spielerischen Umgangs mit den neuen Kontakt- und Bewegungsvorschriften erprobt. Durch die individuellen Soli der Tänzerinnen und Tänzer bietet sich dem Publikum die Möglichkeit, die einzelnen Persönlichkeiten der Compagnie näher kennenzulernen. Erstmals stellen sich dabei auch die vier neuen Ensemblemitglieder Alba Valenciano Lopez, Matisse Maitland, Venetia Lim Jia Yee und Yester Mulens-Garcia vor.

Von Wissenschaft, Demokratie und dem Sinn des Lebens

Am 2. Oktober startet das Schauspiel mit der Premiere der „Physiker“ in die Spielzeit 20/21. In einer gekürzten Fassung ohne Pause wird mit dem komisch-grotesken Zweiakter von Friedrich Dürrenmatt gleichzeitig auch die Bühne der Theaterfabrik Blaue Halle eingeweiht. Am darauffolgenden Tag der Deutschen Einheit feiert im Würzburger Ratssaal Theresia Walsers Erfolgskomödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ Premiere und stellt Grundfragen der Weltpolitik humoristisch auf den Prüfstand.

Anstelle des alljährlichen Familienklassikers in der Vorweihnachtszeit zeigt das Mainfranken Theater in diesem Jahr gleich zwei Stücke für Groß und Klein: „Ente, Tod und Tulpe“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Wolf Erlbruch beleuchtet kindgerecht die große Frage, was passiert, wenn das Leben vorbei ist (Premiere 29.11.2020). Von der starken Bindung zweier talentierter Geschwister erzählt „Mozarts Schwester“ von Daniel van Klaveren (Premiere 29.11.2020). Im Zentrum stehen die Gefühle und Erlebnisse von Nannerl Mozart, ebenso Fragen nach Gleichberechtigung, Geschwisterliebe und Anerkennung.

Theater to go

Parallel zu den Premieren in der Theaterfabrik besucht das Schauspielensemble ab Herbst mit seinem Kinder- und Jugendspielplan Würzburgs Schulen. Den Anfang macht das Klassenzimmerstück „Klamms Krieg“ von Kai Hensel, eine Geschichte, die den Spielort selbst als Thema aufgreift. Im Verlauf der Spielzeit kehren außerdem Produktionen wie zum Beispiel „Die Comedian Harmonists“, „Patricks Trick“ und „Fräulein Julie“ (Wiederaufnahme 11.10.2020) auf die Bühnen des Mainfranken Theaters zurück.

Spielstätten, Vorverkauf, Kasse, Corona-Knigge: Das ist neu in der Spielzeit 20/21

Würzburg, 17. Juli 2020 – Mit Beginn der Saison 20/21 ändern sich für die Besucher des Würzburger Mainfranken Theaters Vorverkaufsfristen, Spielstätten, die Anschrift der Kasse und mehr. Ein Überblick.

Mit einem Programm vorerst nur bis Januar 2021 reagiert das Mainfranken Theater auf die aktuellen Spielbedingungen in Zeiten von Corona. Um auf neue Entwicklungen der Pandemie jederzeit flexibel reagieren zu können, disponiert die Bühne ihre Veranstaltungstermine in diesem Zeitraum nur monatsweise. Eine Verkürzung der Vorverkaufsfristen ist die Folge: So gehen die Vorstellungen und Konzerte für einen Monat in der Regel zur Mitte des Vormonats in den Verkauf. Abonnenten erhalten einen um einen Kassenöffnungstag vorgezogenen Vorverkauf.

Theaterkasse im Falkenhaus Würzburg

Um Infektionsrisiken zu vermeiden, bevorzugt das Mainfranken Theater bis auf Weiteres Webshop-Buchungen über den Spielplan im Internet unter mainfrankentheater.de/spielplan beziehungsweise direkt über die URL mainfrankentheater.de/webshop. Doch auch persönlich berät der Besucherservice ab Mitte September wieder – allerdings nicht mehr am bisherigen Ort. Aufgrund der beginnenden Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude des künftigen Staatstheaters heißt die Theaterkasse ihre Kundinnen und Kunden nach der Sommerpause im Falkenhaus Würzburg am Oberen Markt willkommen. Der Eingang liegt seitlich von Stadtbücherei und Tourist Information und ist über die Gasse Hahnenhof zu erreichen.

Spielstätten

Sie bietet Platz für knapp 500 Zuschauer, für große Veranstaltungen ausgelegte Foyerflächen und sanitäre Anlagen, einen rollstuhlgerechten Zugang, eine Anbindung mit Shuttle und ÖPNV sowie Parkplätze für rund 300 Pkw: die Blaue Halle der va-Q-tec AG, die sich ab der Saison 20/21 als „Theaterfabrik Blaue Halle“ in eine neue ungewöhnliche Spielstätte in Würzburg verwandeln wird. Neben dieser zentralen Außenspielstätte des Mainfranken Theaters für voraussichtlich zwei Jahre ist die Bühne der Stadt in der Saison 20/21 auch an bereits etablierten Spielorten anzutreffen: im Ratssaal Würzburg mit dem Schauspielensemble und mit den Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters in der Hochschule für Musik. Außerdem inszeniert das Mainfranken Theater in der bevorstehenden Spielzeit Klassenzimmerstücke, die direkt in den Schulen zur Aufführung kommen. Darüber hinaus wird auch der neue Erweiterungsbau des Theaters mit seinem Kleinen Haus im Laufe der Saison in Betrieb genommen.

