Komm ins Offene ~ Staatstheater Darmstadt stellt vorläufigen Spielplan vor

„Wir sind sehr glücklich, dass wir nun wieder für unsere Besucherinnen und Besucher spielen dürfen“ sagt Intendant Karsten Wiegand angesichts der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am Staatstheater Darmstadt. Dass nun ein Ausblick auf den Spielplan der nächsten Wochen und Monate gegeben werden kann und gleichzeitig ein Ausblick auf die vorläufig geplante Spielzeit 2020/21 erfolgt, sieht man hier als besondere Herausforderung und Chance zugleich.

Komm ins Offene lautete der rote Faden für die geplante Spielzeit 2020/21 und bereits in den letzten Wochen bekam dieses Motto eine ungeahnte Dimension. Dies wird sich fortsetzen in den für die nächsten Monate geplanten Formaten und Projekten.

„Angesichts der Lage zeigt der Spielplan, den wir nun für die neue Spielzeit vorstellen, jene Reiseroute an, die wir gerade planen. Natürlich kann es sein, dass die Umstände Umwege erfordern, andere Einzelrouten, Planänderungen. Wo auch immer diese nächste Reise entlang und hinführt, sie möge den Horizont erweitern und ins Offene führen“, so Intendant Karsten Wiegand.

© Staatstheater Darmstadt

Musiktheater

2020

Sa, 20.06.: Dichterliebe
Filmisches Musiktheaterprojekt / Liedzyklus von Christian Jost nach Robert Schumanns „Dichterliebe“ op. 48 auf Texte von Heinrich Heine
EIN FILM VON Franziska Angerer, Fabio Stoll und Carolin Müller-Dohle
MUSIKALISCHE LEITUNG Jan Croonenbroeck
REGIE Franziska Angerer
BILDGESTALTUNG Fabio Stoll
DRAMATURGIE Carolin Müller-Dohle
KLANG Sebastian Franke
LICHT Heiko Steuernagel

Robert Schumanns „Dichterliebe“ entwirft eindringliche Bilder vom Aufkeimen und Zerbrechen einer rätselhaften Liebe. Christian Jost hat den Zyklus rekomponiert und die sechzehn Lieder in eine großflächig angelegte und fließende Komposition eingewebt. Dieses visionäre Musiktheaterprojekt greift den assoziativen Strom der Komposition in filmischen Bildern auf: In den Räumen des Theaters und an Orten in der Natur entstand gemeinsam mit acht Sänger*innen aus dem Opernensemble und neun Musiker*innen des Staatsorchesters eine filmische Reise, die von Isolation, Sehnsucht und dem Wunsch nach Verschmelzung erzählt.

So, 06.09.: Atem
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen
REGIE UND BÜHNE Karsten Wiegand
DRAMATURGIE Carolin Müller-Dohle
Der Zeitraum zwischen zwei Atemzügen: ein Moment des Innehaltens aus dem Neues entstehen kann. Der Atem als Beginn und Ende von allem Leben, als Grundlage von Musik und Gesang. „Atem“ entspinnt ein Gewebe aus verschiedenen Kompositionen, die wie das Einatmen eine Tür öffnen und sich wie das Ausatmen mit der Welt verbinden.

Fr, 25.09.: The last five years
Kammermusical von Jason Robert Brown
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Nündel
REGIE Till Kleine-Möller
BÜHNE Marìa Reyes Pèrez
KOSTÜM Jose Luna
CHOREOGRAFIE Timo Radünz
VIDEO Grigory Shklyar
DRAMATURGIE Kirsten Uttendorf

Ein „typisches“ Paar – Kennenlernphase, Heirat und dann Trennung nach fünf gemeinsamen Jahren. Sie ist Schauspielerin und er ist ein erfolgreicher Newcomer-Schriftsteller. Wir erleben mit ihnen Lebensstationen voller Glück und Schmerz, humorvolle und auch tragische Momente, die dieses 2001 uraufgeführte und 2014 erfolgreich verfilmte Musical uns aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und Zeitachsen erzählt.

