»Heidelberger Frühling« nach der Absage

Ein Festival auf der Suche nach neuen Wegen

Heidelberger Frühling (© Heidelberger Frühling)

Der „Heidelberger Frühling“ 2020 ist am vergangenen Donnerstag auf Basis der Allgemeinverfügung der Stadt Heidelberg vom 13.3.2020 abgesagt worden. Anlässlich des ursprünglich geplanten Eröffnungstages am Samstag, 21. März möchte das Festival Folgendes mitteilen:

Reaktionen & Stimmen

Den „Heidelberger Frühling“ haben in den vergangenen sieben Tagen zahlreiche Solidaritätsbekundungen von Partnern und Publikum erreicht, auch in Form von Umwandlungen des bereits gezahlten Ticketpreises in Spenden an das Festival.

„Nach der Absage des ‚Heidelberger Frühling‘ 2020 haben wir eine Flut von anteilnehmenden, aufmunternden, solidarischen Nachrichten auf allen Kanälen erhalten. Dafür möchte ich im Namen des gesamten Festivalteams den herzlichsten Dank aussprechen,“ so Thorsten Schmidt.

Dies gilt ebenfalls für die Hauptförderer und Partner des „Heidelberger Frühling“, die sich bereits zu Wort gemeldet haben:

Dr. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender der HeidelbergCement AG
„Als Gründungspartner haben wir den ‚Heidelberger Frühling‘ von Anfang an unterstützt und begleitet – durch Höhen und Tiefen. Welche Dimensionen dies in der Festivalausgabe 2020 annehmen würde, hätte vor ein paar Wochen noch niemand für möglich gehalten. Wir fühlen uns tief mit der Festivalidee verbunden und stehen weiterhin fest an der Seite des ‚Frühling‘.“

Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg
„Wie gerne hätte die Universität Heidelberg dem ‚Frühling‘ in seiner Zeit des Unterwegsseins in diesem Jahr in vielen unserer Räumlichkeiten ein Exil geboten! Ich wünsche allen Beteiligten in dieser schwierigen Zeit alles Gute und freue mich bereits jetzt auf den Festivalcampus 2021.“

Michael Kleinemeier, Vorstandsmitglied der SAP SE
„Die SAP hat sich zum Ziel gesetzt, zur Verbesserung der Lebenswelt und Lebensqualität der Menschen beizutragen. Welch wichtige Rolle Kunst und Kultur in unserem Leben spielen, erleben wir derzeit mehr denn je. Und gerade jetzt stehen wir an der Seite des ‚Heidelberger Frühling‘.“

Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Heidelberger Frühling
„Der ‚Heidelberger Frühling‘ nimmt sein Publikum Jahr für Jahr programmatisch über politische und kulturelle Grenzen hinweg mit. Gerade in diesen Tagen sind die Bewahrung von Weltoffenheit und Neugierde auf das Andere durch Kunst und Kultur wichtiger denn je. Die Stiftung Heidelberger Frühling unterstützt dies mit großem Engagement.“

Wolfgang Marguerre, Vorstandsvorsitzender der Octapharma AG
„Der ‚Heidelberger Frühling‘ ist mir eine Herzensangelegenheit, gerade auch in Zeiten der Krise: Die internationale Zusammensetzung aus den etablierten Größen der Klassik und vielversprechenden NachwuchskünstlerInnen macht seine Exzellenz aus. Als begeisterter Musikfreund und Heidelberger stehe ich fest zum ‚Heidelberger Frühling‘.“

Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE
„Unterwegs“, abseits des Gewohnten, auf der Suche nach frischen Eindrücken und der Kraft des Gemeinschaftserlebnisses – das macht den ‚Heidelberger Frühling‘ aus. Und dass das Festival in besonderer, innovativer Weise weiterhin ein Ort der Begegnung und des Austauschs – im virtuellen Raum – sein möchte, ist bemerkenswert. Gerade in dieser schwierigen Lage stehen wir solidarisch zum ‚Heidelberger Frühling‘.“

Digital „unterwegs“
Der „Heidelberger Frühling“ steht für das Stiften von Gemeinschaftserlebnissen, damit über die Mittel der Kunst ein gesellschaftlicher Dialog stattfindet. Dieser kulturelle Auftrag ist in der Festivalausgabe 2020 nicht im gewohnten Rahmen zu erfüllen. Das Festivalteam hat sich in den letzten Tagen in sein „Frühlings“-Labor zurückgezogen, um diese Gemeinschaftsmomente auf anderem Wege zu kreieren – nämlich im digitalen Raum, zugänglich über die Social-Media-Kanäle Twitter, Instagram & Facebook des „Heideberger Frühling“ oder über die Website heidelberger-fruehling.de:

Geplant sind Livestream-Konzerte mit einem wichtigen künstlerischen Freund des Festivals. Außerdem werden verschiedene Festivalkünstler, die verstreut auf der ganzen Welt im Moment zu Hause sitzen, audiovisuelle Nachrichten an das Festivalpublikum senden. Wie gehen die Künstler mit dieser Situation um? Was macht ein Musiker, der nicht auf die Bühne darf? Die Ticketbörse auf der Website des Freundeskreises des Heidelberger Frühling soll zur Solidaritätsbörse umfunktioniert werden, damit hier verschiedene Dienste in Form von z.B. Nachbarschaftshilfe angeboten und gesucht werden können.

Über das genaue Digital-Programm informiert der „Heidelberger Frühling“ zeitnah auf seinen Online-Plattformen. Ebenso über die „Frühlings“-Sendetermine des Medienpartners SWR2, der über den diesjährigen Festivalzeitraum Konzertmitschnitte aus vergangenen Jahrgängen im Rundfunk hörbar macht.