Goethe-Institut in Weimar ehrt vier Persönlichkeiten mit der Goethe-Medaille 2022

Carola Lentz, Präsidentin des Goethe-Instituts (© Goethe-Institut / Loredana La Rocca)

Am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, ehrt das Goethe-Institut in Weimar vier Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben: Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Carola Lentz, verleiht die Goethe-Medaille 2022 an den bildenden Künstler Mohamed Abla, der dem Publikum in aller Welt mit seinen Werken die ägyptische Gesellschaft nahebringt und sich seit Jahrzehnten für Verständigung, Diversität und Meinungsfreiheit einsetzt. Die Historikerin Tali Nates wird ausgezeichnet, die mit dem „Johannesburg Holocaust & Genocide Centre“ einen zentralen Ort der Erinnerung in Südafrika schuf, der sich Kontinente übergreifend mit Gewaltstrukturen befasst. Außerdem ehrt die Goethe-Medaille 2022 Nimi Ravindran und Shiva Pathak vom Sandbox Collective aus Indien, in ihrer künstlerischen Arbeit setzen sie sich kritisch mit Konzepten von Identität und Inklusivität auseinandersetzen und beziehen Stellung gegen nationalistische, religiöse und fundamentalistische Politik.

Mohamed Abla
(© Emad Abdel Hady )
Nimi Ravindran und Shiva Pathak vom Sandbox Colective
(© Sandeep T K)
Tali Nates
(© Catherine Boyd)

Die festliche Preisverleihung findet in der Kleinen Weimarhalle (Unesco-Platz 1) statt und beginnt um 11.00 Uhr. Außenministerin Annalena Baerbock wird an dem Festakt teilnehmen und ein Grußwort halten, ebenso Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff und Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar.

Die Laudationes auf die Preisträger*innen halten der Schriftsteller und Übersetzer Stefan Weidner auf Mohamed Abla, die EU-Sonderbeauftragte für das Horn von Afrika und Konfliktforscherin Annette Weber auf Tali Nates und die Kommunikationsberaterin und Moderatorin Prasanna Oommen auf Nimi Ravindran und Shiva Pathak vom Sandbox Collective. Die Deutsche Welle zeigt in Kooperation mit dem Goethe-Institut produzierte Filmporträts der Preisträger*innen. Und die Hochschule für Musik Franz Liszt gestaltet das Musikprogramm.

Die Preisträger*innen treffen bereits am 26. August in Weimar ein und treten dort beim Kunstfest Weimar auf. Das Programm findet sich unter: kunstfest-weimar.de

Nähere Infos zur Goethe-Medaille: goethe.de