Sa, 26.09.: Schaf
Kinderoper von Sophie Kassies
MUSIKALISCHE LEITUNG Jan Croonenbroeck
REGIE Magdalena Schnitzler
AUSSTATTUNG Daphne Roeder

Auf der Suche nach einem Versteck für seine Krone landet Prinz Lorenzo auf einer Schafweide. Als ihm eines der Schafe hilft, beginnt eine besondere Freundschaft, die beide auf eine lange Reise und eine Suche nach Identität führt.

Sa, 14.11.: La Bohème
Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini / Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Roman „Scènes de la vie de bohème“ von Henri Murger
MUSIKALISCHE LEITUNG Giuseppe Finzi
REGIE Wolfgang Nägele
BÜHNE Stefan Mayer
KOSTÜM Annette Braun
DRAMATURGIE Carolin Müller-Dohle

Vier Künstler im winterkalten Paris: Zwischen Unabhängigkeit und Armut, zwischen Ausgelassenheit und alltäglichen Widrigkeiten suchen der Schriftsteller Rodolfo und seine drei Freunde nach dem Inbegriff der Kunst. Der Auftritt der Nachbarin Mimì verändert alles, mit ihr beginnt die eigentliche Geschichte.

So, 06.12.: Don Quichotte
Comédie héroïque von Jules Massenet / Wiederaufnahme von den Bregenzer Festspielen 2019
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen
REGIE Mariame Clement / Marcos Darbyshire
BÜHNE UND KOSTÜM Julia Hansen
LICHT Ulrik Gad
DRAMATURGIE BREGENZ Olaf A. Schmitt

Der verträumte Narr Don Quichotte ist der letzte Fels in der Brandung, der für das Heldentum und die damit verbundene Männlichkeit kämpft. Wir begleiten ihn und seinen Getreuen Sancho Pansa auf ihrer Reise aus dem damaligen Spanien in die heutige Zeit. Kann er seinen und den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werden und seine Dulcinee erobern? Existiert heute eine Gesellschaft, in der Frauen noch erobert werden wollen?

2021

Sa, 23.01.: Ball im Savoy
Operette von Paul Abraham
MUSIKALISCHE LEITUNG Jan Croonenbroeck
REGIE Andrea Schwalbach BÜHNE Anne Neuser
KOSTÜM Frank Lichtenberg CHOREOGRAFIE Riccardo Fernando
DRAMATURGIE Daniel Westen

Da tanzen zwei fast noch frisch Verheiratete durch den „Ball im Savoy“, begleichen alte Schulden, suchen nach Ablenkung oder Enttarnung – gelockt durch den Reiz und verführt von der Sehnsucht des Abenteuers. Doch der Schein trügt, denn die glitzernde Welt der Ballhäuser ist längst Geschichte, die internationalisierte Welt nur noch ein Trümmerhaufen, die Gesellschaft ein Schatten ihrer vielleicht einstigen Pracht.

Sa, 28.02.: Lohengrin
Oper von Richard Wagner
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Cohen
REGIE Andrea Moses
BÜHNE UND KOSTÜM Christian Wiehle
VIDEO Johannes Kulz
DRAMATURGIE Thomas Wieck

Der Held Lohengrin, aus höheren Sphären stammend, rettet Elsa vor der Anklage, knüpft das aber an seine ausschließende Bedingung: Elsa darf nicht fragen, wer er sei. Haben Ortrud und Telramund, die Wagner als dämonisches Intrigantenpaar zeigt, nicht recht, wenn sie Elsa raten, diese zentrale Frage nach seiner Herkunft zu stellen?