Abonnement und TheaterCards

Aufgrund der voraussichtlich auch weiterhin reduzierten Platzkapazität kann das Mainfranken Theater – bis auf das Konzertabonnement – in der Spielzeit 20/21 keine neuen Abonnements anbieten. Gleiches gilt für die TheaterCards, die in der bevorstehenden Saison nicht neu aufgelegt werden. Weitere Informationen für Abonnenten und Stammkunden finden sich in den druckfrischen Teilspielzeit-Programmheften, die in der Tourist Information im Falkenhaus Würzburg auf Nachfrage erhältlich sind und auch online unter mainfrankentheater.de durchgeblättert werden können.

Kontaktdaten und Buchungen

Sofern die Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten weiterhin zu gewährleisten ist, erhebt das Mainfranken Theater bei der Buchung von Eintrittskarten den Namen und die Kontaktdaten seiner Besucher. Nach vier Wochen werden diese Daten gelöscht. Um die geltenden Abstandsregeln einzuhalten und dennoch möglichst vielen Menschen den Zugang zu Vorstellungen und Konzerten zu ermöglichen, können bis auf Weiteres keine konkreten Plätze reserviert werden, sondern nur Karten für eine bestimmte Preiskategorie. Vorausbuchungen sind bei dieser Form der Bearbeitung in der Regel nur bis zum Vortag einer Veranstaltung möglich. Für Kurzentschlossene öffnet die Abendkasse am Veranstaltungsort 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Vorstellungsdauer und Pausen

Um einen möglichst kontaktarmen Spielbetrieb zu gewährleisten, verzichtet das Mainfranken Theater auf Pausen. Die Dauer der Vorstellungen und Konzerte wird bis Januar 2021 in der Regel 60 bis 80 Minuten nicht überschreiten. Doppelvorstellungen stellen sicher, dass es auch bei reduzierten Platzkapazitäten genügend Tickets gibt.

Garderobe und Catering

Zur Einhaltung der Hygiene- und Kontaktbestimmungen sind vorerst kein Garderoben-Service und kein Catering mit Speisen und Getränken geplant. Jacken und kleine Taschen können auf den zurzeit frei bleibenden beziehungsweise gesperrten Sitzplätzen abgelegt werden.

Ausfall-Tickets der Saison 19/20

Kunden, die noch über Tickets zu Vorstellungen oder Konzerten verfügen, die aufgrund der pandemiebedingten Schließung des Mainfranken Theaters abgesagt wurden, sind herzlich gebeten, diese noch vor der Sommerpause über die Theaterkasse gegen einen Gutschein einzutauschen oder – sofern gewünscht – die Spendenmöglichkeit zu nutzen. Formulare zur Abwicklung eines Tauschs oder einer Spende finden sich im Internet unter mainfrankentheater.de.

Corona-Knigge

Um seinen Gästen in der nächsten Spielzeit ein unbeschwertes Besuchserlebnis zu bereiten, setzt das Mainfranken Theater umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen gemäß den aktuell geltenden Hygiene- und Kontaktbestimmungen um. So ist dafür gesorgt, dass Abstände, Obergrenzen für die Besuchszahlen, Hygienestandards, ein kontaktarmer Betrieb und vieles mehr eingehalten werden. Da sich die Rahmenbedingungen laufend ändern können, wird die Webseite mainfrankentheater.de/corona-knigge laufend aktualisiert.


Das Teilspielzeit-Programm Sept. 20 bis Jan. 21
Premieren und Konzerte

MUSIKTHEATER

G. F. Händel: Garten der Lüste oder Wie Rinaldo der Zauberin Armida beinahe erliegt, Premiere: 10.10.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)

Gian Carlo Menotti: Das Medium
Premiere:
6.11.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)

Mischa Spoliansky: Rufen Sie Herrn Plim!
Premiere:
22.11.2020(Theaterfabrik Blaue Halle)

Der arme Matrose
Eine szenisch-musikalische Reise mit Musik von: Darius Milhaud, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Dmitri Schostakowitsch
Premiere: 22.1.2021 (Theaterfabrik Blaue Halle)

SCHAUSPIEL

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
Premiere:
2.10.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)

Theresia Walser: Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel
Premiere:
3.10.2020 (Ratssaal Würzburg)

August Strindberg: Fräulein Julie
Wiederaufnahme:
11.10.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)

Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe
Premiere:
29.11.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)

Daniel van Klaveren: Mozarts Schwester
Premiere:
29.11.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle)


Klassenzimmerstücke
Stefan Hornbach: Schwalbenkönig (WA) Klassenzimmerstück ab November
Kai Hensel: Klamms Krieg Klassenzimmerstück ab November

Außerdem geplant
Kevin Barz: Saal 600 Theaterfabrik Blaue Halle oder Probebühne 1
Gottfried Greiffenhagen / Franz Wittenbrink: Die Comedian Harmonists (Wiederaufnahme) Theaterfabrik Blaue Halle
Kristo Šagor: Patricks Trick (Wiederaufnahme) Theaterfabrik Blaue Halle

TANZ
So nah und doch so fern
Premiere:
30.10.2020 (Theaterfabrik Blaue Halle )

KONZERTE
Sinfoniekonzerte, Konzertevents, Kammerkonzerte,
Familienkonzerte und Klassenzimmerkonzerte

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