Live von den Salzburger Festspielen 2022: ARTE überträgt Christof Loys „Il trittico“-Neuinszenierung im Netz

Asmik Grigorian (als Lauretta) singt die weiblichen Hauptpartien © Algirdas-Bakas

Auch in diesem Jahr streamt ARTE wieder live von den Salzburger Festspielen! Am Samstag, den 13. August 2022 überträgt der Sender ab 18.30 Uhr live Christof Loys Neuinszenierung von Giacomo Puccinis „Il trittico“ im Netz auf arte.tv/concert. Es dirigiert Franz Welser-Möst. Die weiblichen Hauptpartien der drei Operneinakter übernimmt die litauische Sopranistin Asmik Grigorian, die in Salzburg u.a. bereits für ihre Interpretation der „Salome“ (2018) sowie 2020 in der Rolle der Chrysothemis in Krzysztof Warlikowskis „Elektra“-Inszenierung großes Lob von der Kritik erntete.

Alle drei Teile stehen nach der Liveübertragung 90 Tage im Replay zur Verfügung. Die komödiantische Oper „Gianni Schicchi“ wird am Sonntag, den 14. August 2022 um 17.30 Uhr auch im TV zu sehen sein.


Am 14. Dezember 1918 wurde „Il trittico“ in New York uraufgeführt, komponiert, als in Europa noch der 1. Weltkrieg tobte. Die drei Einakter „Gianni Schicchi“, „Il tabarro“ und „Suor Angelica“ scheinen auf den ersten Blick keine Verbindung miteinander zu haben, ihr gemeinsamer Nenner ist allein die Verstrickung des Menschen in ein verhängnisvolles Schicksal, das nur ausnahmsweise, für einen Moment, einen glücklichen Ausgang des „Abenteuers Leben“ zu versprechen scheint – ein Themenkreis, der in seiner Vielschichtigkeit bei wenigen Regisseuren so gut aufgehoben scheint wie bei Christof Loy.

Gianni Schicchi

Der reiche Buoso Donati ist gerade eben verstorben und hat seine lieblosen Verwandten im Testament übergangen. Der zweifelhafte Gianni Schicchi – in Loys Inszenierung interpretiert vom georgischen Bariton Misha Kiria – soll, in der Rolle Donatis und verborgen durch den Bettvorhang, ein neues Testament diktieren. Und das tut er auch, aber anders als geplant. „Gianni Schicchi“ ist vielleicht der populärste der drei Opern-Einakter aus Puccinis „Il trittico“, nicht nur dank des unvergleichlichen „O mio babbino caro“, sondern auch des absurd-komischen und gänzlich untragischen Plots der „betrogenen Betrüger“ wegen.

Il tabarro

Giorgetta versucht vor ihrem Ehemann, dem Schiffer Michele, ihr Verhältnis mit dem Arbeiter Luigi zu verbergen. Doch Michele hat die Affäre längst entdeckt…

Suor Angelica

Schwester Angelica, wegen eines unehelichen Kindes ins Kloster verbannt und einzig von der Hoffnung auf ein Wiedersehen am Leben gehalten, erfährt von ihrer Tante (La Zia Principessa) – in Salzburg interpretiert von der finnischen Sopranistin Karita Mattila – dass ihr Kind gestorben ist.

arte.tv / salzburgerfestspiele.at