Sa, 27.03.: Das Städtchen Drumherum
Kinderoper von Elisabeth Naske / Libretto von Johanna von der Deken nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Mira Lobe und Susi Weigel
MUSIKALISCHE LEITUNG Neil Valenta
REGIE Stephan Krautwald
DRAMATURGIE Carolin Müller-Dohle

Julius und Juliane lieben den Wald, der an ihre kleine Stadt angrenzt. Doch nun will ihr Vater den Wald abholzen lassen, um aus der kleinen Stadt eine große zu machen. „Der Wald muss weg!“, sagt er, und schon stehen die Bagger bereit. Höchste Zeit, etwas gegen dieses Vorhaben zu unternehmen!

Sa, 08.05.: Requiem für einen jungen Dichter / Freiräume
Lingual von Bernd Alois Zimmermann für Sprecher*innen, Sopran- und Bariton-Solo, drei Chöre, elektronische Klänge, Orchester, Jazz-Combo und Orgel nach Texten verschiedener Dichter, Berichten und Reportagen / Uraufführung mit jungen Menschen
MUSIKALISCHE LEITUNG Karsten Januschke
REGIE UND BÜHNE Karsten Wiegand
ATELIERS mit jungen Menschen
DRAMATURGIE Carolin Müller-Dohle

In Bernd Alois Zimmermanns „Requiem für einen jungen Dichter“ treffen Tonbandaufnahmen politischer, philosophischer und literarischer Texte von 1920 bis 1970 auf eine bewegende Komposition nach der Requiemliturgie, elektronische Klänge werden mit Live-Musiziertem collagiert. Als zweiter Teil des Abends entsteht mit der Uraufführung „Freiräume“ gemeinsam mit kunstbegeisterten Jugendlichen eine interdisziplinäre Collage aus Ängsten und Hoffnungen von jungen Menschen heute.

Barockfest Darmstadt
Juni / La costanza vince l‘inganno
Pastorale von Christoph Graupner

Der Darmstädter Hofkomponist Christoph Graupner erzählt die Liebe im Spektrum von Selbstbestimmtheit und Fügung: Herrschertochter verliebt sich in einen vermeintlichen Schäfer, der jedoch Prinz ist. Schäferin verliebt sich in diesen Schäfer. Das Spiel um Liebe, Treue und Rache nimmt seinen Lauf mit allerhand Intrige und Besessenheit.

© Staatstheater Darmstadt

Schauspiel


2020

Fr, 03.07.: Ein Sommernachtstraum (UA)
nach William Shakespeare / Hessisch von David Gieselmann / nach einem Szenarium von Ulf Goerke und David Gieselmann
REGIE Ulf Goerke
BÜHNE UND KOSTÜM Pascal Seibicke
MUSIK Silvia und Timo Willecke
DRAMATURGIE Roland Marzinowski

Ein romantisches Techtelmechtel in einer Sommernacht entwickelt sich zu einem Albtraum: Welche Gefühle sind wirklich, welchen kann man vertrauen, welche sind trügerisch? Nach einem wilden Reigen von Begehren und Widerwillen geraten alle Gewissheiten ins Schwanken.

Do, 20.08.: Drei Schwestern
Drama von Anton Tschechow
REGIE Katrin Plötner
BÜHNE Camilla Hägebarth
KOSTÜM Johanna Hlawica
MUSIK Markus Steinkellner
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein

Olga, Mascha und Irina stecken fest. Anton Tschechow hat seine namensgebenden drei Schwestern in ein Provinzkaff eingesperrt. In der Vergessenheit, fernab vom glanzvollen früheren Wohnort Moskau, müssen sich diese drei Frauen nach dem Tod ihres Vaters einen neuen Reim auf das Leben machen. Tragisch wie komisch brechen die Figuren immer wieder fast auf und geben dabei Einblicke in den Kampf von Seelen, die gerne mutig wären.

