Harry Kupfer zurück an der Komischen Oper mit Händels »Poros«

Poros ~ Komische Oper Berlin ~ Vorabbild (© Jan Windszus Photography)

Comeback nach über fünfzehn Jahren! Der Grandseigneur des realistischen Musiktheaters ist zurück – und erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Harry Kupfer, der im Haus an der Behrenstraße Theatergeschichte schrieb, inszeniert mit Georg Friedrich Händels meisterhafter Barockoper Poros einen fundamentalen Konflikt europäischer Moderne.

Indien zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Zwei Welten prallen aufeinander! Im Auftrag der englischen Krone ist der Offizier Alexander auf langer Eroberungsfahrt in Richtung des Subkontinents, als Vorhut der britischen Kolonisierung will er den indischen König Poros niederringen. Mit dem Auftauchen Mahamayas, einer schönen und von allen Männern begehrten Königin im indischen Reich, entwickelt sich das Treffen der völlig verschiedenen Kulturen zu einem Kampf, den nur gewinnen kann, wer das Handwerk des Krieges ebenso beherrscht wie die Künste von Verstellung und Verführung, bis zuletzt Poros’ Mut eine überraschende Wendung mit sich bringt und Liebe und gegenseitige Anerkennung utopische Triumphe feiern.

Die Vorlage zu Händels 1731 uraufgeführtem Werk entstammt der Feder des berühmtesten Librettisten der Operngeschichte: Pietro Metastasio. Gleich sechs verschiedene Komponisten nahmen sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts dieses Werkes an, das eine Episode aus dem Indienfeldzug des antiken Eroberers Alexander des Großen erzählt. Händels Bearbeitung des Stoffes entwickelt die Konflikte in einem Kammerspiel, dessen aufwühlende und berührende Musik Ton für Ton von größter Theaterleidenschaft und Menschenkenntnis durchdrungen ist.


Poros
Oper in drei Akten
Von: Georg Friedrich Händel
Libretto nach dem dramma per musica Alessandro nell’Indie von Pietro Metastasio
Nachdichtung aus dem Italienischen von Susanne Felicitas Wolf

Premiere an der Komischen Oper Berlin: 15. März 19

Musikalische Leitung: Jörg Halubek
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Dramaturgie: Simon Berger
Licht: Jürgen Hoffmann

Besetzung:

Poros, König eines indischen Reiches: Dominik Köninger
Mahamaya, Königin eines anderen indischen Reiches: Ruzan Mantashyan
Gandharta, Feldherr des Poros: Philipp Meierhöfer
Sir Alexander: Eric Jurenas
Nimbavati, Schwester des Poros: Idunnu Münch
Timagenes: Samuli Taskinen

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