Highlights und Konzerte am Staatstheater Wiesbaden im Januar

Tristan und Isolde ~ Staatstheater Wiesbaden ~ Tristan (Marco Jentzsch), Ein Hirt (Eric Biegel), Kurvenal (Thomas de Vries), Statisterie ~ Foto: Karl Monika Forster


Premiere: Rusalka

Zum ersten Mal wird es in der Wiesbadener Geschichte eine »Rusalka« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen geben. Darum ist diese Premiere etwas ganz Besonderes. Für die Regie zeichnen außerdem zwei Frauen verantwortlich: Olesya Golovneva – die zudem die Titelpartie singt – und Daniela Kerck (»Babylon«) – die auch Bühnenbildnerin des Stücks ist. Die Musikalische Leitung hat Philipp Pointner.

Rusalka ist Nixe, Wassergeist, Meerjungfrau und wünscht sich nichts sehnlicher als menschliche Begegnungen. Dafür ist sie bereit, vieles aufzugeben und verlässt, allen Warnungen zum Trotz, ihr Element, das Wasser. Doch in der Menschenwelt wird sie nicht glücklich und irrt ruhelos umher, bis sie ihr größtes Opfer bringen muss. In dieser wohl bekanntesten Oper Dvořáks geht es um Sehnsucht, Identität und Liebe, um Sprache und Sprachlosigkeit. Die Grenzen zwischen Vergangenheit, Realität und Zukunft fließen ineinander.

Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten
Von: Antonín Dvořák (1841-1904)
Libretto: Jaroslav Kvapil
Uraufführung: 1901 in Prag

Premiere: Samstag, 21. Januar 23 (Großes Haus)
Die nächsten Vorstellungen finden statt am 25./ 27. Januar & 4./ 8./ 12./ 16. Februar 2023

Musikalische Leitung: Philipp Pointner
Inszenierung: Olesya Golovneva, Daniela Kerck
Bühn:e Daniela Kerck
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Klaus Krauspenhaar
Video: Astrid Steiner
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Anika Bárdos

Besetzung:

Rusalka: Olesya Golovneva, Elena Bezgodkova
Der Prinz: Gerard Schneider
Wassermann: Derrick Ballard
Ježibaba / Die fremde Fürstin: Katrin Wundsam
Der Heger / Der Jäger: Christopher Bolduc
Küchenjunge: Stella An
1. Elfe: Donata-Alexandra Koch
2. Elfe: Nora Kazemieh
3. Elfe: Sarah Mehnert
Spratek: Sascha Schicht

Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Premiere/Uraufführung: Die goldene Stadt

Mit »Die goldene Stadt« erzählt Markolf Naujoks eine märchenhafte Abenteuergeschichte über eine von Erwachsenen verlassene Welt, in der Kinder sich in vollkommener Freiheit bewegen und nach ihren eigenen Regeln leben. Und allen Gefahren und Hindernissen zum Trotz die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft in die Hand nehmen.

Die goldene Stadt

Von: Markolf Naujoks
Premiere/Uraufführung des Jungen Schauspiels: Freitag, 27. Januar 23 (Wartburg)

Inszenierung: Markolf Naujoks
Zeichnungen / Kostüm: Theda Schoppe
Bühne: Lena Schmid
Dramaturgie: Dirk Schirdewahn, Florian Delvo
Theaterpädagogik: Laura zur Nieden

Besetzung:

Spielerin 1 / Kara: Marlene-Sophie Haagen
Spieler 2 / Marek: Tobias Lutze
Spieler 3: Atef Vogel
Musikerin / Erzählerin: Kristina Gorjanowa


Premiere: Bakchen

In Theben weht ein neuer Wind: Der Herrscher Pentheus steht für eine fortschrittliche Gesellschaftsordnung, basierend auf Recht und Freiheit. Als Dionysos über seine Heimatstadt mitsamt seinem weiblichen Gefolge, den Bakchen, hereinfällt und die Anbetung seiner Göttlichkeit erzwingen möchte, bricht ein erbitterter Kampf aus. Als Pentheusʼ Mutter Agave ebenfalls in den Bann des Dionysos gezogen wird, sind alle Versuche, die Ordnung wiederherzustellen, verloren.

