lautten compagney Berlin – neues Album Time Zones am 6.11. / Konzerte in Berlin & Hamburg

© deutsche harmonia mundi / Sony Music

Erik Satie trifft Samuel Scheidt – „Time Zones“, das neue Album der lautten compagney BERLIN verbindet über 250 Jahre Musik in einem Album und erscheint am 6. November bei deutsche harmonia mundi / Sony Music.

„Time Zones“ – Konzerte in der Elbphilharmonie Hamburg und im Berliner Konzerthaus im November

Immer wieder sorgt die lautten compagney BERLIN mit ungewöhnlich konzipierten Alben für Aufmerksamkeit. Mit dem weltweit hochgelobten „Timeless“ gelang die gekonnte Verbindung der frühbarocken Musik von Tarquinio Merula mit der Minimal Music von Philipp Glass, beim Album „War & Peace“ wurde ein spannungsvoller Bogen vom Dreißigjährigen Krieg bis in die Zeit nach dem Ende des 1. Weltkrieg geschlagen und das Album „Circle Line“ verbindet Renaissance Musik von Guillaume Dufay mit Werken von Cage, Monk und Glass – eine faszinierende Klangreise mit barocken Instrumenten.

Das neue Album „Time Zones“ verbindet Musik des deutschen Frühbarockkomponisten Samuel Scheidt (1587-1654) mit Werken des Franzosen Erik Satie (1866-1925), der heute vor allem für seine mal zarten, mal ironisch daherkommenden Klavierstücke berühmt ist. Auf „Time Zones“ kombiniert die lautten compagney unter der Leitung von Ensemble-Gründer Wolfgang Katschner Arrangements ausgewählter Klavierstücke von Satie mit Instrumentalwerken aus bedeutenden Sammlungen von Samuel Scheidt.

Die von Erik Satie ausgewählten Kompositionen u.a. die berühmte „Gymnopedie Nr. 3“ und die „Gnossienne Nr. 4“ wurden eigens für diese Aufnahme von Bo Wiget für die spezielle instrumentale Besetzung der lautten compagney mit ihren Lauten, Posaunen und Streichern arrangiert. Im Falle von Samuel Scheidt fiel die Wahl vor allem auf Ensemblestücke aus zwei großen Sammlungen, den „Ludi Musici“ und den „LXX Symphonien“. Zwischen 1621 und 1627 veröffentlichte Scheidt unter dem Titel „Ludi musici“ insgesamt vier Bände mit Instrumentalwerken. Und bereits der 1. Band mit seinen rund 30 Stücken verblüfft mit einem enormen Reichtum von Tanzsätzen. Interessanterweise verzichtet der Komponist fast durchgängig auf konkrete Besetzungsangaben, was den Interpreten damals wie heute gewisse Freiheiten lässt. Zwei Jahrzehnte später brachte Samuel Scheidt die Sammlung „LXX Symphonien“ heraus, bei denen es sich um kurze dreistimmige gesetzte Instrumentalstücke handelt, die ganz offensichtlich als Vor- und Zwischenspiele für seine geistlichen Konzerte oder Motetten vorgesehen waren.

Auch bei „Time Zones“ ist der Hörer einfach nur verblüfft, wie gut die Musik von Samuel Scheidt und Erik Satie zueinander passt – obwohl fast drei Jahrhunderte dazwischen liegen.
Die auch klangtechnisch hervorragende Produktion entstand in Berlin als Koproduktion von deutsche harmonia mundi mit Deutschlandradio.

Konzerte mit der Musik des Albums kann man in Hamburg und Berlin erleben:

20.11.: Hamburg, Elbphilharmonie (Großer Saal)
22.11.: Berlin, Konzerthaus


sonyclassical.de