Giora Feidman spielt am 10. Januar 2023 in der Philharmonie Berlin

Giora Feidman and Friends (© Peter Hoffmann)

„Friendship-Worldtour“ zum 75-jährigen Bühnenjubiläum

Der König des Klezmer kommt mit seinen musikalischen Freunden für ein exklusives Konzert nach Berlin. Am 10. Januar 2023 um 20.00 Uhr spielt Giora Feidman im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin. Nach seinem umjubelten Konzert im Jüdischen Museum im vergangenen Juli, bei dem er eine seiner Klarinetten an das Haus überreicht hat, war die Nachfrage groß. Nun gastiert Giora Feidman im Rahmen der „Friendship-Worldtour“ in Berlin. Anlass der Tour ist das 75-jährige Bühnenjubiläum des Künstlers.

Begleitet wird er von Sergej Tcherapanov (Klavier, Cembalo), Piotr Niewiadomski (Violine), Germán Prentki (Cello) und Nina Hacker (Kontrabass).

Im Zentrum der Worldtour steht Giora Feidmans Botschaft von Frieden und Versöhnung – über Landesgrenzen, Kulturräume, Religionen und Generationen hinweg. Seine Musik spricht eine universelle Sprache: „Wenn ich mein Instrument aufnehme, trage ich eine spirituelle Botschaft von Frieden, vom ‚Schalom‘, in die Welt“, so der Klarinettist. Auch wenn ihm bewusst ist, dass sich Menschen nicht so leicht zusammenbringen lassen wie Noten, glaubt er fest daran, dass die Musik sie in Frieden und Freundschaft verbinden kann. Der Musiker mixt mitreißenden Tango mit berührendem Klezmer, die Aufregung der Moderne mit der Verbundenheit seiner Traditionen zu einem farbenprächtigen Programm für die ganze Welt.

2023 setzt Giora Feidman mit seinen musikalischen Freunden die „Friendship-Worldtour“ fort. Auf dem Programm stehen bekannte Werke der Klezmer- und der Weltmusik. Parallel zur Tour ist das Album mit dem Titel „Friendship“ erschienen, das die Studioaufnahmen des Tourprogramms beinhaltet. Eine musikalische Friedensbotschaft, die unter die Haut geht.

Musik verbindet – Menschen, Kulturen, sogar ganze Länder. Musik braucht keine Sprache, sie wird überall verstanden, und sie urteilt nicht über den Geist, den sie berührt. Der Klezmervirtuose Giora Feidman weiß um das Wesen der Musik wie kaum ein anderer und drückt seine beeindruckende Einstellung zum Leben darin aus. Seit jeher setzt er sich für den Frieden ein – und hat die dadurch gewonnenen Freundschaften immer mehr zu schätzen gelernt.

Der „Botschafter der Versöhnung” wurde vielfach für sein Engagement für den Frieden und seine besonderen Verdienste um die Aussöhnung zwischen Völkern geehrt. Für den durch sein Lebenswerk geleisteten Beitrag zur Völkerverständigung in Europa wurde ihm der Internationale Brückepreis verliehen. Zudem trägt Giora Feidman das Große Bundesverdienstkreuz, das seinem Einsatz um die Versöhnung zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland Respekt zollt.

Karten gibt es unter giorafeidman.com, ma-cc.com, bei Eventim sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.