Sa, 29.08.: Lauf und bring uns dein nacktes Leben (UA)
von Rainer Merkel
REGIE David Stöhr
BÜHNE UND KOSTÜM Sarah Sassen
MUSIK Shannon Sea
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein

Sierra Leone: ein Land, das vom Bürgerkrieg gezeichnet ist und vielleicht Hilfe gebrauchen könnte. Ob die Hilfsorganisation „Every Day Gandhi“ diesem Anspruch gerecht wird, ist zumindest ungewiss. Die Verstrickungen der Mitarbeitenden zeigen eine Welt hinter den Mauern des Compounds, die eher Hilfe sucht als geben kann.

Sa, 05.09.: Der Idiot
von Fjodor M. Dostojewski
REGIE UND FASSUNG Andreas Merz-Raykov
BÜHNE Jan Hendrick Neidert
KOSTÜM Lorena Díaz Stephens
DRAMATURGIE Karoline Hoefer

Mit Fürst Myschkin erscheint eine Figur, die schon durch ihre bloße Anwesenheit die Frage aufwirft: Könnte man nicht anders miteinander leben? Jenseits von Regeln und Ritualen, die auf einem Gefüge aus Macht und ökonomischen Interessen fußen? Obwohl alle von dem fremden Vertrauten fasziniert sind, wird er als Schwächling abgetan – als Idiot.

Fr, 02.10.: Hamletmaschine
von Heiner Müller
REGIE Christoph Mehler
BÜHNE UND KOSTÜM Jennifer Hörr
MUSIK David Rimsky-Korsakow
DRAMATURGIE Oliver Brunner

Das Stück reflektiert in freier Anlehnung an Shakespeares Vorlage die Situation des Intellektuellen in der DDR. Ein alptraumartiges Szenarium in fünf Textfragmenten, ein Aufeinanderprallen von kollektiven Erfahrungen, der Geschichte Europas und der des Kommunismus nach Ende des 2. Weltkriegs.

Fr, 16.10.: Staatstheater represent (Wo ist Emilia G?) (UA)
von Volker Schmidt frei nach Gotthold Ephraim Lessing
REGIE Volker Schmidt
BÜHNE Thea Hoffman-Axthelm
KOSTÜM Nina Kroschinske
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein

Emilia Galotti ist eine Heldin der bürgerlichen Moral – tugendhaft, mutig, entschlossen. Aber wer kann so eine Figur überhaupt noch glaubhaft spielen? Das Theater sucht die Realität „da draußen“ um „hier drinnen“ bessere Kunst zu machen. Kranichsteiner*innen helfen wieder einmal tatkräftig bei der Sinnsuche.

Fr, 23.10.: Johanna von Orléans – Am Beispiel Friedrich Schillers
REGIE UND FASSUNG Claudia Bossard
BÜHNE UND KOSTÜM Elisabeth Weiß
VIDEO UND SOUND Annalena Fröhlich
DRAMATURGIE Christina Zintl

Johanna von Orléans: Die junge Frau, die den König von England in die Knie zwang, inspirierte über die Jahrhunderte zahlreiche Dichter. Prominent steht Friedrich Schillers „romantische Tragödie“ für eine sehr freie Aneignung einer Figur, die den Tod einem Leben ohne Freiheit vorzog. Claudia Bossard betrachtet den Mythos von heute aus.

So, 15.11.: Aladin und die Wunderlampe (UA)
Familienstück nach 1001 Nacht von Annette Raffalt
REGIE Annette Raffalt
BÜHNE Thomas Rump
KOSTÜM Ele Bleffert
MUSIK Julia Klomfass
DRAMATURGIE Oliver Brunner

Ändert sich durch den Besitz einer Wunderlampe, die drei Wünsche zu vergeben hat, wirklich alles? Oder lassen sich große Wünsche am besten aus eigener Kraft heraus realisieren? Ein Blick aus dem Jahre 2020 über das, was Vorstellungskraft, Mut, offenes Denken und Freundschaft ausmachen, erzählt in einer vermeintlich alten, fremden Welt.