Sebastian Sommer, der bereits erfolgreich Dürrenmatts »Romulus der Große« und Camusʼ »Die Pest« am Hessischen Staatstheater inszeniert hat, wird diesen Klassiker des Theaters in einer imposanten Fassung mit Chor und Live-Musik auf die Bühne bringen.

Bakchen

Von: Raoul Schrott, Neudichtung nach Euripides

Premiere: Samstag, 28. Januar 23 (Kleines Haus)

Inszenierung: Sebastian Sommer
Bühne: Philip Rubner, Alexander Grüner
Kostüme: Wicke Naujoks
Mitarbeit Kostüme: Josephine Berger
Video: Astrid Gleichmann
Musik: Jan Brauer, Esmeralda Conde Ruiz
Chorleitung: Esmeralda Conde Ruiz
Dramaturgie: Marie Johannsen
Theaterpädagogik: Luisa Schumacher

Besetzung:

Dionysos: Sybille Weiser
Pentheus: Matze Vogel
Tiresias: Noah L. Perktold
Kadmos: Benjamin Krämer-Jenster
Agave: Marie Luisa Kerkhoff
Sklave/ Hirte / Soldat: Felix Strüven

Chor: Statisterie


Wiederaufnahme: Tristan und Isolde

Wie kein anderes Werk der Opernliteratur führt »Tristan und Isolde« die Liebe zwischen zwei Menschen in ihrer ekstatischsten Form vor. Wie kein Komponist vor ihm, folgt Richard Wagner hier dem »Triebleben der Klänge« (um eine Formulierung Arnold Schönbergs aufzunehmen) und beschwört einen permanenten Rausch. In der Inszenierung von Intendant Uwe Eric Laufenberg wird aber auch erfahrbar, dass eine derartig unbedingt sich abkapselnde Liebe wie die zwischen Tristan und Isolde grundsätzlich nicht mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen ist.

Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen
Von: Richard Wagner (1813 – 1883)
Libretto: vom Komponisten, nach dem Versroman »Tristan« (um 1210) von Gottfried von Straßburg
Uraufführung: 1865 in München

Premiere: 7. November 21 (Großes Haus; Besprechung)
Wiederaufnahme: Sonntag, 29. Januar 23 (16:00 Uhr; Großes Haus)

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Chor: Albert Horne
Licht: Andreas Frank
Video: Gérard Naziri
Dramaturgie: Wolfgang Behrens

Besetzung:

Tristan: Marco Jentzsch, Andreas Schager
Isolde: Magdalena Anna Hofmann, Anja Harteros
König Marke: Young Doo Park
Melot: Darcy Carroll
Kurwenal: KS Thomas de Vries
Brangäne: Khatuna Mikaberidze
Ein Steuermann: Yoontaek Rhim
Stimme eines jungen Seemanns: Gustavo Quaresma
Ein Hirt: Erik Biegel

Tänzer:innen: Jonathan Schmidt, Jessica Sarah Larbig, Mar Sanchez Cisneros, Guillermo De la Chica Lopez, Gabriele Ascani, Sergio Indiveri, Annika Hofmann, Meryem Sahin

Chor & Chorsolisten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Wiederaufnahme Corpus Delicti

2007 hat die Erfolgsautorin Juli Zeh (»Spieltrieb«, »Unterleuten«) ein Theaterstück vorgelegt, das damals als eine grelle Dystopie gelesen werden konnte. »Corpus Delicti«, das später auch als Roman ein Bestseller wurde, zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der sämtliche Lebensbereiche nur noch einer Ideologie der Gesundheit und persönlichen Fitness untergeordnet werden. Ein gutes Jahrzehnt später ist aus einem spannenden Science-Fiction-Thriller fast schon Realität geworden … Regisseur Daniel Kunze hat sich mit »Vögel« und Salman Rushdies »Quichotte« in Wiesbaden als Spezialist für zeitgenössische Stoffe etabliert und inszeniert nun erstmals auch in der Wartburg.

