GOJ T-A-TR Wiesbaden mit dem Utopie-Projekt, Teil II: „Es wäre möglich, es könnte anders sein …“

Foto: Fabian Klein

Etwas fehlt (uns) immer … über banale Alltagswünsche und das, was eh schon da ist, hinaus. Und das ist gut so, behauptet das GOJ T-A-TR und folgt damit dem „Prinzip Hoffnung“ des großen Philosophen Ernst Bloch. Denn gerade in unserer Unzufriedenheit liegt nämlich auch unsere Fähigkeit, Visionen zu entwerfen. Und am Anfang jeder Utopie steht die Erfahrung, nicht zu haben, was man haben müsste, um zufrieden zu sein. „Indem wir hinfahren, erhebt sich die Insel Utopia aus dem Meer des Möglichen“, sagt Bloch und meint damit die Sehnsucht jedes einzelnen Menschen wie auch ganzer Gesellschaften, die Kraft und Antrieb sein kann, in der Wirklichkeit das Potenzial noch nicht eingelöster Möglichkeiten zu entdecken.

In Teil I seines Utopie-Projekts („Aber etwas fehlt …“) konnte das GOJ T-A-TR darüber eine Menge von seinem Publikum erfahren und hat versprochen, mit diesem Material weiterzuarbeiten: eine wunderbare Vorlage für das Collage-Prinzip des Ensembles! Eingebunden in überarbeitete wie neue Texte und Szenen und, wie immer, mit viel Musik hat es daraus nun für das thalhaus die abschließende Gesamtinszenierung eines „work in progress“ und eines ganz besonderen, ungewöhnlichen Theater- Experiments entwickelt: Eine sowohl vergnügliche wie nachhaltige, ja vielleicht sogar zukunftstaugliche Ermutigung für alle Träumer, Zweifler und Desillusionierten – frei nach Rio Reiser: „Der Traum ist aus, aber ich werde alles tun, dass er Wirklichkeit wird.“


GOJ T-A-TR
Utopie-Projekt, Teil II: „Es wäre möglich, es könnte anders sein …“
8. & 9. März 2019 / 20.00 Uhr
thalhaus Theater Wiesbaden
Karten über www.thalhaus.de oder Ticket-Hotline 0611 – 1851267, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen


www.goj-theater.de

Foto: Fabian Klein