2021

Fr, 29.01.: Der gute Mensch von Sezuan
Parabelstück von Bertolt Brecht / Musik von Paul Dessau
REGIE Christoph Mehler
BÜHNE UND KOSTÜM Jennifer Hörr
VIDEO Stefano Di Buduo
MUSIK David Rimsky-Korsakow
BAND Kirchner Hochtief
DRAMATURGIE Oliver Brunner

Die Götter sind auf die Erde gekommen, um zu prüfen, ob die Welt geändert werden muss. Finden sie wenigstens einen guten Menschen, kann alles so bleiben, wie es ist. In Sezuan treffen sie auf die Prostituierte Shen Te, doch auch ihr will es nicht gelingen, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Sa, 30.01.: Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken
von Laura Naumann
REGIE Jochen Strauch
BÜHNE UND KOSTÜM Kathrin Eingang
DRAMATURGIE Christina Zintl

„Nützt es etwas, informiert zu sein, wenn man nichts ändert?“, fragt Nachrichtensprecherin Christiane in der 20-Uhr-Sendung. Das bringt ihr eine Kündigung und Ärger mit ihrer Tochter, der ambitionierten Unternehmensberaterin Moana ein. Die Frage nach dem richtigen Leben im (wahrscheinlich) falschen treibt die Figuren aus ihren gewohnten Bahnen.

Sa, 06.03.: Morgen! (AT/UA)
Ein Darmstadt-Tagebuch von Lothar Kittstein und Christoph Frick
REGIE Christoph Frick
BÜHNE UND KOSTÜM Thea Hoffmann-Axthelm
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein

In der Langzeitrecherche fahndet Regisseur Christoph Frick zusammen mit Autor Lothar Kittstein nach dem, was Einwohner*innen von Darmstadt seit Jahrhunderten zusammenhält. Welche Visionen haben der Stadtgesellschaft gut gedient? Wo wollten und wollen die träumenden und beherzt handelnden Menschen dieser Stadt hin?

Fr, 26.03.: Jagdszenen aus Niederbayern
nach dem Film von Martin Sperr
REGIE Julia Prechsl
BÜHNE UND KOSTÜM Birgit Leitzinger
MUSIK Fiete Wachholtz
DRAMATURGIE Christina Zintl

Sperrs Volksstück ist sowohl Krimi als auch der böse Kommentar auf eine sich abschottende Gesellschaft. Der junge homosexuelle Abram ist der Fremde im Dorf. Er passt nicht ins Bild und wird so zur Projektionsfläche – für eigene Ängste und Fantasien.

Fr, 16.04.: Prince of Denmark (UA)
nach William Shakespeare von Tue Biering
REGIE Tue Biering
BÜHNE UND KOSTÜM Johan Kølkjær
DRAMATURGIE Maximilian Löwenstein

Hamlet, der melancholische Prinz, der nicht weiß, ob er sein oder doch nicht sein sollte, ist weltweit bekannt. Er kommt bei Shakespeare aus Dänemark – dem augenblicklich glücklichsten Land der Erde. Der dänische Regisseur umkreist mit einem dänischen Hamlet das Drama eines jungen Mannes, der die alte Ordnung bis aufs Blut verteidigt.

Sa, 08.05.: Mädchen wie die
von Evan Placey
REGIE Nike-Marie Steinbach
BÜHNE UND KOSTÜM Marie Ruth van Aarsen
DRAMATURGIE Christina Zintl

Das Nacktfoto eines Mädchens geht rum: Schlampe! Dann eines vom tollsten Jungen der Schule: Jetzt ist er noch beliebter. Ein Beispiel unter vielen, die davon erzählen, welch große Unterschiede zwischen den Geschlechtern noch immer gedacht und gemacht werden. Eine lustvolle Auseinandersetzung mit Weiblichkeit(en), erzählt von Frauen und Mädchen.

