Gioachino Rossinis »Il Signor Bruschino« beim nächsten Montagsstück auf staatsoper.tv

Regisseur Marcus H. Rosenmüller inszeniert am 22. März im Montagsstück XVIII

© Sebastian Flegl auf Pixabay

MONTAGSSTÜCK XVIII: IL SIGNOR BRUSCHINO

Es ist immer wieder dasselbe: Da vereinbaren zwei ältere Herren die Heirat ihrer Kinder, ohne es für nötig zu halten, die jungen Leute vorher nach ihrer Meinung zu fragen. Meist ein fatales Unterfangen, wie auch in Gioachino Rossinis Il Signor Bruschino. Sofia möchte nicht den ihr unbekannten Sohn des Herrn Bruschino zum Mann nehmen, sondern Florville; den kennt sie nicht nur, sie liebt ihn auch. Ihr Vormund Gaudenzio sieht Florvilles Vater aber als seinen Erzfeind an und würde dieser Verbindung nie zustimmen. Als Florvilles Vater jedoch stirbt, hofft sein Sohn, dass man damit auch die alte Fehde begraben wird. Gaudenzio hat in der Zwischenzeit Sofia bereits dem Sohn des Bruschino versprochen. Der vorgesehene Bräutigam häuft letztlich aber derart viele Schulden im Gasthaus an, dass der Wirt ihn im Zimmer einsperrt. Florville witter seine Chance: Er gibt sich als sein eigener Rivale aus und will den alten Herrn eine List unterbreiten.

In seiner frühen Oper Il Signor Bruschino, die er 1813 fürs Teatro San Moisè in Venedig komponiert hat, spielt Rossini mit Typen der Commedia dell’arte und schreibt ein witziges Stück über den kreativen Umgang mit der Realität und der Suche junger Menschen nach ihrem Platz in der Welt. Oder, wie Gaudenzio es ausdrückt: „Im großen Welttheater sucht jeder nach seinem Glück. Und mag es ihm noch so gut gehen, der Mensch ist nie zufrieden. Seien wir also frohgemut und genießen wir das, was kommt. Und mögen unsere Herzen in Freude und Vergnügen erstrahlen.“

Marcus H. Rosenmüller, als Regisseur von Kinofilmen, Fernsehdokumentationen und Nockherberg-Singspielen eine Instanz, hat 2015 an der Bayerischen Staatsoper erstmals eine Oper, Le comte Ory mit dem Opernstudio, inszeniert und erarbeitet im Montagsstück XVIII seine zweite Musiktheaterproduktion mit einem bestechenden Belcanto-Gesangsensemble. Die musikalische Leitung hat der Rossini-Kenner Antonio Fogliani. Es singen unter anderem Emily Pogoelc (Sofia), Andres Agudelo (Bruschino figlio), Josh Lovell (Florville) sowie Edwin Crossley-Mercer (Filiberto).

Der Live-Stream wird, wie alle anderen Montagsstücke, auf STAATSOPER.TV übertragen und ist ab dem darauffolgenden Mittwoch für 30 Tage als Video-on- Demand erhältlich.

MONTAGSSTÜCK XVIII: IL SIGNOR BRUSCHINO
Mo, 22. März 2021, 20.15 Uhr
Kostenfreier Live-Stream auf staatsoper.tv

Ab Mi, 24. März, 19.00 Uhr für 30 Tage on Demand erhältlich.
Ein 24-Stunden-Ticket kostet 9,90 Euro.
staatsoper.de/on-demand


Am Sonntag, den 21. März, feiert die Neuinszenierung von Richard Strauss’ Der Rosenkavalier ab 15:30 Uhr Online-Premiere auf STAATSOPER.TV.
Bereits am 14. März spricht Nikolaus Bachler in der Online-Einführungsmatinee zur Neuproduktion mit Regisseur Barrie Kosky, Dirigent Vladimir Jurowski, Marlis Petersen (Feldmarschallin) und Dramaturg Nikolaus Stenitzer.