Heidelberger Frühling mit digitalen und analogen Kulturangeboten

Programmveröffentlichung „LASST UNS SPIELEN!“

Heidelberger Frühling (© Heidelberger Frühling)

Der „Heidelberger Frühling“ schafft nach der Absage digitale und analoge Kulturangebote und startet damit in sein 25. Jubiläumsjahr.

1. Digitalprogramm „Lasst uns spielen!“ (14 Termine zwischen 20. März und 18. April 2021)

Die 25. Ausgabe des „Heidelberger Frühling“ unter dem Motto „FESTspiel“ von 20. März bis 18. April 2021 musste am 5. März 2021 aufgrund unklarer Öffnungsperspektiven und fehlender Planungssicherheit abgesagt werden. Dies hat Festivalintendant Thorsten Schmidt gemeinsam mit der Heidelberger Stadtspitze am 5. März entschieden und bekanntgegeben.

Die Festivalmacher haben nun unter dem Motto „Lasst uns spielen!“ ein groß angelegtes Digitalprogramm aufgelegt, das über den ursprünglichen Festivalzeitraum ausgespielt wird. Zu Gast sind langjährige künstlerische PartnerInnen, aber auch DebütantInnen beim „Heidelberger Frühling“.

Für „Lasst uns spielen!“ kommen Komponist und Klarinettist Jörg Widmann, Pianist Pierre-Laurent Aimard, Sängerin Anna Lucia Richter, das Schumann Quartett, Akkordeonist Martynas Levickis, Cellist Maximilian Hornung, die Geigerinnen Sarah Christian und Alina Pogostkina, Fellows der Lied Akademie, StipendiatInnen der Kammermusik Akademie und natürlich Pianist Igor Levit nach Heidelberg. Auch geplant ist die Zuschaltung von Pianist Jan Lisiecki aus Kanada im Gespräch mit dem Direktor der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos.

Den Anfang macht ein Livestream am Samstag 20. März um 19 Uhr als Auftakt in das Jubiläumsjahr „25 Jahre Heidelberger Frühling“ mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Ministerin Theresia Bauer, Igor Levit, Anna Lucia Richter, dem Schumann Quartett uvm.

Spielorte des Digitalprogramms sind die Alte Aula der Universität Heidelberg und das Frauenbad des Alten Hallenbads Heidelberg. Möglich ist die aufwendige Produktion nur unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts mit regelmäßigen Testungen aller KünstlerInnen und des gesamten Technik- und Festivalteams.

Übertragen werden die Veranstaltungsstreams auf der eigens errichteten Webplattform fruehling25.de. Die Angebote sind kostenfrei zugänglich und stehen voraussichtlich nach Liveausspielung auch on demand zur Verfügung. Eine Spendenmöglichkeit zugunsten des „Heidelberger Frühling“ unter dem Stichwort „Lasst uns spielen!“ ist eingerichtet.

Begleitet wird die Initiative „Lasst uns spielen!“ mit einer Plakatkampagne im Heidelberger Stadtraum.

2. Ausstellung „25 Jahre Heidelberger Frühling“ auf dem Universitätsplatz (20. März bis 18. April 2021)

Anlässlich des 25. Jubiläums des „Heidelberger Frühling“ ist für den Außenraum eine zweiteilige Ausstellung konzeptioniert worden.

Vor der Alten Universität Heidelberg steht ein übergroßes Lautsprecher-Objekt, das interaktiv vom Besucher als Spachrohr, Spielraum oder auch als Bühne genutzt werden kann. Tagsüber von 10–20 Uhr spielt der Lautsprecher Soundinstallationen, die sich aus dem Audioarchiv des Festivals speisen. Täglich um 18.30 Uhr werden Konzerthighlights in Form von Live-Mitschnitten aus den vergangenen Festivaljahren abgespielt. Auf dem Objekt verortet ist außerdem eine Chronik, die über künstlerische Meilensteine informiert und alle Festivalgäste seit 1997 vorstellt.

Auf dem Universitätsplatz selbst steht eine Fotoausstellung, bestehend aus 25 beidseitig bedruckten Fotopaneelen. Abgebildet ist eine Auswahl an besonderen Momenten aus 25 Jahren Festivalgeschichte. Ergänzt werden diese durch grafisch aufbereitete Lyrikzeilen, die zumeist auch als Liedvertonung vorliegen.

Entwickelt wurde das Ausstellungskonzept von drei jungen Gestaltern aus Karlsruhe – Lydia Kähny, Thomas Rustemeyer und Felicitas Wetzel – in enger Zusammenarbeit mit dem Team des „Heidelberger Frühling“.

Das Audioprogramm des Lautsprechers sowie die gesamte Fotoauswahl ist auch online unter heidelberger-fruehling.de einsehbar.

3. Ausblick

Darüber hinaus arbeitet das Festival gemeinsam mit der Stadt Heidelberg an Lösungsansätzen, damit Live-Kulturerlebnisse vor Publikum zeitnah wieder angeboten werden können.