HfMDK startet digital ins Sommersemester 2020

© HfMDK Frankfurt

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) ist mit digitalen Lehrangeboten ins Sommersemester gestartet. Die Tanzausbildung war die erste, die ihre Studierenden in einem Online-Newsletter zu morgendlichem Training, zu Lectures und Unterrichten in den eigenen vier Wänden eingeladen hat. Mittlerweile richten auch die anderen Studiengänge für Musik, Theater, Pädagogik und Wissenschaft eLearning-Angebote ein. Darüber hinaus bietet Hessens Universität der performativen Künste mit „PLAY_HfMDK“ nun einen eigenen Online-Kanal, der täglich über Konzertmitschnitte, Live-Streams, Podcasts und Videos unterschiedliche Fenster in die Hochschule öffnet, die auf Grund der Corona-Schutzmaßnahmen weiterhin für Besucherinnen und Besucher geschlossen bleiben muss.

Wie an allen hessischen Hochschulen sind die Räume der HfMDK zum Semesterstart ungewohnt leer, denn auch hier läuft Unterricht weitgehend online als „distance learning“. Die Vorlesungszeit ist bis Ende September verlängert, Anfang August wird es eine dreiwöchige Sommerpause in diesem überlangen Semester geben. Wann der vor allem für die Kunsthochschulen so wichtige Präsenzunterricht, mit seinem überwiegenden Anteil an künstlerischem Einzelunterricht wiederaufgenommen werden kann, ist derzeit nicht abzusehen.

Die HfMDK hat im Rekordtempo eLearning-Angebote entwickelt, um ihren Studierenden, viele konnten aus ihren internationalen Heimatländern zu Semesterbeginn gar nicht nach Frankfurt kommen, schon jetzt ein ergiebiges Semester zu ermöglichen. „Es macht mich stolz, dass Kolleginnen und Kollegen in der Lehre die Krise produktiv als Herausforderung begreifen. Denn sie ist auch eine Chance. Wir können Neues entdecken – andere Wege, Ideen, neue Fragen und überraschende Antworten mit Hilfe der Künste, Wissenschaften und ihrer Ausübung entwickeln. Wir erfahren aber auch, wie essentiell die körperliche Anwesenheit, die direkte Kommunikation, die Begegnung von Mensch zu Mensch für unsere Künste und ihre Wissenschaften sind und bleiben werden“, unterstreicht Hochschulpräsident Prof. Elmar Fulda.

Auch außerhalb der Lehre geht der Betrieb weiter, immer mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Hochschulangehörigen: „Wir nehmen unsere Fürsorgepflicht ernst. Wichtigstes Ziel aller Maßnahmen ist der Schutz der Menschen, die in unserer Hochschule zusammenarbeiten. Zugleich müssen wir aber auch alles daransetzen, um Nachteile für Studierende, die z.B. nicht zu Hause üben können, so gering wie möglich zu halten“, so der HfMDK-Präsident. Denn gerade die Eigenart einer Kunsthochschule mit ihren besonderen Lernbedingungen fordert eine ständige Interessenabwägung: Wo kann der Hochschulbetrieb aufrechterhalten und wo muss er einschränkt werden? „Diese Entscheidungen treffen wir nicht leichtfertig – nach Rücksprache mit dem hausinternen Krisenteam sowie den anderen Hochschulen und staatlichen Einrichtungen. In dem gesellschaftlichen Kontext, in dem wir stehen, müssen wir – jede, jeder einzelne von uns – Verantwortung übernehmen und Solidarität zeigen“, appelliert Prof. Elmar Fulda.

Corona-Hilfsfonds der Freunde und Förderer

Ein starkes Zeichen der Solidarität hat die Gesellschaft der Freunde und Förderer (GFF) der HfMDK gesetzt: Sie hat innerhalb kürzester Zeit einen Corona-Hilfsfonds eingerichtet. Zahlreiche Freunde und Förderer beteiligten sich mit Spenden am Aufbau dieses Fonds. Studierende, die von der Corona-Krise finanziell stark getroffen sind, können ab heute eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 500 Euro beantragen, die von der GFF kurzfristig ausgezahlt wird. „Für diese spontane und sehr großzügige Unterstützung der Studierenden durch die Freunde und Förderer der HfMDK sind wir unglaublich dankbar!“, betont der Präsident der Hochschule, Prof. Elmar Fulda.

Die HfMDK-Künste spielen weiter!

Obwohl die Stuhlreihen im Großen und Kleinen Saal weiter leer bleiben, präsentiert die HfMDK seit dem
20. April jeden Abend von Montag bis Freitag jeweils um 18:30 Uhr eine halbe Stunde lang Musik, Theater, Tanz – live oder produziert. Auf diese Weise sind Lehrende und Studierende der HfMDK und ihre Künste weiterhin zu sehen und zu erleben: in Live-Streams aus dem Kleinen Saal, aus dem Wohnzimmer, das zur Weltbühne wird, in Video-/Audio-Mitschnitten aus vergangenen Semestern oder in Podcasts mit Interviews, Gesprächsformaten, Lesungen. Schauen Sie zu! Zugang über play.hfmdk-frankfurt.info