Sa, 12.06.: 1984
nach dem Roman von George Orwell / in einer Bühnenfassung von Robert Icke und Duncan Macmillan
REGIE Jörg Wesemüller
BÜHNE UND KOSTÜM Jasna Bošnjak
VIDEO Erich Lesovsky
DRAMATURGIE Oliver Brunner

„Let Orwell be fiction again“, liest man heute auf T-Shirts. Die Dystopie von 1948 trifft den Zeitgeist noch immer, immer neu. Das Leben der Menschen in einer Weltmacht ist gekennzeichnet von Einsamkeit und ständiger Kontrolle. Sogar Gedanken werden überwacht. Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit, schon sein kritisches Tagebuch wird für ihn zur Gefahr.

Ballett


2020

Sa, 17.10.: Horizonte
Doppelabend mit zeitgenössischen Choreografien

„Timeless“
CHOREOGRAFIE, BÜHNENBILD UND KOSTÜM Xie Xin
KOMPOSITION Jiang Shaofeng
LICHT-DESIGN Gao Jie
DRAMATURGIE Lucas Herrmann

„Untitled Black“
CHOREOGRAFIE Sharon Eyal
LICHT Bueno Avi Yona (Bambi)
KOSTÜM Maayan Goldman
CO-KREATION Gai Behar
MUSIK Ori Lichtik

Zwei starke zeitgenössische Tanzpositionen in einem Doppelabend: das Auftragswerk „Timeless“ der chinesischen Choreografin Xie Xin und „Untitled Black“ der Israelin Sharon Eyal. Die Choreografien zeigen den Menschen in der wechselseitigen Beeinflussung von Geist und Materie im Zwiespalt seiner Existenz als Geschöpf und Maschine.

2021

Fr, 09.04.: memento
Ballett von Tim Plegge auf Musik von Josef Suk
CHOREOGRAPHIE Tim Plegge
BÜHNE Andreas Auerbach
KOSTÜM Judith Adam
VIDEO Frieder Weiss
DRAMATURGIE Karin Dietrich

Nach dem Todesengel Asrael, der die Seele der Menschen vom Körper trennt und sie ins Jenseits begleitet, benannte der Komponist Josef Suk seine Sinfonie op. 27. Ursprünglich als Erinnerungsmusik konzipiert, entwickelte sie sich zur kraftvollen Überwindungs- und Aufbruchsmusik, auch ins 20. Jahrhundert hinein. Mit „memento“ entwirft Plegge einen Reigen, der den Menschen und seine Fähigkeit zur Transformation aus Krisenmomenten heraus zeigt. Ein Requiem der besonderen Art, nicht im großen, pathetischen Sinn, sondern vor allem durch das Kleine und Nahe erlebt.

Tanzfestival Rhein-Main
Fr, 30.10. — So, 15.11.
Beim fünften Tanzfestival Rhein-Main treffen internationale Gastspiele auf regionale Produktionen. Workshops, Partys, Tanztees und Gespräche vervollständigen das Programm. Am Tanztag Rhein-Main laden unzählige Schnupperkurse die ganze Region zum Mittanzen ein. Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach TANZPLATTFORMRHEINMAIN.DE

Das Hessische Staatsballett lädt ein
Dieses Label steht für eine Reihe außergewöhnlicher Gastspiele und Residenzen. Bruno Heynderickx stellt alljährlich ein vielseitiges Tanzprogramm zusammen, welches internationale und nationale Gäste nach Darmstadt einlädt. Neben den Gastspielen steht es auch für ein Residenzprogramm und Vermittlungsformate zur Förderung frei arbeitender Tanzschaffender aus der ganzen Welt.

