Highlights zum Spielzeitbeginn am Staatstheater Wiesbaden

Staatstheater Wiesbaden ~ Zuschauerraum Großes Haus ~ Foto: Rafael Neff


Ein Sommernachtstraum

Der Regisseur Tilo Nest inszeniert erneut in Wiesbaden. Zum Auftakt der Spielzeit 2022.2023 im Schauspiel führt Tilo Nest bei William Shakespeares »Sommernachtstraum« Regie, zu dem er gemeinsam mit Hanno Friedrich auch eine eigene Fassung voller Musik erstellt hat. Damit knüpft Nest, der während der Maifestspiele auch als Schauspieler in Barrie Koskys umjubelter »Dreigroschenoper«-Produktion zu sehen war, an seine früheren Wiesbadener Erfolgsinszenierungen im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters an, an »Shockheaded Peter« ebenso wie an den preisgekrönten »Tyll«.

Tilo Nest zeigt das von Theseus beherrschte Athen aus Shakespeares »Sommernachtstraum« als das, was es ist: ein Staat mit rigiden Gesetzen, in dem Väter ihre Töchter zum Tode verurteilen lassen können, weil sie nicht den für sie ausgesuchten Bräutigam heiraten wollen. Doch zum Glück gibt es ja eine Gegenwelt: den Wald, in den sich die jungen Leute während der kurzen Sommernächte flüchten können. Dort herrscht das irrationale Gesetz der Elfen: Jeder verliebt sich in jede und jede in jeden, während nebenan eine Laienspielgruppe eifrig an ihrer Theateraufführung probt. Und wenn der Gefühlsüberdruck bei den jungen Leuten zu groß wird, dann gibt es immer noch den Gesang, mit dem man sich jederzeit zu seiner Liebe bekennen kann – oder auch gegen sie …

Ein Sommernachtstraum

Von: William Shakespeare
In einer Fassung von Tilo Nest und Hanno Friedrich unter Verwendung der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel

Premiere am Staatstheater Wiesbaden: Samstag, den 24. September 2022 (Großes Haus)

Inszenierung: Tilo Nest
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Anne Buffetrille, Mirjam Ruschka
Video: Eduardo Mayorga
Musik: Vera Mohrs, Kostia Rapoport
Dramaturgie: Wolfgang Behrens
Theaterpädagogik: Laura zur Nieden

Mit: Michael Birnbaum, Christina Tzatzaraki, Martin Plass, Paul Simon, Tobias Lutze, Maria Wördemann, Klara Wördemann, Rainer Kühn, Ingrid Domann, Matze Vogel, Lena Hilsdorf, Noah L. Perktold, Marlene-Sophie Haagen, Philipp Steinheuser

Die nächsten Vorstellungen finden statt am 28.9./ 1.10./ 7.10./ 15.10. & 21.10.2022

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Hiob

In der Hoffnung auf ein besseres Leben emigriert der jüdisch-orthodoxe Tora-Lehrer Mendel Singer mit seiner Familie nach Amerika. Nur seinen kranken Sohn Menuchim lässt er schweren Herzens zurück. Anfangs bringt die Neue Welt noch Glück und Wohlstand, bis der Krieg ausbricht und Mendel Singer seine Kinder und seine Frau verliert – und letztlich den Glauben an Gott. Doch dann geschieht ein Wunder …

Henriette Hörnigk (»Die Küste Utopias«, »Der fröhliche Weinberg«) inszeniert die an das Alte Testament angelehnte Leidensgeschichte der Hiob-Figur Mendel. Joseph Roths literarischem Denkmal an die jüdische Kultur wird durch die Wiesbadener Klezmer-Band »i giocosi« unter der Leitung von Ako Karim eine eindrucksstarke musikalische Komponente beigefügt. Historisches Bildmaterial und Live-Illustrationen skizzieren das jüdische Leben fernab von nostalgischen Klischees und machen es dennoch sinnlich erfahrbar.

Hiob

Neuinszenierung von Henriette Hörnigk mit Live-Musik der Wiesbadener Band »i giocosi«
Nach dem Roman von Joseph Roth

Premiere am Staatstheater Wiesbaden: Samstag, 1. Oktober 2022 (Kleines Haus)
Inszenierung: Henriette Hörnigk
Ausstattung: Claudia Charlotte Burchard
Dramaturgie: Marie Johannsen
Theaterpädagogik: Anne Tysiak

Mit: Uwe Kraus, Anne Lebinsky, Lukas Schrenk, Christoph Kohlbacher, Lina Habicht, Florenze Schüssler, Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Bühnenmusik Ako Karim, Jens Mackenthun, Harald Becher

Die nächsten Vorstellungen finden statt am 5./ 13./ 16./ 19./ 21. & 26. Oktober 2022
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1. Sinfoniekonzert im September 2022

Ist nach dem Beethoven-Jahr 2020 nicht mal genug mit Beethoven? Wir finden nicht und widmen das 1. Sinfoniekonzert passend zur ersten Opernpremiere der Spielzeit, »Fidelio«, diesem musikalischen Revolutionär. Gleich drei revolutionäre Stücke stehen in Wiesbaden auf dem Programm: In der Ouvertüre Nr. 3 zu »Leonore« kündigt ein Trompetensignal das Ende eines Unrechtsregimes an. Mit dem 4. Klavierkonzert erfand Beethoven die Gattung Klavierkonzert neu; die 3. Sinfonie »Eroica« ist ein Manifest für den Kampf um die Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Mit Claire Huangci ist eine international gefeierte Pianistin zu Gast. Neben Auftritten in Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall Tokyo und der Philharmonie de Paris hat sie eine Reihe preisgekrönter Alben veröffentlicht (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Gramophone Editor’s Choice).

Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Johannes Klumpp. Er stellt sich in diesem Konzert erstmals dem Wiesbadener Publikum vor und wird im Laufe dieser Spielzeit u. a. die Musikalische Leitung der Neuproduktionen »Die Lustige Witwe«, »Die Sache Makropulos« und »Aus einem Totenhaus« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden übernehmen.

»Die ›Eroica‹ von Beethoven fasziniert mich in die tiefsten Tiefen. So stark und so zerbrechlich gleichzeitig. So düster und so hoffnungsvoll euphorisch. So idealistisch und so zutiefst real. Ein Kosmos Menschlichkeit. Was für ein Über-Werk!« – Johannes Klumpp

»1. Sinfoniekonzert«

Am Mittwoch, 21. September 2022, um 19.30 Uhr im Kurhaus
Einführung um 18.45 Uhr im Friedrich-von-Thiersch-Saal.

Ludwig van Beethoven
– Ouvertüre Nr. 3 zur Oper »Leonore« op. 72
– Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
– Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Dirigent: Johannes Klumpp
Solistin: Claire Huangci
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Weitere Informationen unter staatstheater-wiesbaden.de


Theaterfest des Hessisches Staatstheater Wiesbaden am 24. September 2022

Am Samstag, den 24. September 2022 öffnet das Hessische Staatstheater Wiesbaden nach der Sommerpause mit einem großen Theaterfest seine Türen für das Publikum. Details