Josefine Göhmanns erstes Album »réBelles! Portraits Lyriques«

Ausgebildet an der Universität Hannover, absolviert Josefine Göhmann ihren lyrischen Gesangskurs im Studio der Opéra National de Lyon. Ihr Repertoire reicht von der Klassik bis zu zeitgenössischen Werken. Bei den internationalen Maifestspielen des Hessischen Staatstheater Wiesbaden wird Josefine Göhmann am 24. Mai 22 in der Oper „L´Ormindo“ von Francesco Cavalli (1644) die weibliche Hauptrolle – Erisbe, Königin von Marokko – an der Seite von Filippo Mineccia in der Titelpartie verkörpern.

Ihr erstes Album, réBelles! Portraits Lyriques, erscheint am 8. April 2022 bei Solo Musica. Der renommierte Radiosender Deutschlandfunk ist Koproduzent des diskografischen Projekts. Das Programm des Albums hat als Schwerpunkt die weiblichen Bilder und Stereotypen aus dem soziokulturellen Erbe.

Sich in dieser Welt selbst zu finden und zu definieren, ist unglaublich komplex
geworden. Für Frauen ist es sehr schwierig, obwohl die Frauenrechtsbewegung seit über 100 Jahre besteht. Göhmann geht der Frage nach, warum es so schwer ist. Dabei greift sie einige berühmte Arien aus dem Opernrepertoire auf und stellt gleichzeitig zeitgenössische Talente vor: Alexander Wagendristel, aber auch Feliz Anne Reyes Macahis und Aya Yoshida (erste A cappella-Werke der beiden jungen Komponistinnen).

In diesem musikalischen wie ästhetischen Projekt zeichnet die Sopranistin Bilder, indem sie durch ihren Gesang vier Frauen darstellt: die Jungfrau, die Meerjungfrau, die Heldin und Ophelia.
Bei der Planung dieses Programms hat sie sich an Postkarten von Museumsbesuchen orientiert: Die Gemälde sagen viel darüber aus, wie Frauen im 20. Jahrhundert gesehen wurden und wie sich Frauen in Selbstbildnissen (z.B. von Frida Kahlo, Paula Modersohn-Becker, Anita Rée) selbst gesehen haben. Sie hat die Vorstellung entwickelt, wenn Lied und Gemälde analog gesesetz werden, könnte das Album einem Museumsbesuch entsprechen.

Es gibt vier verschiedene Räume. Der erste ist Vierge mit Darstellungen von Jungfräulichkeit im Kontext des biblischen Testaments.
Dann gibt es den zweiten Raum zum Frauentyp Sirène, in dem eher die ätherische Weiblichkeit dargestellt ist. In Héroïne wird die Frau vornehmlich als Heldin dargestellt. Und Ophélie widmet sich schließlich der literarischen Shakespeare-Figur, die für sich steht, aber auch die Aspekte von Vierge, Sirène und Héroïne vereint.

Für das Album arbeitete Göhmannmit einem langjährigen Begleiter zusammen, dem Pianisten Mario Häring, Gewinner des Leeds-Wettbewerbs 2018.

Im Rahmen des Sommerfestivals “Neuland Lied” (Teil des Musikfestivals Heidelberger Frühling), wird am 16. Juni eine Aufführung von réBELLES
im Heidelberger Opernhaus “Alter Saal” stattfinden.

Für August/September ist in der Berliner St. Elisabeth-Kirche eine performative Aufführung von réBELLES geplant.

Am 25. März werden online zwei Stücke aus dem Album veröffentlicht:
„Nanna’s Lied“ von Kurt Weill und “Prière” aus Arthur Honeggers Oper Judith.

Am 28. März sind die Musik von réBELLES, sowie Interviews der Künstler:innen im Deutschlandfunk Programm “Musikpanorama” zu hören.


Josefine Göhmann: réBelles! Portraits Lyriques

I – DIE JUNGFRAU : Tugend und Testament
Feliz Anne Reyes Macahis*, La Vierge de Cluny : Chant d‘une femme
Arnold Schönberg, Jesus bettelt : “Schenk mir deinen goldenen Kamm”
Lili Boulanger, Au pied de mon lit
Arthur Honegger, Judith : “Prière”

II- DIE MEERJUNGFRAU : Märchen und Träume
Arthur Honegger, Trois Chansons extraites de La petite Sirène : Chant d’Ariel
Paul Hindemith, Die trunkene Tänzerin

III- DIE HELDIN : Straße und Utopie
Kurt Weill, Nanna‘s Lied
Alexander Wagendristel*, Johanna Dark, Schaukel, Rede No.2
Kurt Weill, Youkali, Tango Utopia
Olivier Messiaen, La ville qui dormait, toi
Olivier Messiaen, L’amour de Piroutcha

IV- OPHELIA : Rebellion und Unsterblichkeit
Ernest Chausson, Chanson d’Ophélie
Richard Strauss, Drei Lieder der Ophelia
Wolfgang Rihm, Ophelia sings
Aya Yoshida*, Requiem para un niño

josefinegoehmann.com / solo-musica.de