Corpus Delicti

Von: Juli Zeh

Premiere: 23. Januar 22 (Wartburg)
Wiederaufnahme: Dienstag, 3. Januar 23 (Wartburg)

Inszenierung: Daniel Kunze
Ausstattung: Sophie Leypold
Musik: Vasko Damjanov
Dramaturgie: Marie Johannsen
Theaterpädagogik: Anne Tysiak

Besetzung:

Mia Holl: Lina Habicht
Moritz Holl / Bell: Paul Simon
Kramer: Christian Klischat
Sophie / Würmer: Christina Tzatzaraki
Rosentreter: Felix Strüven
Die ideale Geliebte: Ensemble


Neujahrskonzert 2023: »Tanz ins neue Jahr«

Am Sonntag, 1.1.2023 um 17.00 Uhr im Großen Haus.
Details


Neujahrsgala

Bühnengala und Neujahrsempfang der theaterfreunde wiesbaden e.V.
Mit vielen Highlights der Spielzeit und anschließendem Neujahrsempfang für Mitglieder und Angehörige der theaterfreunde wiesbaden e.V.

Am Sonntag, 8. Januar 23 (11:00 – 12:45 Uhr; Großes Haus)

Mit Künstler:innen aller Sparten


4. Sinfoniekonzert

In die Welt des skandinavischen Winters entführt das Hessische Staatsorchester im 4. Sinfoniekonzert unter der Leitung der international erfolgreichen Dirigentin Keri-Lynn Wilson. Kaija Saariaho erforscht in »Du cristal« unerhörte Klangwelten. Mit Edvard Griegs Klavierkonzert ist Mūza Rubackytė zu erleben. In einem skandinavischen Programm darf Finnlands bekanntester Komponist, Jean Sibelius, nicht fehlen. Dessen 2. Sinfonie wird wegen ihres grandiosen Finales mit der Unabhängigkeit Finnlands von Russland verbunden, weshalb sie in Finnland auch den Beinamen »Sinfonie der Unabhängigkeit« trägt.

Dirigentin: Keri-Lynn Wilson
Klavier: Mūza Rubackytė
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Programm:
Kaija Saariaho »Du cristal«
Edvard Grieg Klavierkonzert a-Moll op. 16
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Mittwoch, 11. Januar 23 (Kurhaus)
Einführung im Friedrich-von-Thiersch-Saal um 18:45 Uhr
Karten 9,90 € – 49,50 €


Lieder-Soiree Darcy Carroll

In der Tradition der Abendgesellschaften des 19. Jahrhunderts stehen die Lieder-Soireen, zu denen die Sängerinnen und Sänger des Opernensembles des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden in der Spielzeit 2022.2023 monatlich montags einladen.

Im Januar präsentiert sich der australische Bariton Darcy Carroll, Neuzugang im Wiesbadener Ensemble, mit einem vielseitigen Programm. Am Klavier begleitet Akira Nakamura.
Im Ticket inbegriffen sind ein Glas Wein oder ein alkoholfreies Getränk und Canapés (vegetarisch / nicht vegetarisch), die zur Soiree serviert werden.

Am Montag, 9. Januar 23 (Foyer Großes Haus)
Karten 19,80 €


Neujahrs-Kammerkonzert »Wiener Bonbons«

Musiker:innen des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und Sopran Annette Luig servieren Schmankerl aus der österreichischen Hauptstadt.

Samstag, 14. Januar 23 (15:00 Uhr, Foyer Großes Haus)
Sonntag, 15. Januar 23 (11:00 Uhr, Foyer Großes Haus)
Sonntag, 22. Januar 23 (11:00 Uhr, Foyer Großes Haus)

Karten 19,80 €


staatstheater-wiesbaden.de