Kulturzeit extra: Spiel mir das Lied … Die musikalischen Welten von Ennio Morricone

Ennio Morricone im Gesprächmit Kulturzeit. Der große Filmkomponist Ennio Morricone gab Kulturzeit Auskunft über sein Werk. © ZDF/Sandro Avila

Mittwoch, 8. Juli 2020, 01:10 Uhr auf 3sat
Film von Lotar Schüler
(Erstsendung: 10.03.2007)

Er hat als Komponist Kultstatus erlangt: Mehr als 500 Mal schrieb Ennio Morricone Musik für Film und Fernsehen. Nun ist der Maestro der Filmmusik im Alter von 91 Jahren gestorben. 3sat erinnert an ihn mit einem „Kulturzeit extra“ aus dem Jahr 2007.

Bereits 2007 erhielt er den Ehrenoscar für sein über 400 Filme umfassendes Werk – damals kannte kaum einer sein Gesicht: Ennio Morricone.

Mit „Kulturzeit“ empfing Il Maestro zum ersten Mal seit den 1970er-Jahren ein deutsches Kamerateam bei sich zu Hause: „Kulturzeit extra: Spiel mir das Lied …“ porträtiert Ennio Morricone und gibt Einblick in sein Leben und seine Arbeit.

Die Dokumentation von Lotar Schüler fragt nach dem Geheimnis von Morricones Musik – dem Versuch der Balance zwischen Sinnlichkeit und Intellekt – und präsentiert Filmausschnitte und historisches Material zu den Dreharbeiten großer Morricone-Filme.

Beleuchtet werden aber auch unbekannte Seiten des Komponisten – wie seine Arbeit an mehr als 500 Schlagern und seine mittlerweile erfolgreich aufgeführte E-Musik. Und es werden Entdeckungen gemacht. Wer hätte schon gedacht, dass ausgerechnet ein Besuch in Darmstadt zu den wichtigen Stationen im Leben des Ennio Morricone gehört?

Berühmt machte den italienischen Filmkomponisten, der für über 400 Spielfilme die Musik komponierte, vor allem die Zusammenarbeit mit Sergio Leone. Dessen erfolgreiche Italowestern, allen voran „Spiel mir das Lied vom Tod“, wurden nach Kritikermeinung zu einem erheblichen Teil durch Morricones Musik geprägt. Morricone war für die Musik von Filmen wie „Days of Heaven“ (1978), „The Mission“ (1986), „The Untouchables“ (1987), „Bugsy“ (1991) und „Malèna“ (2000) insgesamt sechs Mal für einen Oscar nominiert.

Das Porträt aus dem Jahr 2007 entstand anlässlich der Verleihung des Ehrenoscars für sein Lebenswerk.

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