Tanzclub
Der Tanzklub geht in die fünfte Spielzeit. Für die „Komm ins Offene“-Saison sind gezielt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen eingeladen. Wer über 16 Jahre alt ist, Lust auf Tanzen und eine Spielzeit lang einmal pro Woche Zeit für Impulse hat, ist herzlich willkommen. LEITUNG Nira Priore Nouak

Konzert


2020

Do, 27.08.: 1. Kammerkonzert
Café Beethoven – Bagatellen von und über Ludwig van Beethoven
MEZZOSOPRAN Elvira Bill
SCHAUSPIELER Thomas Weissengruber
CHORWERK RUHR
LEITUNG Florian Helgath

So, 13.09. / Mo, 14.09.: 1. Sinfoniekonzert
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Daniel Cohen

Do, 01.10.: 2. Kammerkonzert
César Frank Prélude, Fugue et Variation op. 18
Robert Schumann Fantasiestücke op. 12
Franz Liszt Valse de Faust S. 407 u. a.
KLAVIER Mariam Batsashvilli

Do, 29.10.: 3. Kammerkonzert
György Kurtág Hölderlin-Gesänge op. 35A
Edvard Grieg Sechs deutsche Lieder op. 48
Gustav Mahler Lieder aus: „Des Knaben Wunderhorn“ u. a. sowie Lieder aus Theresienstadt
BARITON Benjamin Appl
KLAVIER Simon Lepper

So, 22.11. / Mo, 23.11.: 2. Sinfoniekonzert
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Sian Edwards

Do, 26.11.: 4. Kammerkonzert
Jean-Philippe Rameau Gavotte et six doubles a-Moll
Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 4 op. 7
Franz Liszt Berceuse S.174, Klaviersonate h-Moll
KLAVIER Benjamin Grosvenor

Do, 10.12.: 5. Kammerkonzert
Joseph Haydn Klaviertrio Nr. 44 E-Dur Hob. XV: 28
Charles Ives Trio für Violine, Violoncello und Klavier
Ludwig van Beethoven Klaviertrio B-Dur op. 97 „Erzherzog-Trio“
TRIO CON BRIO COPENHAGEN

2021

Fr, 01.01.: Neujahrskonzert

So, 10.01. / Mo, 11.01.: 3. Sinfoniekonzert
Paul Hindemith Concerto for clarinet in a and orchestra
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathetique”
KLARINETTE Sharon Kam
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Daniel Cohen

Do, 21.01.: 6. Kammerkonzert
George Crumb Sonate für Violoncello (1955)
Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett D-Dur op. 44/1
Franz Schubert Streichquintett C-Dur D 956
VIOLONCELLO Daniel Müller-Schott
ARIS QUARTETT

So, 07.02. / Mo, 08.02.: 4. Sinfoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 17 G-Dur KV453
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
KLAVIER Jonathan Biss
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Daniel Cohen

Do, 11.02.: 7. Kammerkonzert
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Nr. 17 B-Dur KV 458 „Jagdquartett“
Marc Anthony Turnage Neues Streichquartett für Quatuor Modigliani (Dt. Erstaufführung)
Franz Schubert Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804 (1824) „Rosamunde“
QUATUOR MODIGLIANI

Do, 11.03.: 8. Kammerkonzert
Kurt Weill Suite aus „Die Dreigroschenoper“
Erwin Schulhoff 4 Études de Jazz
George Gershwin Suite from „Porgy and Bess“ u. a.
SONIC ART SAXOPHONQUARTETT

So, 14.03. / Mo, 15.03.: 5. Sinfoniekonzert
Paul Dukas „L’Apprenti sorcier“ (Der Zauberlehrling)
Elliot Carter Three illusions
Hector Berlioz Symphonie Fantastique op. 14
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Daniel Cohen

Do, 08.04.: 9. Kammerkonzert
György Kurtág Rückblick. Altes und Neues für 4 Spieler, Hommage à Stockhausen (1993) für Trompete, Kontrabass und zwei Pianisten
ENSEMBLE MUSIKFABRIK

So, 25.04. / Mo, 26.04.: 6. Sinfoniekonzert
Richard Strauss „Till Eulenspiegels lustige Streiche“
Brett Dean Viola Concerto (2004)
Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Nicholas Carter