VITAE | Giora Feidman & Friends

Giora Feidman

Musik ist für Giora Feidman eine Form der Verständigung über alle Grenzen hinweg. Ob Religionen, Kulturen, Hautfarben oder Traditionen – Giora schafft es, mit seiner Klarinette Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen. Verschiedenste Musikstile vermischt er zu einem neuen, einzigartigen Repertoire. Er wurde als Sohn jüdischer Einwanderer aus Bessarabien am 25. März 1936 in Argentinien geboren. Im Alter von 21 Jahren verließ er 1956 Buenos Aires und reiste nach Israel, wo er heute noch lebt. „Erst als ich in Israel war, wurde mir bewusst, wie wichtig jüdische Musik für mich sein würde. Damals konnte ich noch nicht wissen, wie sehr diese Musik eines Tages mein Leben und meine Karriere als Musiker verändern und bestimmen würde“, sagt Giora Feidman. Der Erfolg ergibt sich bei Gioras Leidenschaft für Musik ganz von selbst – er gilt als berühmtester Klezmer-Klarinettist der Welt. Mehrere Klassik-Echos und sein musikalischer Beitrag zu Steven Spielbergs oscarprämiertem Film „Schindlers Liste“ sprechen für sich. „Die Klarinette ist das Mikrofon meiner Seele, und ich wurde geboren, um Musik zu machen“, so der Klarinettenvirtuose.

Sergej Tcherapanov

Der Pianist wurde 1967 in Nordkasachstan geboren. Sein Musikstudium absolvierte er am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau in den Fächern Klavier und Orgel. Sein Orgelstudium setzte er in Deutschland zunächst in Lübeck, anschließend in Hamburg fort – weitere Meisterkurse folgten. Seit 1997 ist er Träger des Possehl-Preises. Dazu kamen im Jahr 2000 den Preis der Arp – Schnitger – Gesellschaft und andere Preise in Deutschland und Südafrika. Der heutige Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Sommerkonzertreihe an der St.-Petri-Kirche Bosau am Plöner See ist bereits in den meisten europäischen
Ländern aufgetreten und konnte bei zahlreichen CD- und TV-Produktionen mitwirken.

Piotr Niewiadomski

Der Violinist, Jahrgang 1971, studierte an der Hochschule für Musik in Krakau. Sein Können verfeinerte er in einem Aufbaustudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart sowie in verschiedenen Meisterkursen in Europa und den USA. Er musiziert unter anderem bei dem Frankfurter Orchesterhaus- und Museumsorchester, dem Bayrischen Rundfunk, dem hr-Sinfonieorchester und bei vielen weiteren Projekten. Seit 2019 ist er erster Konzertmeister im Capitol Symphonie-Orchester und immer wieder zu Gast in anderen renommierten Ensembles. In Europa, Asien und den Vereinigten Staaten wird er für den leuchtenden und warmen Klang seiner Musik geschätzt.

Germán Prentki

Der Cellist wuchs in Montevideo in Uruguay in einer Musikerfamilie auf. Bereits mit 16 Jahren wurde Germán Prentki Mitglied des Rundfunk-Symphonie Orchesters Uruguay. Es folgten Engagements als Solocellist unter anderem beim Puccini Festival, Haifa Symphony Orchestra und dem European Masters
Orchestra. Seit 1988 ist er Cellist der Philharmonie Südwestfalen, übt nebenbei Tätigkeiten als Lehrer an den Musikschulen Wenden und Olpe aus und leitet das „Concerto“ Orchester. 2018 spielte er als Solist mit dem Philharmonischen Orchester Montevideo im Theater Solís das ihm gewidmete Konzert von Luis Di
Matteo. Durch seine Herkunft fühlt er sie auch beim Tangospielen zu Hause – was ihn zu einem vielfältigen und einzigartigen Musiker macht.

Nina Hacker

Die Jazz- und Popularmusikerin Nina Hacker schloss ihr Studium an der Hochschule Franz Liszt in Weimar mit dem künstlerischen Diplom E-Bass ab. Seither unterrichtet sie an verschiedenen Musikschulen E-Bass und Bandcoaching – seit 2008 hauptsächlich an der Musikschule in Frankfurt. Seit mehreren Jahren ist Nina Hacker Dozentin bei Workshops, wie unter anderem dem Jazzlike Bandworkshop oder der Hessischen Frauenwoche. Sie wirkte bei CD-Produktionen und Theatermusiken mit. Internationale Konzerte und Festivals führten die Bassistin nicht nur durch Europe, sondern auch durch China und Thailand. Darüber hinaus unterrichtet sie E-Bass, Kontrabass, coacht Bands und erarbeitet diverse CD-Produktionen und Theatermusik.