So, 23.05. / Mo, 24.05.: 7. Sinfoniekonzert
Maurice Ravel „Le Tombeau de Couperin“
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54
VIOLONCELLO Danielle Atka
STAATSORCHESTER DARMSTADT
LEITUNG Valentin Uryupin

Barockfest Darmstadt
Sa, 08.05.
Christoph Graupner Kantaten, Fagottkonzerte und ausgewählte Arien
KIRCHHEIMER BACH-CONSORT
FAGOTT Sergio Azzolini LEITUNG Florian Heyerick

So, 30.05.: Musik am Hof der Landgrafen Hessen-Darmstadt
Werke von Ernst Christian Hesse und Wolfgang Carl Briegel, Johann Samuel Endler
DARMSTÄDTER BAROCKSOLISTEN
LEITUNG Daniel Cohen

Sa, 05. — Mo, 07.06.: 8. Sinfoniekonzert
Werke von Georg Philipp Telemann, Christoph Graupner, Georg Friedrich Händel und Wilhelm Friedemann Bach
STAATSORCHESTER DARMSTADT
VIOLA Nils Mönkemeyer
LEITUNG Reinhard Goebel

Do, 10.06.: 10. Kammerkonzert
François Couperin Troisième Concert Royal in A/a
Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge E-Dur BWV 878, Sonate E-Dur BWV 1016
Georg Philipp Telemann Fantasie für Violine ohne Bass e-Moll TWV 40:19
Jean-Marie Leclair Sonate in D op. 9 Nr. 3 u. a.
VIOLINE Isabelle Faust
HAMMERKLAVIER Andreas Staier

So, 13.06. / Mo, 14.06.: Avi Avital: Le quattro stagioni
Antonio Vivaldi Le quattro stagioni op. 8, 1–4
MANDOLINE UND LEITUNG Avi Avital

So, 20.06.: Handel with care
Werke von Georg Friedrich Händel, John Adson, Henry Purcell, Charles Avison, Francesco Geminiani
FLÖTE Maurice Steger
DARMSTÄDTER BAROCKSOLISTEN

Mi, 23.06.: Jungfrau — Königin — Göttin
Werke von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und traditionelle Gesänge
SOPRAN Nuria Rial, Dima Orsho
MUSICA ALTA R IPA

Barockfest Darmstadt 2021 – an allen Orten in Darmstadt
MIT Staatsorchester Darmstadt, Daniel Cohen, Wolfgang Kleber, Jorin Sandau, Kit Armstrong, Florian Heyrick, Kirchheimer Bach-Consort, Darmstädter Barocksolisten, Maurice Steeger, Sonia Prina, Nuria Real, Dima Orsho, Musica Alta Ripa Isabel, Faust, Andreas Staier, Michael Schade, Sergio Azzolini, Robert Crowe, Ingo de Haas, Julie Borsodi, Shakèd Bar, Jorion Sandau, Darmstädter Kantorei, Sonja Grevenbrock, Ulrike Malotta, Tilman Lichdi, Daniel Ochoa, Christian Roß, Burkhard Engelke, Wilken Rank, Michael Veit, Angela Elsässer, Reinhard Goebel, Avi Avital, Nils Mönkemeyer
WERKE u. a. von Bach und seinen Söhnen, Händel, Hesse, Briegel, Endler, Dupré, Telemann, Graupner, Couperin, Leclair, de Mondonvilleaus, Vivaldi, Avison, Geminiani, Purcell, Traditionelle arabische Werke, Mealli, Corelli, Rebel


Darüber ist die Kammermusikreihe „Soli fan tutti“, die Liederabendreihe „Liedgut“, Familien- und Schulkonzerte, Teddybärenkonzerte, Minikonzerte, Konzerte der Band Soundkitchen sowie das Format „Lauschangriff“ geplant.

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